Gras – Keum Suk Gendry-Kim

1943. Korea und Teile von China sind von der Kaiserlich Japanischen Armee besetzt. Lee Ok-seon wird als junges Mädchen verschleppt, um als Zwangsprostituierte den japanischen Soldaten zu dienen.

Lee Ok-seons Lebensgeschichte erinnert nicht nur an die Schicksale der vielen koreanischen Mädchen, die als sogenannte „Trostfrauen“ missbraucht wurden, sondern zeigt auch die soziale Ausgrenzung, der die Überlebenden nach Kriegsende ausgesetzt waren. Nachdem sie über fünfzig Jahre in China gelebt hat, kehrt Ok-seon als alte Frau in ihr Geburtsland zurück. Es ist an der Zeit, ihre bewegende Geschichte zu erzählen.

Mit ihrem Werk beleuchtet Keum Suk Gendry-Kim diesen totgeschwiegenen Aspekt der Geschichte und distanziert sich gleichzeitig von den revisionistischen offiziellen Diskursen. Endlich gibt es die Gelegenheit, dieses fast 500 Seiten starke Meisterwerk in deutscher Übersetzung zu entdecken.

Verlag: avant-verlag, 488 Seiten

Preis: 35 Euro

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