Datum: 02.10.2026 00:00 bis 10.10.2026 00:00 Ort: Strips & Stories
Als Teil des diesjährigen Comicfestival Hamburg freuen wir uns sehr, Lilli Loge mit eine Ausstellung präsentieren zu können. Vorgestellt wird ihr tolles „Bunny war böse“, erschienen im avant-verlag. Die Ausstellung ist vom 2. bis 10. Oktober rund um die Uhr zu bestaunen.
„Bunny war böse“, der neue Comic von Lilli Loge, dreht sich um drei Freundinnen, die in einem Einkaufszentrum arbeiten – und um einen Lottogewinn, der ihre Freundschaft auf die Probe stellt. In der Geschichte werden Schaufenster und Schaufensterdeko häufig auf symbolische Art eingesetzt. Das spiegelt sich auch in der Ausstellung im Strips & Stories wider: Im Schaufenster des Comicbuchladens gibt es rund um die Uhr Szenen aus „Bunny war böse“ zu sehen. Das Buch erschien im März 2026 im Avant Verlag.
Lilli Loge lebt und arbeitet in Berlin und Wien. Seit 2003 veröffentlicht sie queer-feministische Tijuana Bibles und experimentelle Comics im Eigenverlag. Ihre „Tijuana Bible at the Feminist Bootcamp“ wurde zu einem Underground-Bestseller. Ihre selbstverlegten Arbeiten sind auf ihrer Website – www.lilliloge.de – zu finden. Zudem animierte sie mehrere Trickfilme und war Sängerin und Gitarristin der All-Girl-Comedy-Band Tittenbonus.
Am 4. Dezember um 19 Uhr im Mikropol: Die Graphic Novel Zeter und Mordio von Jens Cornils erzählt einen Hamburger Kriminalfall aus dem Jahr 1687, den Glückel von Hameln – die erste bekannte deutsch-jüdische Schriftstellerin – in ihren Memoiren überliefert hat. Entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Bildungsprojekt Geschichtomat des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, verbindet das Werk historische Recherche mit zeichnerischer Interpretation. Anhand dieses Projekts gibt die Lecture einen Einblick in die Entstehung eines historischen Comics an der Schnittstelle von visueller Gestaltung, narrativer Verdichtung und quellengestützter Arbeit. Im Fokus stehen die Zusammenarbeit mit Historiker:innen und Archiven, der Umgang mit historischen Materialien sowie die Frage, warum gerade das Medium Comic ein besonderes Potenzial bietet, Geschichte zugänglich und zugleich vielschichtig zu erzählen.
Die 1647 als Glikl bas Judah Leib geborene jüdische Kauffrau erwähnt in ihren Memoiren die Mordfälle an zwei Mitgliedern der Hamburger jüdischen Gemeinde. Ausgehend von dieser Quelle und fachlich beraten von Historiker*innen nimmt Jens Cornils die Leser*innen mit in das jüdische Hamburg und Altona des 17. Jahrhunderts. Für das Bildungsprojekt Geschichtomat entstand in Zusammenarbeit von Dr. Carmen Bisotti und dem Hamburger Comic-Zeichner Jens Cornils dieser Graphic Novel-Krimi. Anne Kuhnhardt (Geschichtomat) und Jens Cornils (Zeichner) stellen den Comic und seine Geschichte vor und sprechen darüber, wie es gelingen kann, einen zeitgemäßen und gleichzeitig würdevollen und fundierten Umgang mit historischen (und gleichzeitig aktuellen) Themen und ihren Quellen zu finden.
Der Eintritt ist frei, es wird aber um Anmeldung gebeten: per Mail: eimsbuettel@buecherhallen.de oder telefonisch unter 040-409904
Im Hamburger monsun.theater wird im April eine Adaption des feministischen Comics aufgeführt. Hier alle Informationen:
„Hoch soll sie leben, hoch soll sie leben, dreimal hoch!” Du bist herzlich eingeladen zur spektakulärsten Party des Jahrtausends: Wir feiern den 300.000. Geburtstag der Vulva! Zur Feier des Tages lassen wir das Leben der Vulva Revue passieren, erinnern uns an alle witzigen und spannenden Momente, lassen uns überraschen und schenken dem Geburtstagskind unsere volle Aufmerksamkeit!„Vor 300 Jahren wurde der weibliche Orgasmus in jedem medizinischen Buch erwähnt und man ging davon aus, dass er wichtig für die Fortpflanzung ist.”
Hanni Lorenz und Marie-Paulina Schendel lassen als Gastgeberinnen die Korken knallen und bieten den Gästen eine bunte Party, bei denen alle Geburtstagsspielklassiker wie Sackhüpfen, Eierstocklaufen oder heißer Bonbon ausgepackt werden. Auf der Suche nach Mamas Garten wird in Erinnerungen geschwelgt, es wird von Männern, die sich zu sehr dafür interessieren, was als „das weibliche Geschlechtsorgan“ bezeichnet wird erzählt und hinterfragt, warum der weibliche Orgasmus der Gegenwart angeblich so viel schwieriger zu erreichen ist als der männliche.
Mit Leichtigkeit zeigt „Der Ursprung der Welt“, wie absurd und tief verwurzelt patriarchale Strukturen die Vorstellungen von Weiblichkeit prägen. Das Stück nimmt uns mit auf eine Reise von der Antike bis in die Gegenwart, hält der Gesellschaft den Spiegel vor und lädt dabei zu einer besonderen Geburtstagsfeier ein – mal süß, mal sauer, mal hart, mal weich, so wie eine perfekt zusammengestellte bunte Tüte.
Nach ihrem Hamburg-Debüt im November 2023 im monsun.theater eröffnet das Performancekollektiv frau emma gelb nun mit „Der Ursprung der Welt“ die neue Spielstätte des Hauses. Das Kollektiv entwickelt partizipative Formate und kombiniert diese mit klassischem Schauspiel und lädt das Publikum ein, aktiv Teil der Inszenierung zu werden. Mit ihrer Arbeit erforschen sie zentrale gesellschaftliche und menschliche Themen – wie in dieser Inszenierung die kulturellen und biologischen Ursprünge der Menschheit.
Eine Produktion von frau emma gelb unterstützt durch das monsun.theater und die Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung. „Der Ursprung der Welt” ist im avant-verlag erschienen.
Datum: 26.11.2024 18:00 bis 26.11.2024 20:00 Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Vor 300 Jahren, am 19. September 1724, verstarb die jüdische Kauffrau Glikl bas Jehuda Leib – heute bekannt als Glückel von Hameln – die 1647 vermutlich in Hamburg geboren wurde. Sie schreibt in sieben Büchern über das Leben in Hamburg und Altona, Gemeindeangelegenheiten, private Begebenheiten und berufliche Ereignisse: ein einmaliges Zeugnis jüdischer Geschichte aus der Sicht einer Frau.
Der Hamburger Comic-Zeichner Jens Cornils nimmt sich in seiner Debut-Graphic Novel „Zeter und Mordio“ einer Erzählung aus Glikls Memoiren an, dem Mord an einem Mitglied der jüdischen Gemeinde. Die junge Rebekka Lipman bemüht sich gemeinsam mit ihrem Mann Schmuel, den Mordfall aufzuklären, gegen alle Widerstände…
Im Gespräch mit der Direktorin des IGdJ, Dr. Kim Wünschmann, berichtet Jens Cornils über die Herausforderungen, ein historisches Thema sachlich genau und trotzdem visuell und erzählerisch ansprechend darzustellen. Dr. Katrin Janz-Wenig (SUB) wird zudem Objekte aus der Hebraica-Judaica-Sammlung und Handschriften-Sammlung vorstellen.
Wir sind ebenfalls wieder mit dabei und bieten im Anschluss die Möglichkeit das Buch zu erwerben.
Veranstaltungsort ist der Vortragssaal in der Staats- und Universitätsbibliothek
Staats- und Universitätsbibliothek Von-Melle-Park 3 20146 Hamburg
Datum: 02.10.2024 19:00 bis 13.10.2024 00:00 Ort: Hamburg
Strips & Stories X Comicfestival Hamburg
Die Vorfreude auf das Festivalwochenende ist sehr groß. Hier findet ihr eine Übersicht der Veranstaltungen und Angebote die wir präsentieren und mitveranstalten. Der Countdown läuft.
2. Oktober um 19.00 Uhr Ausstellung und Panel-Talk: »Jüdische Geschichte im Comic – Vier aktuelle Positionen«
In einem Panel-Talk zur Ausstellung werden die Möglichkeiten des Comics als zeitgenössisches Medium der Gedenk- und Erinnerungskultur zur Diskussion gestellt. Comic-Künstler:innen (Hannah Brinckmann, Jens Cornils, Sascha Hommer) und Historiker:innen (Dr. Carmen Bisotti, Dr. Kim Wünschmann) erläutern ihre Erfahrungen bei der Zusammenarbeit und geben einen Einblick in ihre aktuellen Projekte zur graphischen Darstellung jüdischer Geschichte. Die Moderation übernimmt die Hamburger Zeichnerin Birgit Weyhe.
Ort: Hannah-Arendt-Salon, Schulterblatt 130
4. – 13. Oktober Schaufensterausstellung »Strapazin 153: Comic Shops«
Für die 153. Ausgabe des Comicmagazins »Strapazin« reiste Edition Moderne-Gründer David Basler durch halb Europa, um Inhaber:innen von Comic Shops zu interviewen. Sieben interessante Ladenporträts sind so entstanden. Auch bei uns im Strips & Stories machte er halt, und vier lokale Zeichnerinnen (Wiebke Bolduan, Kathrin Klingner, Helena Baumeister und Birgit Weyhe) ergänzten das Porträt des Ladens mit eigenen Anekdoten in Comicstripform. Zum Comicfestival werden diese Arbeiten noch einmal in ihrer ganzen Pracht in unserem Schaufenster präsentiert — wo auch sonst!
Ort: Strips & Stories
5. Oktober um 20.00 Uhr Maren Amini »Ahmadjan und der Wiedehopf« Lesung, afghanische Livemusik und Künstler:innen-Gespräch
Maren Amini (*1983) ist Illustratorin, Cartoonistin und Comiczeichnerin. In ihrer ersten umfangreichen Graphic Novel erzählt sie die Lebensgeschichte ihres Vaters Ahmadjan, inspiriert von der alten persischen Dichtung »Konferenz der Vögel« von Fariduddin Attar (1136−1220). 2023 erhielt »Ahmadjan und der Wiedehopf« den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung.
Ort: Carlsen Verlag, Völckersstraße 14−20
6. Oktober um 13.00 Uhr Signierstunde mit Anna Haifisch und Elizabeth Pich
Zu unserer traditionellen Signierstunde während des Festivals haben wir in diesem Jahr langjährige Gefährtinnen eingeladen. Mit Anna Haifisch verbindet uns eine nun schon jahrzehntelange Zusammenarbeit, die einst in punkigen Eckkneipen mit ersten Comiclesungen begann und in diesem Jahr im MK&G mit einer fetten, supercoolen Ausstellung einen würdigen Ist-Zustand abbildet. Die Ausstellung »Bis hierhin lief’s noch gut« liefert auch das Fundament für den Start ins Comicfestival mit der »Konferenz der Tiere«. Auf den gemeinsamen Weg könnten wir stolzer nicht sein. Nicht minder stark unser Bewunderung für das Schaffen von Elizabeth Pich. Gleich zwei absolute gemeinsame Kracher-Veranstaltungen haben sich für immer in unser Highlight-Gedächtnis eingeprägt. 2018 bei »The Joke is on you« hat sie zusammen mit Kathrin Klingner, Nadine Redlich, Lizz Lunney und Jonathan Kunz in einer legendären »Langen Nacht der Literatur« für Furore gesorgt. Auch 2020 bei »Sounds & Stories« im Barboncino Zwölphi zusammen mit Juliane Pickel, Le Roi et Moi und Tastes Like Candy leuchtet ein unvergesslicher Abend in unseren Erinnerung. Heute alle zusammen bei uns im Laden.
Wo: Strips & Stories
4. – 6. Oktober Zentraler Büchertisch im Gängeviertel
In diesem Jahr wird es einen großen zentralen Büchertisch für alle Ausstellungen der Galerien und Ausstellungsräumen des Gängeviertels geben. Ihr findet dort alle Graphic Novels und Comics der Künstler:innen. Bezahlung ist sowohl bar als auch mit EC/Debit- oder Kreditkarte möglich.
Wo: MOMS Art Space, Fabrique, Valentinskamp 34a (Eingang Speckstraße)
Datum: 14.11.2024 20:00 bis 14.11.2024 22:00 Ort: Slot
Zum Buch: Was für eine Betonhitze! Inmitten des flirrenden Berliner Sommers machen die Geschwister Tâm und Dennis einen beunruhigenden Fund. In einem Gebüsch am Rande ihrer verschlafenen Wohnsiedlung in Berlin-Lichtenberg entdecken sie einen einzelnen abgetrennten Finger. Im Laufe ihrer Nachforschungen kommt es zu einer verstörenden Begegnung mit einem geheimnisvollen Mädchen: Das „Mädchen vom Parkplatz“ ist die zwei Jahre ältere Hoa Binh und sie ist auf der Flucht. Aber auf der Flucht vor wem? Ohne zu ahnen, auf was sie sich eingelassen hat, beschließt Tâm, ihr zu helfen. Die neue Graphic Novel von Max und Moritz-Preisträger Mikael Ross knüpft mit ihrer Schwarzweiß-Optik an beste Film Noir-Traditionen an und nutzt die Ästhetik japanischer Mangas. Ein hitziger Thriller, der zwischen Berliner Plattenbauten und Schrebergärten beginnt, aber weit darüber hinaus in die Welt weist. (avant-verlag)
Der deutsche Comicautor Jan Bauer reist in die australische Wüstensiedlung Yuendumu und entdeckt dort eine Welt, die ihn befremdet und zugleich bezaubert. Zehn Jahre lang zieht es ihn immer wieder dorthin zurück, und während er tiefer in die Welt der Warlpiri-Aborigines eintaucht, wächst sein Verständnis für ein Miteinander jenseits der Schranken seiner eigenen Kultur. Als ein Freund in Polizeigewahrsam verstirbt, begibt er sich auf die Suche nach den Hintergründen und stößt dabei auf eine Geschichte von Unterdrückung und Gewalt. Von den Tagen der Jäger und Sammler bis in die Gegenwart und weit darüber hinaus in die zeitlose Dimension uralter Mythen scheint plötzlich alles miteinander verwoben.
Eine Bestsellerliste, die unsere Nerd Herzen höher schlagen lässt. Neben absoluten Crowdpleasern haben es auch sehr künstlerische und wunderbar sperrige Werke in unsere Verkaufs Top Fifteen geschafft. Das freut uns natürlich riesig. Außerdem spiegelt sich auch wieder, dass es in diesem Jahr besonders viele, sehr gute Neuerscheinungen aus der Hamburger Comicszene gab. Ganze sieben Künstler*innen sind in der Liste vertreten. Darüber freuen wir uns ganz besonders. Bis zum 5. Dezember könnt ihr Euch diese auch noch persönlich signieren lassen.
Mit großem Abstand auf Platz Eins ist dieses Jahr die neue Graphic Novel Rude Girl der Ausnahmekünstlerin Birgit Weyhe gelandet. Im April haben wir die Veröffentlichung zusammen im Kölibri gefeiert und vorab auch ein Gespräch mit Birgit geführt, was ihr hier nochmal nachhören könnt.
Dieses sehr gut recherchierte und in Zusammenarbeit mit der Protagonistin Priscilla Layne entwickelt Comic-Biopic überzeugt inhaltlich und künstlerisch auf ganzer Linie. Zurecht wurde die Hamburgerin in diesem Jahr auf dem Comic Festival in Erlangen mit dem Preis für die beste deutschsprachige Comiczeichnerin ausgezeichnet.
Insgesamt sind wir mal wieder sehr begeistert über diese abwechslungsreiche Liste, die den vielfältigen Geschmack unserer Kundschaft repräsentiert.
Die Titel in der Übersicht
Rude Girl von Birgit Weyhe (avant verlag)
Madame Choi und die Monster – Sheree Domingo & Patrick SpätJan Soeken (Edition Moderne)
Nami und das Meer – Catherine Meurisse (Carlsen Verlag)
abfackeln – Nino Bulling (Edition Moderne)
Baby Blue – Bim Eriksson (Luftschacht)
Heartstopper – Alice Oseman (Loewe Verlag)
Scheiblettenkind – Eva Müller (Suhrkamp Verlag)
Die Känguruh Comics – Marc-Uwe Kling (Carlsen Verlag)
Francine R. war während der deutschen Besatzung Frankreichs Mitglied der Résistance und wurde 1944 zusammen mit ihrer Schwester nach Deutschland deportiert. In langen Gesprächen mit der Überlebenden der KZ Ravensbrück und Neuengamme hat ihr Verwandter Boris Golzio die Lebensgeschichte dieser beindruckenden Frau kennengelernt. Auf einfühlsame Weise begleiten seine Illustrationen ihren persönlichen Bericht über ihre Verhaftung, Deportation, Zwangsarbeit und Befreiung. Boris Golzio berichtet von seiner künstlerischen Herangehensweise und dem Entstehungsprozess seiner 2021 auf Deutsch erschienenen Graphic Novel.
Der Abend findet auf Französisch mit deutscher Übersetzung statt.
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