Bremer Zine Festival 2024 – Fahrrad Edition

Auch dieses Jahr laden Kulturnetz e.V. und der Veranstaltungsort Städtische Galerie Bremen zur Teilnahme am Bremer Zine Festival 2024 ein.
Aussteller*innen aus Bremen, ganz Deutschland sowie internationale Comic-, Zine- und Heftmacher*innen zeigen an drei Tagen Bücher, Drucke, Karten, Klapp-, Falt-, Schau- und Lesearbeiten im Rahmen einer Messe. Neben dem Kennenlernen vieler individueller spannender Arbeiten, werden diese auch zum Verkauf angeboten.
Beim Festival sind sowohl einzelne Heftmacher*innen und Künstler*innen, als auch Gruppen, Kollektive und Kleinstverlage eingeladen auszustellen.
Wir freuen uns auch dieses Jahr die am Werdersee gelegene Städtische Galerie unseren Veranstaltungsort nennen zu können, für eine Messe mit über 70 Aussteller*innen.
Wie jedes Jahr haben wir ein spannendes Rahmenprogramm mit Lesungen, Vorträgen und Abendveranstaltungen.
Veranstaltungsorte für das Rahmenprogramm ist die im gleichen Gebäude befindliche Musiker Initiative Bremen.

Bewerbungen bis zum 10. Juli 2024 über das Formular auf unserer Webseite:

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Wir benötigen einen kurzen Infotext und mindestens 3 Bilder für die weitere PR zur Verwendung im Internet und auf Instagram sowie eure Kontaktdaten.

Nach Sichtung der Bewerbungen bekommen am 17. Juli (Notification Date) alle Bewerber*innen eine Rückmeldung per E-Mail. Die eingeladenen Aussteller*innen erhalten alle weiteren Informationen und ihnen wird eine Bankverbindung übermittelt. Sobald die Standgebühr eingegangen ist, gelten die Plätze als reserviert.
Das Bremer Zine Festival versteht sich als offener, inklusiver Raum. Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Homophobie, oder jegliche andere Form der Diskriminierung haben  keinen Platz. 

Standgebühr

  • 40,00 € – Tisch (1,80 Meter * 0,8 Meter)

Bewerbung

Festival

  • 25.10. – 27.10.2024

Öffnungszeiten

  • Fr. 14 – 19 Uhr
  • Sa. 11 – 19 Uhr
  • So. 11 – 19 Uhr

Ort

Kontakt

  • bremerzinefestival@kulturbuero-bremen.de

Lesung zur Graphic Novel „Face with Tears of Joy“ von Karla-Jean v. Wissel

Im Juni erscheint die Graphic Novel „Face with Tears of Joy“ von Karla-Jean v.Wissel zum Thema Emojis im Hamburger Indie-Verlag Ankerwechsel. Was steckt hinter den Bildschriftzeichen? Woher kommen sie? Wie nutzen wir sie? Sind Emojis divers und demokratisch? Und funktionieren sie wirklich global?
Autorin Karla-Jean v.Wissel zeichnet sich durch Geschichte, Sprachwissenschaft und Emotionsforschung in der Auseinandersetzung mit einem scheinbar simplen, aber dennoch komplexen Element unserer alltäglichen Kommunikation. 
Die Comicbuch-Lesung mit Gespräch findet am 19. Juni in der Stabi Hamburg im Vortragsraum statt und ist Teil der Reihe indie stabi von der Liste unabhängige Verlage Hamburg (LuV).
Der Comic-Release wird in der Woche vorher, am 13. Juni um 19 Uhr, im Raum für Illustration gefeiert.

Ankerwechsel Verlag

Austellung: ANNA HAIFISCH BIS HIERHIN LIEF’S NOCH GUT

Wir empfehlen den Besuch der Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe. Bei der offiziellen Eröffnung am 5. Juni 2024 ab 19 Uhr sind wir mit einem Büchertisch dabei.
Die Ausstellung läuft vom 6. Juni bis zum 20. Oktober 2024.

„Bis hierhin lief’s noch gut“ – so lautet der Titel der Einzelausstellung der international bekannten Illustratorin und Comiczeichnerin Anna Haifisch (* 1986), die vom 6. Juni bis 20. Oktober 2024 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) präsentiert wird. Mit rund 300 Werken gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in das vielfältige kreative Schaffen von Anna Haifisch: Zu sehen sind
Illustrationen, Drucke, Comics und Zeichnungen sowie von ihr gestaltete Designprodukte. Im Fokus der Zusammenschau von freien und angewandten Arbeiten stehen der künstlerische Entstehungsprozess und die Präsentation neuer Werke wie die Serie „Ready America“ sowie eine zur Ausstellung entstandene Neuproduktion.

Charakteristisch für Anna Haifischs Gestaltung ist das Zusammenspiel von expressiver Farbgebung und fragilem Strich. Ihre Erzählungen zeichnen sich durch den humorvollen wie virtuosen Umgang mit
popkulturellen Versatzstücken aus. Haifisch sieht sich in der internationalen Tradition der sogenannten Funny Animals wie Snoopy aus Charles M. Schulz‘ „Peanuts“ oder der Zeichentrickserie „Looney
Tunes“, die ihr als Inspirationsquelle dienen. In ihren Zeichnungen blicken menschenähnliche, vordergründig harmlose Tierfiguren allegorisch auf die Absurditäten des Lebens. Die scheinbare Albernheit kippt dabei mitunter in eine düstere Melancholie. Die Künstlerin spielt mit visuellen und narrativen Codes aus Design, Comic- und Kunstgeschichte und erschafft somit eine eigenständige
Gestaltungssprache.

BIOGRAFIE
Anna Haifisch (* 1986 in Leipzig) studierte Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2015 erschien ihr erstes Buch „Von Spatz“ (Rotopol), 2016 und 2017 folgen die ersten
Bände der Comicreihe „The Artist“ (Reprodukt). Zuletzt veröffentlichte sie gemeinsam mit Stefanie Leinhos „Gnocchi Gnocchi – who’s there?“ (Colorama, 2020), „Residenz Fahrenbühl“ (Spector Books, 2021), „The
Artist: Ode an die Feder (Reprodukt, 2021) sowie „Chez Schnabel“ (Spector Books, 2022). Ihre Publikationen werden international in mehreren Sprachen verlegt.

Haifisch zeichnete zudem Comicserien für das New Yorker Museum of Modern Art und die US-amerikanische Website VICE.com. Ihre Illustrationen erscheinen zum Beispiel in Texte zur Kunst, The New
Yorker, The Guardian, Süddeutsche Zeitung Magazin, Le Monde, Die Zeit und GUD. Glossary of Undisciplined Design. 2020 wurde Anna Haifisch mit dem Max und Moritz Preis als „Beste deutschsprachige Comickünstlerin“ ausgezeichnet. 2022 erhielt sie für „Chez Schnabel“
die Silbermedaille als „best book design from all over the world“ der
Stiftung Buchkunst.

Anna Haifischs Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen ausgestellt, unter anderem im Kunstverein Erlangen, der Kunsthalle Osnabrück, im Museum der bildenden Künste
Leipzig, im Musée Tomi Ungerer – Centre international de l’illustration in Straßburg, im Museum Folkwang Essen und im Sprengel Museum Hannover.
Im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg waren ihre Arbeiten in den Ausstellungen „Tiere. Respekt/Harmonie/Unterwerfung“ (2018) und „Sesamstraße. 50 Jahre Wer, Wie, Was!“ (2023) zu sehen.

    Judenhass goes Underground – Podiumsgespräch über Antisemitismus in progressiven Strukturen

    Datum: 03.06.2024 19:00 bis 03.06.2024 21:00
    Ort: Uebel & Gefährlich, Feldstraße 66, 20359 Hamburg

    Wir sind mit einem Büchertisch dabei.

    Auf dem Podium:
    Nicholas Potter (freier Journalist, Amadeu Antonio Stiftung)
    Maria Kanitz (Antisemitismusforscherin, Institut für Neue Soziale Plastik)
    Ben Salomo (deutsch-israelischer Rapper, Autor und politischer Bildner)
    Ronya Othmann (Autorin, Journalistin)

    Niemand will Antisemit:in sein. Erst recht nicht in Subkulturen und Bewegungen mit einem progressiven, emanzipatorischen Selbstbild. Judenhass goes Underground – ob Rap gegen Rothschild, DJs for Palestine oder Punks Against Apartheid. BDS, die Boykottkampagne gegen den jüdischen Staat, will nahezu jedes Anliegen kapern, von Klassenkampf bis Klimagerechtigkeit. Altbekannte Mythen tauchen in alternativer Form wieder auf, bei Pride-Demos, auf der documenta oder beim Gedenken an den Terror von Hanau. Und viele Jüdinnen:Juden fragen sich, wo ihr Platz in solchen Szenen sein soll.
    Auch in Hamburg müssen diese Debatten geführt werden: Kampnagel lädt eine Antisemitin als Keynotespeakerin ein, die besten Plätze vor der Bühne von FFF Großdemonstrationen werden von stalinistischen Israelhasser:innen gekapert und an der HfbK durfte Ruangrupa ihr plumpes Weltbild verbreiten und sich weiter weigern, im Judenhass ein Problem zu sehen. Mit der Ausrede, Antisemitismus sei ein rechtes Phänomen, wird oft jegliche Kritik abgeblockt – eine Selbstreflexion findet nicht statt. Mit unseren Gästen wollen wir ausgehend vom Sammelband „Judenhass Underground“ die blinden Flecken im eigenen Milieu besprechen.

    Nicholas Potter ist ein britischer Journalist und schreibt für Medien wie die taz, Tagesspiegel, Haaretz und die Jüdische Allgemeine. Er ist Mitherausgeber des Buches „Judenhass Underground“ über Antisemitismus in emanzipatorischen Subkulturen und sozialen Bewegungen. Er arbeitet als Referent für Antisemitismus bei der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin.

    Maria Kanitz ist Antisemitismusforscherin und arbeitet beim Institut für Neue Soziale Plastik, wo sie das Projekt jüdischer kulturklub ostberlin leitet. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf der Auseinandersetzung mit (israelbezogenem) Antisemitismus im Kunst- und Kulturbetrieb. Sie ist Co-Herausgeberin des Sammelbands „Klaviatur des Hasses – Antisemitismus in der Musik“, (Nomos-Verlag, 2022).

    Ben Salomo ist Rapper und Singer-Songwriter. Der in Israel geborene Musiker und Autor war der erste bekennende Jude in der deutschen Rapszene und darüber hinaus der Gründer des Erfolgsformats „Rap am Mittwoch“. In seiner Musik verarbeitet Ben Salomo seine jüdische und israelische Identität selbstbewusst in seinen Texten. Für sein Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus wurde er mehrfach ausgezeichnet.

    Ronya Othmann ist deutsch-kurdische Autorin und Journalistin aus Leipzig. Sie erhielt u. a. den MDR-Literaturpreis und den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. 2018 war sie Teil der Jury des Internationalen Filmfestivals in Duhok in der Autonomen Region Kurdistan, Irak. In der taz schrieb sie für die Kolumne OrientExpress, seit 2021 schreibt sie in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung die Kolumne Import Export.


    Mit freundlicher Unterstützung der Sozialbehörde Hamburg.

    Präsentiert von Innenrevision Kulturbetrieb & Hamburger Initiative gegen Antisemitismus

    LESUNG: re:claim – VERÄNDERUNG IST DAS WAS EINZIGE BLEIBT

    Datum: 23.05.2024 19:30 bis 23.05.2024 23:00
    Ort: Buchhandlung im Schanzenviertel, Schulterblatt 55, Hamburg

    Buchpräsentation am 23. Mai 2024 mit Jot Vetter bei den Kolleg/innen der Buchhandlung im Schanzenviertel.

    Zum Buch:
    Veränderung ist das Einzige, was bleibt: lässt du dich drauf ein oder ziehst du weg, wenn deine Stadt von Wildtieren und Pflanzen eingenommen wird?
    Die Stadt Zürich in naher Zukunft, bewohnt von Wildtieren, überwuchert von Pflanzen.
    Ja, Menschen sind auch noch da. Ein Leben, in dem die Veränderung das Einzige ist, was bleibt, Freiräume neu gestaltet werden und die Politik die Kontrolle über die zugewanderten Tierbürger*innen verloren hat. Aber wer ist hier zugewandert und wer alt eingesessen? Wer profitiert und wer bleibt auf der Strecke? Bleiben alte Machtstrukturen bestehen?
    In der Neuerzählung von Franz Hohlers Die Rückeroberung (1982) werden die Verhältnisse neu gemischt und die Rollen neu verteilt. Mittendrin Sam, Adri und Mo deren Leben in einem besetzten Haus mitten im Zürcher Kreis 5 durch die Ereignisse ins Wanken gerät.
    Wenn Wolfsangriffe und mutierende Pflanzen zum Alltag werden, wie verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen? Schauen Menschen nur noch für sich oder stärkt sich das solidarische Miteinander?

    Jot Vetter … geboren in Zürich, lacht, lebt, illustriert in Hamburg und befasst sich in diesem Rahmen mit Zeichnungen, Comic, Handlettering, Grafik und Medienillustration. Gelernter Schrift- und Reklamengestalterin (Werbetechniker*in) seit 2003. Arbeitet selbstständig im Bereich Grafik/Illustration und zeichnet Comics – freut sich über jeden sonnigen Tag im Norden.

    Comic Workshop zum Thema Storytelling

    Datum: 11.05.2024 15:00 bis 11.05.2024 15:00
    Ort: Zentralbibliothek · Hauptdeck, E1

    Anmeldung unter diesem Link.

    In diesem Comicworkshop setzen wir eigene Erlebnisse aus dem alltäglichen Stadtleben in Comics um. Wir gehen davon aus, dass Ereignisse und Beobachtungen nicht spektakulär sein müssen, um erzählenswert zu sein. Wir machen heitere Zeichenübungen und arbeiten gemeinsam an individuellen Comics. Dafür nutzen wir nur einfache, analoge Werkzeuge: Bleistifte, Buntstifte, Filzer und Papier. Material ist vorhanden und muss nicht mitgebracht werden. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, einzige Voraussetzung ist die Lust am Geschichten erzählen.

    Dieser Workshop richtet sich an alle interessierten Menschen ab 16 Jahren. Der Eintritt ist frei.

    Die Hamburger Comiczeichnerin Helena Baumeister war einige Jahre lang im Leitungsteam des Comicfestival Hamburg aktiv. Für ihr Comic-Debüt „oh cupid“ erhielt sie 2021 den Hamburger Literaturpreis als „Bester Comic“.

    Bubette stellt aus!

    Datum: 04.05.2024 19:00 bis 19.05.2024 22:00
    Ort: Galerie Gemüse, Lange Straße 3, 20359 Hamburg

    Das Duett Bubette besteht mit diesem Namen seit Frühling 2021. Helena Baumeister und Jill Pastore haben sich in ihrem Illustration-Studium an der HAW Hamburg kennengelernt und zeichnen zusammen.
    Mit links und mit rechts; mit Filzern, Bleistift, Tinte und Acryl. Jill & Helena zeichnen gleichzeitig, abwechselnd und parallel. Eine Figur wird angefangen und von der Anderen fertig gezeichnet, ein Fleck wird durch den Pinselstrich der Nächsten zu einem Hut. Ein Kreis wird zum Bauch. Ein Blatt wird um 180 Grad gedreht.
    Am 4. Mai lädt das Duett sehr herzlich zur Eröffnung der Bubette Ausstellung in der Galerie Gemüse ein. Es locken ungewöhnliche Formate, leckere Drucke und sogar eine tolle Überraschung!

    Ausstellung vom 5. bis 19. Mai 2024
    Eröffnung: 4. Mai 2024 um 19 Uhr

    Comics an der Schnittstelle zwischen Reportage und Autofiktion: Begegnung mit Jérémie Dres

    Datum: 17.04.2024 19:00 bis 17.04.2024 20:30
    Ort: Institut français Hamburg, Heimhuder Straße 55, 20148 Hamburg

    Jérémie Dres lebt und arbeitet zur Zeit in Hamburg. In seinen Werken vermischen sich Autofiktion und dokumentarische Comics. Er hat mehrere Graphic Novels gechrieben, darunter Nous n’irons pas voir Auschwitz (Cambourakis, 2011), Si je t’oublie Alexandrie (Steinkis, 2016) und Le jour où j’ai rencontré Ben Laden (Delcourt, 2021). Parallel dazu erstellt er kurze Comics-Reportagen für die Presse in Zeitschriften wie XXI, Neon, Phosphore oder Muze
    Das Treffen am 17. April wird sich auf seine Werke Nous n’irons pas voir Auschwitz und Si je t’oublie Alexandrie sowie auf die Themen Reportage und Autofiktion in Comics konzentrieren.

    Nous n’irons pas voir Auschwitz ist die erste Graphic Novel von Jérémie Dres. Auf den Spuren ihrer verstorbenen Großmutter erforschen der Autor und sein Bruder ihre Wurzeln in Polen. Diese familiäre Suche ermöglicht es ihnen, die heutige polnisch-jüdische Gemeinschaft kennenzulernen. Durch eine Vielzahl von Begegnungen – mit der jungen Generation polnischer Künstler in Warschau, mit einem progressiven amerikanischen Rabbiner oder auch mit dem Historiker Jean-Yves Potel – entsteht in dieser intimen Erzählung ein modernes und kontrastreiches Bild der neuen jüdischen Gemeinschaft in Polen. Über eine einfache Erinnerungsarbeit hinaus wird das, was die beiden Brüder entdecken, ihre Identität tiefgreifend bereichern, Licht in die jüdisch-polnischen Beziehungen bringen und die Vorurteile, die ihnen in ihrer Kindheit vermittelt wurden, insbesondere den Antisemitismus, in Frage stellen. 

    Nachdem er in Nous n’irons pas voir Auschwitz den polnischen Zweig seines Stammbaums erforscht hat, verspürte Jérémie Dres das Bedürfnis, mehr über seine ägyptischen Wurzeln zu erfahren, und reiste mit seiner Mutter nach Alexandria, um dort Nachforschungen anzustellen. Daraus entstanden ist Si je t’oublie Alexandrie im Jahr 2018.

    Moderation: Dr. Sébastien Rival, Institut für Romanistik
    Dolmetscherin: Svenja Huckle

    Veranstaltung in französischer Sprache mit konsekutiver Übersetzung ins Deutsche.
    Eintrittspreis: 5 € (nur Abendkasse)

    Comicbuchpreis Berthold Leibinger Stiftung

    Der Comicbuchpreis geht in eine neue Runde. Bewerbungen sind bis 30. Juni 2024 möglich.
    Der Preis wird seit 2014 jährlich für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic vergeben, dessen Fertigstellung absehbar ist.
    Der Comicbuchpreis ist mit 25.000 EUR dotiert. Die Preisträgerin/der Preisträger erhält neben dem Preisgeld eine Skulptur und eine Urkunde. Neben dem Preisträgerband würdigt die Jury außerdem bis zu neun weitere gute Bewerbungsarbeiten. Die so ausgewählten Künstlerinnen und Künstler erhalten 2.500 Euro, eine Urkunde und eine kleine Skulptur.

    1. März 2024: Bewerbungsbeginn 2025
    1. Juni 2024: Bewerbungsschluss 2025
    1. April 2024: Preisverleihung 2024

    Alle Informationen finden sich auf den Seiten der Berthold Leibinger Stiftung.

    © Grafik: Comicfestival Hamburg

    Closure #10 ist online

    Themenschwerpunkt der 10. Ausgabe von CLOSURE beschäftigt sich mit dem Meer und seiner vielfältigen Darstellung und Bedeutung im Medium Comic. Das Meer funktioniert in der Literatur und der bildenden Kunst immer wieder als Ort der Sehnsucht, aber auch als Bühne großer Abenteuer. Klassische Geschichten von Forscher_innen und Entdecker_innen, von Captain Ahab und seiner Jagd auf Moby-Dick, zu Captain Nemos Reise 20.000 Meilen unter das Meer sind mittlerweile als Comicadaptionen erschienen, aber auch neue Comics verschiedenster Genres nutzen das Meer als Handlungsschauplatz, Metapher, Chronotopos, oder erforschen die ästhetischen, ökonomischen, politischen, historischen oder ökologischen Dimensionen der Ozeane. Als Ursprungsort des Lebens fasziniert das Meer ebenso wie als Quelle von Gefahr und Vernichtung, als Erholungsgebiet genau wie als Schauplatz historischer und gegenwärtiger Schrecken von Flucht und Vertreibung. Die Tiefsee als Region verborgenen Wissens und unbekannter, monströser Schrecken hat Comiczeichner_innen ebenso inspiriert wie die Zerstörung dieser Ökosysteme durch Klimawandel, Umweltverschmutzung und Ausbeutung mit ihren schwerwiegenden Folgen.

    Hier gehts zur aktuellen Ausgabe!

    CLOSURE #10 stellt die Frage, über welche spezifischen Darstellungsmittel der Comic verfügt, um sich dem globalen Ozean zu nähern. Dabei geht es nicht nur um einen thematischen Fokus auf wässrige Räume, sondern auch um die Medienökologie graphischen Erzählens und um den Raum, den das Zeichengeflecht des Comics umreißt. Wenn das Meer wie ein »Abgrund der Repräsentierbarkeit« (Blum 2010) erscheint, versprechen die lose zusammenhängenden Formen des Comics einen ganz eigenen Zugang zur scheinbaren Unergründlichkeit: In den Panels zeigt sich ein Ausschnitt des ozeanischen Ganzen, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es geht uns um den Comic als bewegliches Medium für einen fluiden Raum, um ein Bildsystem für das Ozeansystem – und zugleich um eine transkulturell adaptierbare Form, die globale Zugänge auf das wässrige Anthropozän erlaubt. Wie also rekonstruieren Comics das ozeanische Wissen und nehmen dabei sowohl die Metaphorik des Alternativraums ›Meer‹ in den Blick als auch die Versuche, sich im graphischen Medium der Realität, politischen Aushandlung, materiellen Veränderung und historischen Verfasstheit des Ozeans zu nähern? Die Beiträge in CLOSURE #10 rekonstruieren nicht nur die Darstellung des Meeres, sondern zielen vielmehr auf comicspezifische Oceanic Studies: Eine Suche nach »Oberflächen, Tiefen und extraterrestrischen Dimensionen planetarischer Ressourcen und Relationen« (Blum 2010) in Panels und Sprechblasen, Bild und Schrift, Diagramm und Cartoon.

    Indiebookday 2024

    Am 16. März ist Indiebookday und diesen schönen Tag begehen wir mit einer Wand voller Bücher von Comiczeichnerinnen, die alle beeinflusst sind von Anke Feuchtenberger – alle verlegt in unabhängigen Verlagen. Ihr Buch „Genossin Kuckuck“ ist selbst dieses Jahr frisch für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik nominiert – als erstes Comic überhaupt. Wir versuchen mit dieser Auswahl einen kleinen Einblick zu geben, wie groß ihr Einfluss speziell auf die Hamburger Comicszene ist. Alle hier vorgestellten Künstlerinnen haben ihr Handwerk bei ihr gelernt und verfeinert. Wahrscheinlich passt auch eher das Bild eines Flußdeltas, wenn man weiter darüber nachdenkt, wen und was diese außergewöhnliche Künstlerin alles beeinflusst hat.

    Worum geht’s beim Indiebookday?

    Ihr liebt schöne Bücher.
    Am Indiebookday könnt Ihr das allen zeigen. Es geht ganz einfach:

    Bestellt Euch zum 16.03.2024 über eine Buchhandlung Eures Vertrauens ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen.
    Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat) oder einem Blog Eurer Wahl mit „#indiebookday“. Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.

    Schon der erste Indiebookday 2013 bekam in den deutschsprachigen Ländern große Aufmerksamkeit. 2014-2019 kamen dann auch Teilnehmer in UK, Italien, den Niederlanden, Portugal und sogar Brasilien dazu. 2020 bis 2022 fand der Indiebookday wegen Corona zumeist online statt, 2023 dann wieder vermehrt in den Buchhandlungen. Wir sind gespannt auf 2024!

    Hashtag: #indiebookday

    Zum Hintergrund

    Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

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