Sprechende Bilder – 10. Graphic Novel Tage

Datum: 21.03.2022 19:00 bis 24.03.2022 19:00
Ort: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38

Wie die Zeit vergeht! In diesem Jahr stellen wir bereits zum zehnten Mal das Programm der Graphic Novel Tage vor! Die Veranstaltung wird von Andreas Platthaus (FAZ) kuratiert und findet im Literaturhaus Hamburg statt.

Unter dem Motto „Sprechende Bilder“ sind für die diesjährigen Graphic Novel Tage endlich wieder Live-Events mit anwesenden Gästen geplant. Neben den Präsenzveranstaltungen sind alle Events aber auch digital per Stream zugänglich. Die Streams der einzelnen Veranstaltungen werden jeweils 72 Stunden lang verfügbar sein.

!!! Wir verlosen für jeden Abend drei mal zwei Karten für die Veranstaltungen im Literaturhaus vor Ort und zusätzlich drei Festivalstreamingpässe mit Zugriff auf alle Veranstaltungen live und bis zu 72 Stunden später.
Bitte schickt uns bis Donnerstag (17.3.) um 10 Uhr eine Email mit der Betreffzeile „Verlosung“ und nennt uns die Veranstaltung, die Ihr gerne besuchen möchtet mit Datum und Gästen bzw. das Stichwort „Streamingpass“, falls ihr online dabei sein wollt.
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Das Programm 2022

COMIXX MIT KLASSE – Ein Graphic-Novel-Projekt für Migrantinnen und Migranten an Berufsschulen
Literaturhaus, Montag, 21. März 2022, 17 Uhr
Laudatio: Andreas Platthaus – Moderation: Julia Freienberg

Steven Appleby und Lukas Kummer – Ins wahre Ich hineinzeichnenn
Literaturhaus, Montag, 21. März 2022, 19 Uhr
Moderation: Andreas Platthaus – Dolmetscherin: Rasha Khayat

Zum Auftakt werden Steven Appleby aus London und Lukas Kummer aus Wien auftreten. Appleby ist seit ihren Comicstrips um Captain Star und »Normal Life« eine Ikone des britischen Comics – und auch eine Ikone der dortigen Transszene. Mit »Dragman« (Schaltzeit) erschien kürzlich Applebys erste Graphic Novel: die unglaublich komische und bewegende Geschichte eines Crossdressing-Superhelden, in die viel Persönliches eingeflossen ist.
Lukas Kummer ist berühmt geworden durch sein Wagnis der Adaption von Thomas Bernhards fünfändiger autobiografischer Erzählung, von denen drei (»Die Ursache«, »Der Keller« und »Der Atem«) bereits erschienen sind. Mit »Prinz Gigahertz« (Zwerchfell Verlag) hat der Wiener Zeichner aber auch etwas ganz anderes geschaffen: eine wilde Fantasy-Geschichte im Stil von Moebius. Beide Gäste des Abends feiern in ihren Comics die individuelle Befreiung aus den Zwängen einer konformen und komfortablen Gesellschaft.

Chen Jianghong und Ole Könnecke – Grenzen überwinden
Literaturhaus, Dienstag, 22. März 2022, 19 Uhr
Moderation: Andreas Platthaus – Dolmetscher: Didier Gammelin

Chen Jianghong wurde in China geboren, doch seit 35 Jahren lebt er in Europa, zumeist in Paris. Seine Bilderbücher sind internationale Bestseller; sie machen die klassische chinesische Ästhetik für ein junges westliches Publikum zugänglich. Mythen der alten Heimat des Zeichners treffen auf die Freiheit der neuen, und mit seinem autobiografischen Buch »An Großvaters Hand – Meine Kindheit in China« (Moritz) hat Chen auch eine Geschichte erzählt, für die er sich der Prinzipien des Comics bedient.
Mit ihm zusammen tritt Ole Könnecke auf, der zwar in Deutschland geboren wurde, aber in Schweden seine Kindheit verlebte, bevor er nach Hamburg zog. Mit seinen Bilderbüchern ist er mittlerweile in Frankreich, dem Mekka grafischen Erzählens, erfolgreicher als hierzulande, und auch er hat darunter eines, »Doktor Dodo schreibt ein Buch« (Carlsen), das nicht nur Comic-Elemente benutzt, sondern sogar ein echter Comic ist. Über das, was Bilderbuch und Comic miteinander zu tun haben, wird es gehen.

Signierstunde mit Nate Powell und Moritz Wienert
Strips & Stories, Mittwoch, 23. März 2022, 17 Uhr

David B. und Markus Färber – Offenheit im Schutz des Comics
Literaturhaus, Mittwoch, 23. März 2022, 19 Uhr
Moderation: Andreas Platthaus – Dolmetscher: Didier Gammelin

David B. verdanken wir eine der wichtigsten Erzählungen der Comic-Geschichte: »Die heilige Krankheit« (Edition Moderne), fünf Bände über das Leben seines epilepsiekranken Bruders und die Folgen daraus für die Familie. Doch das inhaltliche Spektrum des französischen Zeichners ist breit: Fantasy, Historiografie oder Künstlerporträts gehören dazu. Unverkennbar sein Stil: Meist in tiefschwarzer Tusche vermischt er Einflüsse aus mythologischen und kunstgeschichtlichen Überlieferungen aus dem Orient mit expressionistischer und surrealistischer Bildersprache sowie Motiven der Traumdeutung.
Zu ihm stößt der Leipziger Zeichner Markus Färber, der zusammen mit seiner Schwester Christine Färber gerade die Geschichte vom Suizid seines Vaters veröffentlicht hat: »Fürchtetal« (Rotopol). Auch er führt vor, wie offen man im Schutz des Comics über Privatestes reden kann. Und mit seinem Debüt »Reprobus« hat er ebenfalls großes Interesse an Mythendarstellung dokumentiert.

Nate Powell und Franziska Becker – Meine Comics bleiben politisch!
Literaturhaus, Donnerstag, 24. März 2022, 19 Uhr
Moderation: Andreas Platthaus – Dolmetscherin: Rasha Khayat

Nate Powell versteht sich als politischer Aktivist, und so zeichnet er auch seine Comics: als Kämpfer gegen die reaktionären Kräfte in den Vereinigten Staaten, zumal angesichts von Donald Trump. Sein Comic »Save It for Later« (Carlsen), jüngst auch in Deutschland erschienen, erzählt autobiografisch von diesem Kampf. Mit »March«, der dreibändigen Biografie des berühmten Kongressabgeordneten John Lewis, lieferte er als weißer Autor der schwarzen Bürgerrechtsbewegung eine Hommage.
Zusammen mit ihm wird Franziska Becker auftreten, von der ersten Ausgabe an Stammzeichnerin der »Emma« und damit Aushängeschild des feministischen Comics. Mit »Walkyrax« (Arboris) lieferte sie eine aberwitzige Parodie auf »Asterix« und zugleich eine Streitschrift für Emanzipation. Die Hälfte ihrer Zeit lebt und arbeitet Franziska Becker in Amerika. Beide Künstler dieses Abends sind aus den unterschiedlichsten Richtungen für ihr politisches Engagement angefeindet worden; beide lassen sich davon nicht beeindrucken.

Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Tickets können über das Literaturhaus Hamburg gebucht werden.

Eintritt: € 12,–/8,–/Streamingticket 5,–

DAS Geschenk: persönlich signierte Bücher von Hamburger Comiczeichner*innen

Datum: 15.11.2021 00:00 bis 02.12.2020 12:00
Ort: Strips & Stories

Wir freuen uns sehr, dieses besondere Angebot auch in diesem Jahr möglich machen zu können: viele Hamburger Zeichner*innen haben zugesagt, in der Vorweihnachtszeit Bücher exklusiv für Euch zu signieren.
Wer mit dem Format nicht vertraut ist: das Buch wird mit einer kleinen Zeichnung und einer Widmung (an Euch persönlich oder die beschenkte Person) versehen. Echte kleine Kunstwerke nur für Euch!

Mit dabei sind Jutta Bauer, Helena Baumeister, Benedict Beck, Wiebke Bolduan, Hannah Brinkmann, Tanja Esch, Kristina Gehrmann, Jul Gordon, Sascha Hommer, Line Hoven, Jule K., Kathrin Klingner, Isabel Kreitz, Noëlle Kröger, Mia Oberländer, Jan Soeken, Fabian Stoltz, Birgit Weyhe und Lena Winkel.

Signatur
Kathrin Klingner

Ab sofort bis zum 2. Dezember um 12.00 Uhr können die Bücher bei uns vorbestellt werden. Persönlich, telefonisch (040 / 3807 4009) oder per Mail unter info@strips-stories.de . Im Anschluss werden die Bücher von den Comiczeichner*innen signiert und können ab dem 9.12. bei uns abgeholt werden.

NEU NEU NEU NEU NEU
Dieses Jahr bieten wir auch den Versand für Personen außerhalb Hamburgs an. Für eine Versandpauschale von 5 Euro verschicken wir die signierten Bücher ab 9. Dezember an eure Wunschadresse innerhalb Deutschlands. Versand- und Rechnungsadresse nicht vergessen!
Leider ist ein Versand ins Ausland nicht möglich.

Bitte nennt uns bei der Vorbestellung den Titel des Buches und den Namen der Person(en), für die die Widmung sein soll.

Beispiel: Corona Diaries: „Für Corin, Carrie & Janet“

Wir versuchen alle Wünsche zu erfüllen, behalten uns aber bei sehr vielen Anfragen vor, die Anzahl der signierten Bücher zu limitieren.

Alle lieferbaren Titel der beteiligten Zeichner*innen können angefragt werden. Bei Fragen hierzu helfen wir natürlich gerne weiter.

Neuheiten 2021

Signatur von Jan Soeken

  • Jutta Bauer: Corona Diaries (Kibitz Verlag) 18 €
  • Helena Baumeister: okcupid 4 (DIY) 15 €
  • Benedict Beck: Unterwasser (DIY) 15 €
  • Hannah Brinkmann u.a.: Nächstes Jahr in. Comics und Episoden des jüdischen Lebens (Ventil Verlag) 25 €
  • Tanja Esch: Wahrheit oder Quatsch? (Klett Kinderbuch) 14 €
  • Kristina Gehrmann: Bloody Mary. Die Geschichte der Mary Tudor (Carlsen) 28 €
  • Jul Gordon: Der Park (Mami Verlag) 23 €
  • Line Hoven: Auf Wiedersehen in Kenilworth (mit Peter Rühmkorf, Schöffling) 20 €
  • Jule K.: Don’t Work Bitch (Cherry Grrrl Comics) 12 €
  • Noëlle Kröger: Valerio, Valerio, Leonce und Lena (DIY) 18 €
  • Mia Oberländer: Anna (Edition Moderne) 25 €
  • Jan Soeken: Slocum (avant-verlag) 22 €
  • Fabian Stoltz u.a.: Große Freiheit, Episode 3 – (DIY) 7 € und
    Große Freiheit Volume 1 (mit den Episoden 1 & 2) ebenfalls erhältlich für 12 €
  • Lena Winkel: Luftpiraten #2 Im Himmel ist die Hölle los (Ueberreuter) 14,95 € und
    Finnja Feentochter und die sieben Gefährten (Ueberreuter) 16,95 € und
    Der Müdere gibt nach (Betz) 14,95 € und
    Mach’s gut, Eichhörnchen! (Thienemann) 14 €

DIY: Fanzines und Smallpress

Wiebke Bolduan
– About a Koi (DIY) 12 €
– Destress your life (DIY) 10 €
Jul Gordon
– Und, was habta jetzt vor? (Räuberpresse)
20 €
– Kisses like that (Kontaktcenter) 6 €
Noëlle Kröger
– Das Unbehagen des guten Menschen (DIY) 20 €
Lena Winkel
– Ruka (DIY) 10 €
– Mach’s gut (DIY) 5 €

Weitere verfügbare Titel (Auswahl):

Hannah Brinkmann
– Gegen mein Gewissen (avant-verlag) 30 €

Tanja Esch
– Supercool. Eine Grundschulgeschichte (jaja) 13 €
– Du kannst natürlich heute noch hier schlafen (jaja) 12 €
– So un annersrüm. Das kleine Hamburg-Buch der Gegensätze (Junius) 12 €
– Plattkinner mit Audio CD. Neue plattdeutsche Songs für Hamburg und den Norden (Junius) 19,90 €

Sascha Hommer
– Spinnenwald (Reprodukt) 18 €
– In China (Reprodukt) 20 €
– Dri Chinsin (Reprodukt) 14 €

Line Hoven
– Paargespräche (mit Jochen Schmidt, Beck) 18 €
– Liebe schaut weg (Neuauflage Reprodukt) 20 €

Kathrin Klinger
– Katze hasst Welt (Reprodukt) 18 €
– Über Spanien lacht die Sonne (Reprodukt) 18 €

Isabel Kreitz
– Rohrkrepierer (Carlsen) 26,99 €
– Haarmann (Carlsen) 19,90 €
– Pünktchen und Anton + Das doppelte Lottchen + Emil und die Detektive (Atrium) je 16 €

Birgit Weyhe
– Unterm Birnbaum (Carlsen) 12 €
– German Calender, No December (avant-verlag) 22 €
– Madgermanes (avant-verlag) 24,95 €
– Ich weiß (avant-verlag) 22 €
– Im Himmel ist Jahrmarkt (avant-verlag) 22 €
– Reigen (avant-verlag) 19,95 €

Alarm! Die Comicgruppe stellt aus

Die Kinder der Comicgruppe aus dem Kölibri präsentieren ihre neusten Zeichnungen und Comics. Noch bis 20. November gibt es Hefte und viele tolle Zeichnungen zu bewundern. Geht euch das anschauen!

Wo? Im RFI in der Paul-Roosen-Straße 4

Die Comicgruppe wird betreut von Jul Gordon, Eva Müller, Mia Oberländer und Julian Fiebach

Charlotte Perriand – Pionierin des Alltagsdesigns

Viele Leute haben sich bei uns schon diese tolle Biografie aus dem Hause Reprodukt geholt. Charles Berberians Buch macht unglaublich neugierig auf diese spannende Designerin und Architektin. Wer sich noch mehr mit ihrem Schaffen und ihrem Lebensentwurf beschäftigen möchte: wir empfehlen ergänzend zum einen den Band von Laure Adler mit vielen Texten und Fotos, sowie einen Dokumentarfilm auf Arte!

Hier geht’s zu den Arte Videos

Eine Sammlung von Kurzfilmen zu ihren avantgardistischen Design Ideen hier

Und einen Dokumentarfilm über Charlotte Perriand hier.

Eine neue Folge HÖRSTOFF

In dieser Folge ist Daniel Hagemann, Inhaber der Bücherstuben, zu Gast bei und im Gespräch mit dem Fuhlsbüttler Autoren Stefan Iserhot-Hanke und seiner Frau Christina Iserhot. Er redet über seine Bücher und seine Art zu Arbeiten, es geht um Selfpublishing und natürlich um Literatur, die Stefan empfiehlt. Am Ende gibt es dann natürlich noch ein paar schnelle Buchtipps.

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Weitere Informationen
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Incels – Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults

Datum: 18.11.2021 20:00
Ort: BARBONCINO zwölphi

Lesung & Gespräch mit Veronika Kracher
Moderation: Olaf Kistenmacher

»Incels« ist die Kurzform für »Involuntary Celibates« – unfreiwillig im Zölibat Lebende. Sie treffen sich in Onlineforen und auf Imageboards und lamentieren darüber, keinen Sex zu haben, obwohl dieser ein naturgegebenes männliches Grundrecht sei. Im mildesten Falle artikuliert sich ihr Denken in Depressionen und Selbstmitleid, im schlimmsten Falle in der Glorifizierung von Kindesmissbrauch, sexueller Gewalt oder dem Femizid. Incels sind jedoch keine »schwarzen Schafe« oder »Ausnahmeerscheinungen« innerhalb der kapitalistisch-patriarchalen Verhältnisse, sondern Ausdruck einer Gesellschaft, in der die Abwertung des Weiblichen an der Tagesordnung ist.Obwohl Incels schon zahlreiche Gewalt- und Terrorakte begangen haben, wird das Phänomen gerade im deutschsprachigen Raum bisher nur sehr oberflächlich analysiert. Dieses Buch, das die Geschichte der Bewegung nachzeichnet, die Memes und Sprache der Incels erklärt, ihre Ideologie analysiert und eine sozialpsychologische Auseinandersetzung mit diesem Online-Kult anstrebt, wird diese Lücke füllen.Ort: Barboncino Zwölphi

Einlass: 20:00
Eintritt: 8€
Coronabestimmungen: 2G – (zusätzlich werden alle Besucher*innen gebeten, sich vor der Veranstaltung tagesaktuell testen zu lassen)

Veranstalter:innen: Ventil Verlag, Strips & Stories und Zardoz Records

Comic-Residenz Hamburg-Marseille

EN DEHORS DE LA BULLE. COMICRESIDENZ 2022 – NEUES RESIDENZFORMAT FÜR HAMBURGER COMICKÜNSTLER*INNEN IN MARSEILLE

Dieses neue Residenzformat – eine Kooperation der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, dem literarischen Residenzprogramm von La Marelle, dem Comicfestival Hamburg und dem Goethe-Institut Marseille – dient der Stärkung des internationalen Austauschs im Bereich Literatur zwischen den Partnerstädten Marseille und Hamburg.

Für die erste Edition des bilateralen Residenzprogramms, das im Frühjahr 2022 in Marseille bereits anläuft und in Hamburg noch in Planung ist, steht die junge Comicszene der beiden Hafenstädte im Fokus. Das Programm bietet sowohl deutschen als auch französischem Autor*innen die Gelegenheit zu einem Arbeitsaufenthalt im jeweiligen Partnerland. 
Für die Residenz in Südfrankreich konnten die Rencontres du 9e Art in Aix-en-Provence als Partner gewonnen werden. Eine Teilnahme am Comic-Festival im Rahmen der Residenz ist vorgesehen. 


Leistungen

  • Arbeitsstipendium in Höhe von 1500 €
  • mietfreie Bereitstellung einer Wohnung in Marseille sowie Reisekosten für die An- und Rückreise
  • Betreuung vor Ort und Herstellung von Kontakten zur lokalen Literatur- und Kulturszene durch La Marelle und das Goethe-Institut Marseille 
  • Resident*innen können mit Kind anreisen. Eine Kinderbetreuung kann jedoch nicht gewährleistet werden.
  • Leichte Anpassungen in der individuellen Planung des Residenzzeitraumes (Mitte April bis Ende Mai) sind möglich. Die Residenz kann jedoch nicht in mehrere Aufenthalte aufgeteilt werden.

Voraussetzungen

Für das Residenzprogramm können sich Comic-Künstler*innen mit Wohnsitz Hamburg bewerben. Eine bereits begonnene professionelle Laufbahn mit entsprechenden Publikationen ist von Vorteil. Studierende sollten sich in einem vorangeschrittenen Stadium ihres Studiums befinden.

Die Ausschreibung ist für künstlerische Vorhaben in allen thematischen Bereichen geöffnet. Ein Interesse für Marseille, die dortige Kunst- und Comicszene oder die Stadt selbst ist erwünscht.

Das künstlerische Projekt sollte sich entweder im Anfangsstadium oder im laufenden Schaffensprozess befinden. Von der Einreichung bereits fast vollendeter Projekte wird abgeraten.  

Das Beherrschen der englischen Sprache ist Voraussetzung, französische Sprachkenntnisse sind von Vorteil.

Bewerbungsmodalitäten

  • formloses Anschreiben mit Kontaktdaten
  • Lebenslauf (max. 2 Seiten)
  • Motivationsschreiben mit Projektskizze (1-2 Seiten)
  • Portfolio von max. 10 MB 

Wir bitten um gebündelte Einreichung der Bewerbung in Form von max. 2 PDF-Dateien. Die Bewerbungen müssen in englischer oder französischer Sprache eingereicht werden. Eine Übersetzung des künstlerischen Dossiers ist nicht notwendig.

Die Auswahl der Resident*innen erfolgt durch eine Fachjury, mit Expert*innen und Partner*innen beider Standorte. Die/der finale Resident*in wird bis Ende Dezember 2021 informiert.

Einsendung der Unterlagen und Nachfragen bitte per Mail an:
comic-marseille@goethe.de

Einsendeschluss 30.11.2021

Schaufensterausstellung: „Der Park“ von Jul Gordon (MamiVerlag)

Die Hamburger Comiczeichnerin Jul Gordon präsentiert in einer Schaufensterausstellung ihr dieses Jahr veröffentlichtes Buch „Der Park“, erschienen im MamiVerlag.



Zum Buch: Ein Multiple Sklerose Patient mit Hang zum Schießen, seine Krankengymnastin, die mit einer Katze lebt, Isselschweine und viele weitere Charaktere bilden eine autarke Gesellschaft, die ein gemeinsames Schicksal teilen. In Der Park erzählt Jul Gordon mit zeichnerischer Einfühlsamkeit und ihrem einzigartigen Stil von einer Gemeinschaft, die in gegenseitiger finanzieller und emotionalen Abhängigkeit eine Wohnanlage mit Grünflächen und einem Teich bewohnen. Der Park wurde für den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung nominiert und zuerst bei dem französischen Independent Verlag Association Na publiziert.

Zuletzt wurde das Buch von Andreas Platthaus (FAZ) besprochen.

Mehr Informationen zur Woche unabhängiger Buchhandlungen.

Ausstellung »Drawing Dante« im Istituto Italiano di Cultura Hamburg

Datum: 05.11.2021 19:00 bis 05.12.2021 16:00
Ort: Istituto Italiano di Cultura Hamburg, Hansastraße 6, 20149 Hamburg

Eröffnung der Ausstellung mit Werken von 73 italienischen und internationalen Illustratorinnen und Illustratoren am Freitag, 5. November um 19.00 Uhr. Der Kurator Matteo Stefanelli, künstlerischer Leiter von COMICON, und die Autoren Gabriella Giandelli und Spugna sind zur Vernissage anwesend.

In der Geschichte der italienischen Kultur stellte Dante Alighieris Göttliche Komödie ein entscheidendes Vorbild dar: nicht nur für das literarische Schaffen, sondern auch für das bildnerische Gestalten. Erste handschriftliche Exemplare mit Illustrationen stammen aus dem 14. Jahrhundert. Sandro Botticelli schuf einen Bilderzyklus zur Divina Commedia und illustrierte jeden der 100 Gesänge auf einem eigenen Blatt. Der einflussreiche französische Maler und Grafiker Gustave Doré hat Dantes Werk auf bahnbrechende Weise illustriert.
Noch heute ist die Begegnung von Comiczeichnern und Göttlicher Komödie das, was sie schon immer war: Gelegenheit und Herausforderung in einem. Das erklärt, warum Dantes Werk bereits tausendfach Bearbeitung im Comic-Genre erfahren hat; viele der Interpreten zählen zu den namhaftesten Vertretern der neunten Kunst.
»Drawing Dante« ist nicht einfach eine Ausstellung zu Ehren des Dichters, sondern ein echtes Projekt künstlerischer Produktion. Manuele Fior, Fabiana Fiengo, Giulio Rincione, Spugna, Gabriella Giandelli, Eliana Albertini, Giacomo Gambineri, Silvia Rocchi, Lorenzo “LRNZ” Ceccotti, Elisa Macellari, Tommy Gun, Vincenzo Filosa: Jeder der zwölf in „Drawing Dante“ ausgestellten Zeichner, die einen Querschnitt der herausragenden Qualität und der mehrere Generationen umfassenden Vielfalt des italienischen Comics heute darstellen, wurde eingeladen, der eigenen Inspiration freien Lauf zu lassen und in seiner Arbeit eine Art persönliche „Verwurzelung“ in der dantischen Welt zum Ausdruck zu bringen.

Mit hunderten von Bearbeitungen unterschiedlichster Art reiht sich der italienische Comic in eine reiche internationale Entstehungsgeschichte ein. Darunter ist insbesondere „L’Inferno di Topolino“ (Mickey’s Inferno) von Guido Martina und Angelo Bioletto zu nennen, ein echtes Juwel gezeichneter Komik, das in der Nachkriegszeit maßgeblich zur Popularität der Commedia bei einem jungen Publikum beigetragen hat. Auch weitere Meister des Comics, der Illustration und der Grafik – wie Moebius, Lorenzo Mattotti, Milton Glaser, Seymour Chwast – oder der einflussreiche Mangaka Go Nagai haben die Göttliche Komödie bildnerisch umgesetzt.
Mit ihrem beachtlichen künstlerischen und produktiven Impetus möchte „Drawing Dante“ das Erbe dieser Entwicklung dokumentieren und gleichzeitig einen Kreuzungspunkt zeitgenössischer ikonografischer Kultur wiederbeleben: die Göttliche Komödie als treibende kreative Kraft für den italienischen Comic. Ein bewährter Weg, der nach wie vor lebendig ist. [Matteo Stefanelli, Co-Kurator]
Ergänzt wird die Schau durch 54 Illustrationen aus dem Projekt „Uno, nessuno e centomila volti“, für das 150 Künstler aus verschiedensten Sparten den großen Dichter Dante Alighieri portraitiert haben.
Organisiert mit COMICON in Zusammenarbeit mit den Italienischen Kulturinstituten Paris, Marseille und Straßburg.

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Drawing Dante: Manuele Fior, Fabiana Fiengo, Giulio Rincione, Spugna, Gabriella Giandelli, Eliana Albertini, Giacomo Gambineri, Silvia Rocchi, Lorenzo “LRNZ” Ceccotti, Elisa Macellari, Tommy Gun, Vincenzo Filosa

Dante-Comics – Italienische Tradition und internationale Größen: Illustrationen von Lorenzo Mattotti (L’Inferno, Divina Commedia), Guido Martina & Angelo Bioletto (L’Inferno di Topolino ), Milton Glaser (Purgatorio), Mœbius (Paradiso), Seymour Chwast (La Divina Commedia di Dante), Go¯ Nagai (La Divina Commedia)

Eintritt frei, für die Vernissage ist eine Anmeldung erforderlich an events@iic-hamburg.de Die Ausstellung ist bis zum 5. Dezember geöffnet. Bitte beachten Sie unsere Besuchsregelungen auf unserer Homepage.

Signieraktion mit Jan Soeken

Datum: 13.10.2021 00:00 bis 22.10.2021 19:00

»Slocum« ist nach »Friends« das zweite Comic, was Jan Soeken im avant-verlag veröffentlicht. 

Wer ein von ihm persönlich signiertes Exemplar vorbestellen möchte schreibt uns bitte bis Freitag, 22. Oktober um 19.00 Uhr eine EMail an info@strips-stories.de mit folgenden Angaben:

  • Rechnungsanschrift
  • euren Signierwunsch (für Bertha)
  • ob Abholung oder Versand gewünscht

Das Buch wird 22 Euro kosten. Bei Versand kommen noch 3 Euro Porto und Verpackung dazu.

Sobald die Bücher bei uns eingetroffen sind, werden sie signiert und nach Geldeingang können sie hier abgeholt oder von uns verschickt werden.


Slocum erzählt die Geschichte des Untergangs der PS General Slocum. Jenem Dampfschiff, dass 1904 auf dem East River nördlich von New York in Brand geriet und schließlich auf Grund lief. Für die meisten der überwiegend deutschstämmigen Ausflügler war es eine Fahrt ins Verderben. Es handelt sich um die bis heute größte zivile Schifffahrtskatastrophe der Vereinigten Staaten! Das aus Profitgier unzulässig gewartete Schiff und haarsträubende Fehlentscheidungen der Verantwortlichen vor Ort führten zu der Katastrophe.  

Vor dem Hintergrund dieses historischen Ereignisses entspinnt sich ein schwarzhumoriges Kammerspiel. Drei Matrosen, bislang damit beschäftigt, immer wieder das gleiche Rettungsboot zu streichen, sehen sich auf einmal mit einem Flammeninferno konfrontiert …

HIQFF // No Straight Lines: The Rise of Queer Comics

Am 19. Oktober startet das 32. Hamburg Internationale Queer Film Festival. Bis zum 31. Oktober können Filme live im Kino und Online im Stream geguckt werden. Vor ein paar Monaten erschien das lang erwartete neue Buch von Alison Bechdel – The Secret to Superhuman Strength. Wer noch etwas mehr über die Comiczeichnerin und ihre Mitstreiter*innen erfahren möchte, hat hier eine gute Gelegenheit dazu.

Mittwoch, 20. Oktober, 18.00 Uhr im 3001 Kino // No Straight Lines: The Rise of Queer Comics

Vivian Kleiman (US, 2021, 79′) Sprache: Englisch Untertitel: Deutsch

„Tolle Doku über fünf Cartoonzeichner:innen (Alison Bechdel, Rupert Kinnard, Howard Cruse, Jen Camper, Mary Wings), die seit den 1970er-Jahren dazu beigetragen haben, einen queeren Comic-Underground zu begründen. Dabei rangiert die Themenbreite ihrer Zeichnungen von Coming-out Aidskrise, politische Rechte, zu Fragen von race, gender und Be:hinderung. Immer mit Witz, Klugheit und einer großen Prise Tiefgang, um „echte“ queere Geschichten aufs Blatt zu bringen.

A great documentary about five cartoonists – Alison Bechdel, Rupert Kinnard, Howard Cruse, Jen Camper and Mary Wings – who have contributed to a queer comic underground since the 1970s. The topics of their drawings range from coming out, the AIDS crisis and political rights, to issues of race, gender and disability – humour, intelligence and a big pinch of profundity bring ‘real’ queer stories to the page.“ (Text HIQFF Programmheft)

Ticketinfo

Radio Feature: Sprechende Bilder. Die Kunst des Comics

Vielen Dank an Mathias Heller für die schöne Radiosendung auf NDRkultur, zu der wir – neben Anke Feuchtenberger, Andreas Platthaus, Claudia Jerusalem-Groenwald, Barbara Yelin und Filip Kolek – auch ein wenig beitgetragen haben!
Die Sendung lässt sich streamen oder als Podcast herunterladen.

https://www.ndr.de/kultur/epg/Sprechende-Bilder-Einblicke-in-die-deutsche-Comic-Szene,sendung1178798.html

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