am Samstag 28.09.2019 um 15 Uhr im St. Pauli Archiv, Paul-Roosen-Straße 30
„LOVE MIGRATION ist ein autobiografischer Comic von Elke Renate Steiner, der /vom/ Kennenlernen, Liebe und Heirat von zwei Frauen /erzählt/: einer russischen LGBT+ Aktivistin und einer deutschen /Comiczeichnerin/. Kleine Episoden behandeln Migration, /russisch-deutsche und LGBT+ Themen./
„LOVE MIGRATION“ is an autobiographical comic by Elke Renate Steiner, telling a first chapter of love and marriage of two women: a russian LGBT+ activist and a german comics creator. Small episodes are dealing with Migration, Russian-German and LGBT+ issues. comic-presentation, Q&A and booksigning
Ein neues Video mit Buchempfehlungen ist online! »Introduce Yourshelf«ist eine Reihe in der wir Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Kulturschaffende, die mit unserem Laden assoziiert sind, einladen ihre Lieblingsbücher vorzustellen. In Video #5 ist es nicht eine Person, sondern aus aktuellem Anlass ein Team. Fünf Leute des Kollektivs der »Lesbisch-Schwulen Filmtage Hamburg // International Queer Film Festival« waren bei uns zu Gast. Mit dem Festival verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit und sie feiern dieses Jahr ihren 30. Geburtstag. Zugleich jähren sich die Stonewall Riots zum 50. mal.
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Während des Comicfestivals präsentieren die »LSF« in diesem Jahr die Künstlerin Diane Obomsawin, die nicht nur fantastische Comics zeichnet, sondern auch Trickfilme macht (zu sehen am 26.9.19 um 18.00 Uhr im B-Movie). Wir gratulieren zum Jubiläum und freuen uns über viele weitere Jahre und natürlich über die exquisiten Buchempfehlungen! Die Bücher und die DVD gibt es live und in Farbe bei uns im Laden.
Das neue Buch von Reinhard Kleist ist fertig: »Knock Out!« Auf seiner Lesetour hält er auch im Carlsen Verlag in Ottensen an. Wir sind natürlich mit dabei und versorgen euch mit den Büchern.
Mit gewohnt kraftvollem Pinselstrich zeichnet er das sensible Porträt eines homosexuellen Sportlers, der in der Macho-Welt des Boxens zu einem zermürbenden Doppelleben gezwungen war. Es ist die Geschichte eines Kämpfers wider Willen, der dennoch nicht lassen konnte von der Welt des Geldes und des Ruhms. Und es ist die Geschichte eines Knockouts, der ein Leben beendete und ein zweites für immer veränderte… (Text: Carlsen)
Vom 11. bis 13. Juli 2019 veranstaltet die HAW Hamburg wieder die Sommerausstellung der Departments Design, Medien und Information auf dem Kunst- und Mediencampus Hamburg. Neben einem großen Ausstellungsbereich mit Illustrationen, Designarbeiten, Fotoserien, Maker-Projekten, Licht- und Sounddesign, Virtual-Reality-Installationen, stehen dieses Jahr Einführungen in den Datenjournalismus, ein Crashkurs Open Science, eine Comiclesung und vieles mehr auf dem Programm.
In Mokis Comic Sumpfland greifen
mehrere Geschichten ineinander, die mit scheinbar ganz verschiedenen
Bildsprachen arbeiten. Archaische Märchenwälder werden technologisierten
Gegenwartsentwürfen gegenübergestellt. Im Sumpfland gibt es
Instant-Alraunen und Videochats, Höhlenmalerei und streikende Arbeiter,
ein mysteriöser Nebel breitet sich aus. Zusammengehalten werden diese
Stränge durch Mokis unverwechselbaren Zeichenstil, hier ganz in Grün.
Die 1982 im Sauerland Geborene ist in verschiedenen Feldern aktiv –
Malerei, Animationsfilm, Performance. Sie hat in Hamburg Kunst studiert
und ist Teil des dortigen Illustratorinnenkollektivs Spring. Manche
ihrer Bücher, wie das entrückte How to disappear oder das melancholische Shelter (beide Gingko Press), sind vielmehr Kunst- als Comicbände und so
bestens geeignet, dieses ohnehin recht wacklig gebaute Gegensatzpaar zu
dekonstruieren.
Ich mutiere, also bin ich
Von
wenigen menschlichen Ausnahmen abgesehen, wird das Sumpfland von
doppelköpfigen Riesen bewohnt, von knolligen Rhizomen, einer Menge
flauschig-kauziger Tierwesen und aufmüpfiger Pflänzchen. Durch die
Welten wabert ein Nebel, der aussieht, als würde er ganze Galaxien
enthalten. „Irgendetwas stimmt nicht. Irgendetwas stimmt nicht mit mir“,
heißt es ganz am Anfang, und man weiß nicht, wer diese Sätze sagt.
Vielleicht könnte es jede der Figuren sein, vielleicht ist es das
Sumpfland selbst.
All das bedeutet natürlich nicht, das in Sumpfland nicht auch ganz menschliche Probleme behandelt werden. Aldi und Puffi
bilden zusammen mit ihren Kindern eine Kleinfamilie mit typischen
Kleinfamilien-Problemen. Aldi möchte in Ruhe seine Bücher über soziale
Gerechtigkeit lesen, Puffi ist permanent aufgedreht und klebt am
Smartphone. Dass Aldi in Menschen- und Puffi in Tiergestalt auftritt,
dass ihr Nachwuchs überraschend in einer Kiste bei ihnen angekommen ist
und es sich streng genommen nicht um Kinder, sondern um „Flocken“
handelt: geschenkt. Die Schwierigkeiten entstehen nicht aus dem, was sie
sind. Sondern aus den Rollenmustern, von denen sie glauben, sie
erfüllen zu müssen.Auch wenn sie mit ihrem buschigen Schweif und in
ihrer Dauernervosität etwas von einem Eichhörnchen-Avatar hat, erinnert
Puffis Erscheinung an das Fuchswesen aus Mokis Vorgängercomic, dem ganz
ohne Text auskommenden Wandering Ghost.
In der japanischen
Mythologie kommen immer wieder Füchsinnen vor, die Kitsune. Sie bandeln
mit Menschen an, verlieben sich – und sobald die Männer bemerken, dass
sie nicht mit ihresgleichen zusammen sind (was in der Regel länger
dauert, als man glauben mag), nehmen sie Reißaus und lassen die
menschlichen Angebeteten mitsamt der Nachkommenschaft zurück. Die
Episode um Aldi und Puffi ist nicht die einzige Japan-Reminiszenz in Sumpfland:
Moki macht in ihren Comics auch leise Anspielungen auf Anime-Filme. Da
taucht ganz unvermittelt die ikonische Maske auf, die das geisterhafte
Ohngesicht in Hayao Miyazakis Meisterwerk Chihiros Reise ins Zauberland trägt.
Wenig überraschend, dass auch die japanische Kunstszene auf Moki
aufmerksam wurde. 2019 steht eine Einzelausstellung in Tokio an.
Die Erkenntnis, dass die Partnerin anders ist als erhofft, blüht auch Aldi und Puffi. Anders als im Kitsune-Mythos ist in Sumpfland aber immer auch eine Metamorphose als Ausweg aus den Gegebenheiten
möglich: Wandlung, Mutation, Fortpflanzung – das sind zentrale Motive
des Bandes. Oft sind die Veränderungen bloße Reaktionen auf strukturelle
Wachstums- und Fortschrittsgebote. Auch Puffi wird schließlich ein
wenig erwachsen, und schmiegt sich ruhig wie nie an den friedliebenden
Aldi. Sie hat es mit dem Koffein ruhiger angehen lassen, und Aldi hat
von den Flocken neue Ohren bekommen. Sie sehen fast wie Puffis aus. Auch
Harmonie kann verstören.
Neben der
Kleinfamilie beleuchtet Moki noch andere soziale Strukturen. In einer
Produktionsstätte werden Ableger hergestellt. „Du darfst dich für unsere
Gesellschaft multiplizieren! herzlichen Glückwunsch“, begrüßt ein
freundlich lächelndes Tentakelwesen einen neuen Mitarbeiter. Wenn es mal
nicht so gut läuft mit den Ablegern, hat der Chef eine Pille parat.
Affäre mit einer Landschaft
Auf
den ersten Bildern wirken die pflanzlichen Arbeiter recht fröhlich,
doch irgendwann sieht man ihnen die Ausbeutung an. Eines der „lieben
Getüme“, ein doppelköpfiger Riese, haut schließlich einfach ab. „Das hat
da draußen eh keine Überlebenschancen“, winken die Kollegen ab. Das
stimmt nicht, für ihn beginnt einfach etwas anderes. Stichwort
Metamorphose.
An einem anderen Schauplatz
formieren sich Proteste gegen die Wachstumsdoktrin, der Fabrikchef rennt
vergebens mit dem Kescher hinter streikenden Arbeitern her. Ein „Super
Organism Rhizomatic Think Tank“ kommt zusammen und macht sich ans
Eingemachte. Jemand sagt: „Ja, wir könnten hier kritische Fragen
stellen, anstatt die Kindchenschema-Everybody’s-Darling-Crew zu mimen.“
So charmant und, pardon, niedlich wurde wohl schon lang nicht mehr zum
Widerstand aufgerufen.
Trotzdem entsteht in
den stummen und handlungsarmen Episoden die intensivste Atmosphäre.
Ganz besonders in der Erzählung von Ocre, einer Menschenfrau, die sich
in die Landschaft verliebt und sich ihr hingibt. Eine tief romantische
und genauso erotische Liebesbeziehung – Bäume und Pflanzen verästeln
sich zu zahllosen Händen, die Ocre berühren, bis hin zu einer radikalen
Verschmelzung. Wie Ocre durch ihre Version des Sumpfes traumwandelt und
buchstäblich darin eintaucht, ist verstörend schön. Auch hier klingen
Mokis bisherige künstlerische Arbeiten an, bei denen man oft nicht genau
erkennen kann, wo der Mensch endet und die Natur beginnt.
Unter allen Personen, die bei der Comic-Release am 31. Mai ein neues Sumpfland-Comic bei uns im Laden erwerben, verlosen wir zwei exklusive Kissen und eine Originalzeichnung der Künstlerin. Die Kissen sind noch Teil einer Ausstellung im Sommer – danach bekommen die Gewinner*innen sie dann.
Eine einmalige Gelegenheit, die sich niemand entgehen lassen sollte!
Die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg erweitert erstmalig den Hamburger Literaturpreis um einen Preis in der Kategorie „Comic“. Die Ausschreibung und Vergabe des mit 6.000 Euro dotierten Preises wird begleitet von dem Verein „Comicfestival Hamburg e.V.“. Der Verein stand bei der Einführung der Auszeichnung beratend zur Seite, half Kriterien für die Vergabe zu entwickeln und entsendet Anke Feuchtenberger als Expertin in die unabhängige Jury. Die Künstlerin ist eine wichtige Impulsgeberin für die deutsche Comicszene. Seit 1997 lehrt sie Illustration und Graphisches Erzählen am Department Design der HAW Hamburg.
Die Ausschreibung richtet sich an ComiczeichnerInnen, die in Hamburg
oder im Gebiet des Hamburger Verkehrsverbundes ihren ersten Wohnsitz und
Lebensmittelpunkt haben. Ausgezeichnet wird ein Comic, eine Graphic
Novel oder eine erzählerisch komplexe Bildgeschichte mit einem geplanten
Umfang von mindestens 48 Seiten. Es können Arbeitsproben aus unfertigen
oder abgeschlossenen Werken eingereicht werden, die unveröffentlicht
sind und nicht bei einem anderen Wettbewerb ausgezeichnet wurden. Die
teilnehmenden Werke dürfen bis zur Preisverleihung nicht veröffentlicht
werden.
Die vollständige Bewerbung umfasst: – Bewerbungsbogen für die Kategorie „Comic“ – Exposé – Arbeitsproben als PDF: 5 bis 20 fertig gestellte Seiten, optional bis zu 20 weitere Storyboardseiten
Die Bewerbungsunterlagen sind auf einem Datenträger (USB/CD) einzureichen an die Behörde für Kultur und Medien Hamburger Literaturpreise / Kategorie „Comic“ Hohe Bleichen 22 20534 Hamburg
Einsendeschluss ist der 15. August 2019.
Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury. Die Preisverleihung findet am 2. Dezember 2019 im Literaturhaus Hamburg statt.
Der
Comicfestival Hamburg Verein veranstaltet mit zahlreichen lokalen und
internationalen Gästen das jährlich stattfindenden Comicfestival
Hamburg, das in einem breiten Programm künstlerisch anspruchsvolle,
unabhängige Comics und Graphic Novels präsentiert. Zudem betreibt der
Verein die öffentlich zugängliche Comicbibliothek „the Gutter“ im
Gängeviertel. Vom 27. bis zum 29.09.2019 findet das Comicfestival Hamburg zum dreizehnten Mal statt.
Wie durch Zauberhand«, schreiben Hervé Bourhis und Brüno im Vorwort ihres Sachcomics »Black & Proud. Vom Blues zum Rap«, »fügt sich in einer musikalischen und visuellen Entwicklung die Geschichte der langsamen und bis heute unvollendeten Emanzipation eines Volkes zusammen.« Diese Emanzipationsgeschichte der Afroamerikaner findet starken Widerhall in der Musik von Blues bis HipHop, wo Unterdrückung und Befreiung immer wieder Themen waren: von Billie Holidays »Strange Fruit« über Sly & the Family Stone mit »There’s A Riot Going On« bis zu Kendrick Lamars »To Pimp A Butterfly«. Hervé und Brüno Bourhis haben diese Geschichte von 1945 bis 2015 nachgezeichnet und überführen für jedes Jahr das zentrale Album der »Black Music« – gepaart mit Fakten und allerlei Anekdoten zur afroamerikanischen Emanzipationsgeschichte – in eine Comicwelt, in der auch Bobby Womack, Michael Jackson oder James Brown Auftritte als Comicfiguren haben. In der Tat lässt sich anhand der Auswahl der Künstler und der auf den Albumcovern basierenden visuellen Gestaltung von »Black & Proud« eine afroamerikanische Geschichte nachvollziehen, die klare Ästhetik der beiden französischen Comiczeichner verschmilzt mit den ästhetischen Ansätzen aus sechzig Jahren »Black Music«.
Weiterlesen auf Neues Deutschland https://www.neues-deutschland.de/artikel/1122446.black-proud-musik-zeichnen-bilder-vertonen.html
Wer gerne Beiträge über Comics hören möchte – schaut doch mal beim Nordbaufunk Podcast von Jolanda & Greta rein. Intervies nd Porträts mit und über Künstler*innen.
Wir freuen uns sehr – in Kooperation mit Spezial Material – den renomminerten Künstler, Autor und Comiczeichner Anders Nilsen am 26.6.2019 um 18 Uhr an der HAW Hamburg begrüßen zu können. Nilsen wird in einem Talk über seine Veröffentlichungen, seine Arbeitsweise und über zukünftige Projekte sprechen. Im Anschluss gibt es eine Signierstunde. Die Veranstaltung findet im Raum E39 in der Finkenau 35 statt. Gesprochen wird größtenteils in englischer Sprache. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei!
Anders Nilsen ist einer der derzeit wichtigsten und einflussreichsten Zeichner, dessen Arbeiten in zahlreichen Sprachen übersetzt wurden. Auf deutsch erschienen bis jetzt „Große Fragen“ / „Big Questions“ (Atrium) und „Der Zorn des Poseidon“ / „Rage of Poseidon“ (avant-verlag). Seine Arbeiten variieren sowohl stilistisch als auch narrativ zwischen traditionellen und experimentellen Techniken. Neben Comics und Graphic Novels veröffentlicht Nilsen auch in „The New York Times“, „Poetry Magazine“ und „The Believer“. Mit seinen Büchern gewann er bereits drei Ignatz Awards sowie den Lynd Ward Graphic Novel Prize. Derzeit arbeitet er an einer Graphic Novel, in welcher er den Mythos von Prometheus im heutigen Zentralasien neu erzählt.
Es wird einen Büchertisch geben und Anders Nilsen wird nach dem Talk signieren. Es ist möglich, sich Bücher für diesen Anlass reservieren zu lassen. Zudem können – solange der Vorrat reicht – signierte Bücher bestellt und bei Strips & Stories der Wohlwillstr. 28 abgeholt werden. Anfragen für diesen Zweck bitte direkt an Strips & Stories via Email: info@strips-stories.de
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Dem Engagement des von uns mitorganisierten Comicfestival Hamburg e.V. und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg ist es zu verdanken, dass es künftig einen Hamburger Literaturpreis für Comic geben wird.
Die Bewerbungsmodalitäten:
Die Ausschreibung richtet sich an Comiczeichner*innen, die in Hamburg oder im Gebiet des Hamburger Verkehrsverbundes ihren ersten Wohnsitz und Lebensmittelpunkt haben. Ausgezeichnet wird ein Comic, eine Graphic Novel oder eine erzählerisch komplexe Bildgeschichte mit einem geplanten Umfang von mindestens 48 Seiten. Es können Arbeitsproben aus unfertigen oder abgeschlossenen Werken eingereicht werden, die unveröffentlicht sind und nicht bei einem anderen Wettbewerb ausgezeichnet wurden. Die teilnehmenden Werke dürfen bis zur Preisverleihung nicht veröffentlicht werden.
Die vollständige Bewerbung umfasst – Bewerbungsbogen für die Kategorie „Comic“ – Exposé – Arbeitsproben als PDF: 5 bis 20 fertig gestellte Seiten, optional bis zu 20 weitere Storyboardseiten
Die Bewerbungsunterlagen sind auf einem Datenträger (USB/CD) einzureichen an die Behörde für Kultur und Medien Hamburger Literaturpreise / Kategorie „Comic“ Hohe Bleichen 22 20534 Hamburg