Datum: 16.10.2025 19:00 bis 16.10.2025 21:00 Ort: Institut français, Heimhuder Straße 55
Die Stiftung Fondation 55, die die Aktivitäten des Institut français fördert, hat in diesem Jahr Colin Atthar für eine Autorinnenresidenz in Hamburg ausgewählt. Vom 1.10. bis 31.10.2025 wird Colin Atthar die Stadt Hamburg, ihre Kulturorte und ihre KünstlerInnen kennenlernen und an einem Projekt arbeiten.
Der junge Künstler veröffentlichte 2023 sein Buch „Sur le Bout des Doigts” (Auf den Fingerspitzen) bei Ankama, eine Geschichte, die von persönlichen Erfahrungen mit Coming-out, Homophobie und Diskriminierung geprägt ist und mit Humor und Selbstironie erzählt wird. Derzeit arbeitet er an dem Comicroman „Sex Friends”, der 2026 erscheinen wird und in dem er uns zeitgenössische Beziehungen durch eine moderne und respektlose Fiktion vor Augen führt.
Moderation: Dr. Sébastien Rival Dolmetscherin: Svenja Huckle
In französischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche. Eintritt frei | Anmeldung empfohlen
Nach der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit, sich bei einem Glas Wein mit dem Autor auszutauschen.
Das Programm der Hamburger Graphic Novel Tage wurde bekannt gegeben! Das Lineup hat es in sich und wir freuen uns auf viele spannende Gesprächen von Andreas Platthaus und (am Montag auch) Sascha Hommer mit den Künstler/innen. Der Kartenvorverkauf startet am 15. Februar um 9 Uhr.
Für alle Abende verlosen wir 2 x 2 Eintrittskarten. Schreibt uns eine Mail mit dem Stichwort „Verlosung“ und nennt den gewünschten Abend. Zusätzlich sind auch vier Streamingpässe für die kompletten Graphic Novel Tage im Lostopf – schreibt dafür bitte das Stichwort „Streaming“ mit in die Mail. Einsendeschluss ist der Montag, der 17. Februar um 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Besonders geehrt fühlen wir uns, dass Craig Thompson und Chris Ware am Donnerstag zu einer Signierstunde zu uns nach St. Pauli kommen. Aufgrund der großen Nachfrage bitten um Anmeldung, alle genauen Infos finden sich hier.
Montag, 3.3. 19.00 Uhr: Werkstatt-Gespräche aus der Zukunft Whitney Bursch, Madita Schwenke und Lena Winkel Die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) gilt seit Langem als wichtigste Comicausbildungsstätte im Land. Dem tragen die Graphic Novel Tage schon seit drei Jahren Rechnung: mit einem Werkstattgespräch von derzeit dort Studierenden, konzipiert von Sascha Hommer, Dozent an der HAW und zentraler Akteur nicht nur der Hamburger Comicszene. Whitney Bursch, Madita Schwenke und Lena Winkel stehen kurz vor der Publikation ihrer Comicdebüts und sprechen über Wege zu den Bildern und zu den Büchern. Lena Winkel beschäftigt sich an der Schnittstelle von Theorie und zeichnerischer Praxis besonders mit visuellen Repräsentationen des Nicht-Menschlichen. In ihrem Buchprojekt »Tiere richtig zeichnen« beleuchtet sie das Potenzial der Illustration, eine tiersensible Medienkompetenz zu kultivieren. Madita Schwenke überarbeitet ihre Kurzgeschichte »Drifting« neu zu einer Graphic Novel. Die Geschichte handelt von einem jungen Mann in seinen Zwanzigern, der versucht, den Unannehmlichkeiten des Alltags zu entkommen, indem er ständig davonfliegt – doch die Probleme verschärfen sich zunehmend. Whitney Bursch bezeichnet ihr aktuell online veröffentlichtes Werk »Nasty Nasty« als Shojo–Manga. Es erzählt die Geschichte einer extrovertierten Zehntklässlerin, die nach dem Sitzenbleiben unverhofft in eine Romanze verwickelt wird.
Dienstag, 4.3. 19 Uhr: Was Menschsein ausmacht Ulli Lust und Craig Thompson Sie gehören zu den international bekanntesten Autorinnen und Au-toren autobiografischer Comics, ihre Werke gehen weit über das Private hinaus. Craig Thompson, geboren 1975 im amerikanischen Bundessstaat Michigan, machte 2003 mit »Blankets« Furore, in dem er vom Aufwachsen in einer streng religiösen Familie erzählt. Mehr als zwanzig Jahre später kehrt er nun mit dem Band »Ginsengwurzeln« (Reprodukt; Übersetzung: Matthias Wieland) zu dieser Geschichte zurück, dokumentiert jedoch zugleich im Stil eines Sachcomics den weltweiten Ginsenganbau als ökonomisches und medizinisches Phänomen. Die österreichische Zeichnerin Ulli Lust, geboren 1967, hat seit ihrem gefeierten Band »Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens« (avant) immer neue Formen des Comicerzählens gewählt. Nun erscheint der erste Band ihres Sachcomics »Die Frau als Mensch« (Reprodukt), eine anthropologische Studie in Bildern mit wissenschaftlichem Anspruch und persönlichem Engagement.
Mittwoch, 5.3. 19 Uhr: Unverwechselbarer Stil Mawil und Lorenzo Mattotti Das Plakat für den Gastlandauftritt Italiens auf der letztjährigen Frankfurter Buchmesse wurde von Lorenzo Mattotti gezeichnet. Damit artikulierte sich einmal mehr die herausragende Stellung des 1954 in Brescia geborenen, aber seit Jahrzehnten in Paris lebenden Autors nicht nur für die italienischen Comics, sondern auch für die Gegenwartskunst. Mit »Feuer«, »Stigmata«, »Der Klang des Rauhreifs« oder »Spartaco« hat er unvergessliche eigene Geschichten geschaffen, mit »Doktor Jekyll und Mister Hyde« oder »Pinocchio« meisterhafte Literaturadaptionen. Er tritt zusammen mit Mawil (Markus Witzel, geboren 1976 in Ost-Berlin) auf, einem der erfolgreichsten deutschen Comicautoren, dessen 2014 erschienene Jugenderinnerung »Kinderland« (Reprodukt) ebenso um die Welt gegangen ist wie sein fünf Jahre danach publiziertes Album »Lucky Luke sattelt um« (Egmont). Beide Künstler verbindet eine schon auf den ersten Blick identifizierbare Handschrift – in Bild und Wort.
Donnerstag, 6.3. 19 Uhr: Biographisches Erzählen in der Zeitgeschichte Hanna Brinkmann und Chris Ware Wenn es einen Gegenwartsautor zu nennen gilt, der mit seinen Arbeiten im letzten Vierteljahrhundert die Kunst der Comics grundlegend verändert hat, dann ist es Chris Ware. »Jimmy Corrigan« (Reprodukt; Übersetzung: Heinrich Anders und Tina Hohl), »Building Stories« und »Rusty Brown« sind Meilensteine der grafischen Literatur. Der 1967 geborene Amerikaner war schon 2020 bei den Hamburger Graphic Novel Tagen angekündigt, doch sein Auftritt fiel der Pandemie zum Opfer. Fünf Jahre später kommt er endlich. Auf der Bühne trifft er Hannah Brinkmann, die gerade mit dem erstmals verliehenen Dortmunder Comic-Preis ausgezeichnet wurde. Anlass dafür ist die Meisterschaft der 1990 in Hamburg geborenen Autorin beim Umgang mit biografischen Stoffen vor dem Hintergrund der bundesrepublikanischen Geschichte. Dies ist in »Gegen mein Gewissen« und dem frisch erschienenen »Zeit heilt keine Wunden« (avant) dokumentiert.
Eintritt pro Abend: € 12,–/8,– Freier Eintritt für Studierende an der Abendkasse bei allen Veranstaltungen Festivalpass: € 35,–/20,– Streamingpass für alle Abende: € 18,–
Datum: 20.02.2025 19:00 bis 20.02.2025 21:00 Ort: "Freiraum" im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
Vortrag und Gespräch in deutscher und englischer Sprache Donnerstag, 20. Februar 2025 – 19:00 „Freiraum“ im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
Lee Leder, verheiratete Guttman, wurde 1925 in Chemnitz in eine jüdische Familie geboren. Im Alter von 10 Jahren musste sie ihre Heimat verlassen. Bereits als Kind entwickelte sich ihr Talent, Gestalten und Charaktere zeichnerisch einzufangen. In den USA konnte sie ihren Kindheitstraum einer Karriere in der Animationsindustrie verwirklichen und arbeitete für Warner Brothers und Walt Disney. Daneben entstand ihr eigenes Werk: Freie Figuren, oft in Bewegung. 2025 wäre die 2015 verstorbene Cartoonistin und Mixed-Media-Künstlerin 100 Jahre alt geworden. Ihre Tochter Caroline Guttman, Stephanie Brittnacher und Antje Flemming beleuchten ihr Leben und Werk im Kontext von Exil, Geschlechterrollen sowie aktueller Comic-Kunst – und zeigen viele Bilder.
Caroline Guttman ist die Tochter der Künstlerin und lebt in Los Angeles. Sie hat 2024 eine Ausstellung zu Leben und Werk ihrer Mutter in Chemnitz initiiert.
Antje Flemming arbeitet in der Behörde für Kultur und Medien und übernimmt im Mai 2025 die Leitung des Literaturhauses. Sie ist in Chemnitz aufgewachsen, hat sich seit ihrem Studium mit Lee Leder Guttman beschäftigt und war mit ihr bis zu ihrem Tod verbunden.
Stephanie Brittnacher ist Illustratorin und Comic-Zeichnerin. Sie lebt in Chemnitz und hat sich für die dortige Ausstellung künstlerisch mit Lee Leder Guttman beschäftigt.
Gastgeberin ist Jasmin Sohnemann
Eine Veranstaltung im Rahmen der Tage des Exils, eine Initiative der Körber-Stiftung. Gefördert durch die Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung. In Kooperation mit dem Freiraum im Museum für Kunst & Gewerbe.
Eintrittspreise: Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich über info@salonamgrindel.de
Im Hamburger monsun.theater wird im April eine Adaption des feministischen Comics aufgeführt. Hier alle Informationen:
„Hoch soll sie leben, hoch soll sie leben, dreimal hoch!” Du bist herzlich eingeladen zur spektakulärsten Party des Jahrtausends: Wir feiern den 300.000. Geburtstag der Vulva! Zur Feier des Tages lassen wir das Leben der Vulva Revue passieren, erinnern uns an alle witzigen und spannenden Momente, lassen uns überraschen und schenken dem Geburtstagskind unsere volle Aufmerksamkeit!„Vor 300 Jahren wurde der weibliche Orgasmus in jedem medizinischen Buch erwähnt und man ging davon aus, dass er wichtig für die Fortpflanzung ist.”
Hanni Lorenz und Marie-Paulina Schendel lassen als Gastgeberinnen die Korken knallen und bieten den Gästen eine bunte Party, bei denen alle Geburtstagsspielklassiker wie Sackhüpfen, Eierstocklaufen oder heißer Bonbon ausgepackt werden. Auf der Suche nach Mamas Garten wird in Erinnerungen geschwelgt, es wird von Männern, die sich zu sehr dafür interessieren, was als „das weibliche Geschlechtsorgan“ bezeichnet wird erzählt und hinterfragt, warum der weibliche Orgasmus der Gegenwart angeblich so viel schwieriger zu erreichen ist als der männliche.
Mit Leichtigkeit zeigt „Der Ursprung der Welt“, wie absurd und tief verwurzelt patriarchale Strukturen die Vorstellungen von Weiblichkeit prägen. Das Stück nimmt uns mit auf eine Reise von der Antike bis in die Gegenwart, hält der Gesellschaft den Spiegel vor und lädt dabei zu einer besonderen Geburtstagsfeier ein – mal süß, mal sauer, mal hart, mal weich, so wie eine perfekt zusammengestellte bunte Tüte.
Nach ihrem Hamburg-Debüt im November 2023 im monsun.theater eröffnet das Performancekollektiv frau emma gelb nun mit „Der Ursprung der Welt“ die neue Spielstätte des Hauses. Das Kollektiv entwickelt partizipative Formate und kombiniert diese mit klassischem Schauspiel und lädt das Publikum ein, aktiv Teil der Inszenierung zu werden. Mit ihrer Arbeit erforschen sie zentrale gesellschaftliche und menschliche Themen – wie in dieser Inszenierung die kulturellen und biologischen Ursprünge der Menschheit.
Eine Produktion von frau emma gelb unterstützt durch das monsun.theater und die Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung. „Der Ursprung der Welt” ist im avant-verlag erschienen.
Es gibt noch freie Plätze beim Comic-Workshop ab 16 Jahre mit der Hamburger Comiczeichnerin und Illustratorin Kaja Meyer. Mit diesem Comic-Workshop bietet Dir die HONIGFABRIK einen Raum zum Auseinandersetzen mit aktuell wichtigen Themen. Im grafischen Geschichtenerzählen stehen uns sowohl Zeichnen als auch Schreiben zur Verfügung. Das ist eine ausgezeichnete Art und Weise auch in kurzer Zeit mit Kreativität und Werten in Kontakt zu kommen. Ihr könnt auch ohne Erfahrung im Zeichnen und Schreiben problemlos teilnehmen. Was zählt ist das Interesse und der Wunsch mit dem Medium zu arbeiten. Wir werden verschiedene Grundelemente für Comics kennenlernen. Ihr müsst nichts mitbringen. Wir werden alles bereithalten.
Der Workshop ist in deutscher Sprache. Englische, dänische und polnische Übersetzungen sind möglich. Der Workshop ist kostenlos und wird durch die GoVote-Initiative gefördert.
Datum: 05.02.2025 19:00 bis 05.02.2025 21:00 Ort: hörbar im b-movie, Brigittenstr. 5, im Hinterhof
„It’s OK to give it a try“ Auf dem Weg zu einem Termin, bei dem die Protagonistin singende Haustiere für ein künstlerisches Projekt aufnehmen soll, spricht sie sich selber gut zu. Einen Versuch ist es wert. Versuchen kann man es ja. Die vorbeiwandernden Szenen einer urbanen Gegend und die repetitiven Gedanken erzeugen trotz aller Nachvollziehbarkeit von künstlerischem Selbstzweifel eine Seltsamkeit, die schwer zuzuordnen ist. Der nüchterne Ton der unregelmäßig einsetzenden Stimme aus dem Off erzeugt stete Unruhe und selbst die quasi dokumentarischen auf Linien reduzierten Zeichnungen prickeln mit Spannung: das Absurde scheint sich gemächlich aus der Realität zu speisen. So führt das Buch sich schlussendlich selber vor — ist das schon eine Geschichte? Ist das Narrativ genug? Für ein Buch? Es ist zumindest einen Versuch wert.
„Well Done“ Als Begleitung zum Buch erscheint das Tape WELL DONE! von Tintin Patrone. Jaulende, winselnde Tierlaute gehen über in rhythmische, maschinell erzeugte Sounds, eine digitale Sprachausgabe imitiert menschliche Stimmfärbungen, gefolgt von den menschlichen Stimmen stolzer Tierhalter:innen, die eine sich anbahnende Struktur mit Lobgesängen auf ihre „good girls“ unterbrechen. Zwischen der herzerwärmenden Zuneigung, die Tiergeräusche in uns auslösen und den Lachreflexen, die die Lücke zwischen behaupteter und erlebter musikalischer Begabung erzeugt, wächst WELL DONE! schlagartig zu einer kreischenden Kreatur heran. Die Grenzen der menschlichen, maschinellen und tierischen Soundproduktion sind unkenntlich gemacht, oder in ihrer Urwüchsigkeit vereint, um schließlich in einem wohlig, souligen auto-tune grande finale einer Katzenpianofrau zu enden.
Tape- und Buchrelease 19:00 Mit Mini-Lesung und Mini-Konzert hörbar im b-movie, Brigittenstr. 5, im Hinterhof Eintritt frei
Die Behörde für Kultur und Medien fördert professionell arbeitende Autor:innen und Comic-Zeichnerinnen, um das literarische Schaffen in Hamburg anzuregen und zu festigen.
Hintergrund
Wichtige Diskussionen über gesellschaftliche Verantwortung sowie über die Rolle der Literatur werden häufig von Autor:innen angestoßen, sei es aus der Belletristik, der Kinder- und Jugendliteratur, dem Sachbuch, der Lyrik, von Dramatiker:innen oder aus der Comic-Szene. Die Behörde für Kultur und Medien schreibt zwölf Arbeitsstipendien aus, um Literaturschaffende bei ihren aktuellen Projekten zu unterstützen. Das Stipendium ermöglicht den Stipendiat:innen, sich ohne größere finanzielle Zwänge auf ihre literarische Weiterentwicklung zu konzentrieren.
Bitte halten Sie die hochzuladenden Dokumente sowie Ihre Kontodaten bereit. Die maximale Dateigröße je PDF-Dokument beträgt 20 MB.
Förderkriterien
Wohnsitz: Die Bewerber:innen müssen einen Hauptwohnsitz in Hamburg nachweisen.
Wer wird gefördert: Gefördert werden ausschließlich professionell arbeitende Autor:innen und Comic-Zeichner:innen.
Was wird nicht gefördert: Projekte von Studierenden und wissenschaftliche Arbeiten werden nicht gefördert.
Projektstatus: An dem eingereichten Projekt soll bereits gearbeitet werden.
Publikationen: Die bisherigen Arbeiten der Bewerber:innen dürfen nicht ausschließlich als Selfpublisher oder in Zuschussverlagen veröffentlicht worden sein.
Förderumfang
Fördersumme: Die Stipendien i.H.v. 10.000 Euro werden als Einmalbetrag im laufenden Kalenderjahr ausgezahlt.
Berichts- und Nachweispflicht: Nach Ablauf des Kalenderjahres 2025 wird bis zum 31.1.2026 ein kurzer Sachstandsbericht (max. 2 A4-Seiten) über den Stand des geförderten Projekts erbeten. In der Publikation des Projekts ist auf die Förderung mit folgendem Wortlaut hinzuweisen: „Gefördert mit einem Arbeitsstipendium für Literatur und Comic der Behörde für Kultur und Medien Hamburg“
Wiederbewerbung: Nach Erhalt eines Stipendiums ist eine erneute Bewerbung frühestens nach drei Jahren möglich. Wer das Stipendium 2025 erhält, kann sich 2028 erneut bewerben.
Bewerbungsunterlagen
Die Bewerbung erfolgt über den Online-Dienst der Behörde für Kultur und Medien. Folgende Unterlagen sind einzureichen:
persönliche Angaben: Name, Anschrift, Nachweis des Wohnsitzes in Hamburg, Kontodaten
Projektbeschreibung / Exposé: Eine prägnante Darstellung Ihres Projekts auf einer 1 A4-Seite.
Arbeitsbiografie: Eine Übersicht über die wichtigsten Lebensstationen sowie bisherige Publikationen und ggf. Auszeichnungen, max. 1 A4-Seite
Professionalität: Nachweis von mindestens einer eigenständigen Publikation in einem Publikumsverlag oder ein entsprechender Verlagsvertrag.
Für den Bereich Literatur: Textprobe, max. 3 Normseiten
Für den Bereich Comic: Arbeitsprobe, 5 bis 10 fertig gezeichnete Seiten sowie ggf. bis zu 10 weitere Seiten Storyboard. Bitte reichen Sie keine Bücher oder ganze Manuskripte ein.
Bei Fragen stehen wir Ihnen via E-Mail an kb-literatur@bkm.hamburg.de oder telefonisch unter 040.428 24 290 zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
DASH SHAW: Blurry (New York Review Boosk) (h) JOANN SFAR: Die Synagoge (avant-verlag) (h) NOZOMI HORIBE: Der Trip (Jaja Verlag) (g) NADINE REDLICH: Doing The Work (Rotopol) (g) SASCHA HOMMER: Das kalte Herz nach Wilhelm Hauff (Reprodukt) (h) WALTER SCOTT: The Wendy Award (Drawn & Quarterly) (h) ANNELI FURMARK: Roter Winter (avant-verlag) (h) ENI MACI & MAZLUM NERGIZ: Karl May (Suhrkamp) (g) KARLA-JEAN V. WISSEL: Face With Tears Of Joy (Ankerwechsel) (g) MAKOTA SHINKAI & DENKI AMASHIMA: Suzume Bd 1 und Bd 2 (Egmont Manga) (g)
MAREN AMINI: Ahmadjan und der Wiedehopf (Carlsen) SASCHA HOMMER: Das kalte Herz (Reprodukt) IKA SPERLING: Der Große Reset (Reprodukt) MARJANE SATRAPI (Hg.): Frau – Leben Freiheit (Rowohlt) MANU LARCENET: Die Straße (Reprodukt) TOBI DAHMEN: Columbusstraße (Carlsen) DANIEL CLOWES: Monica (Fantagraphics / Reprodukt) ELIZABETH PICH: (Edition Moderne) NOËLLE KRÖGER: Meute (Reprodukt) MIKAEL ROSS: Der verkehrte Himmel (avant-verlag) JENS CORNILS: Zeter + Mordio (avant-verlag) WIEBKE BOLDUAN: Viktoria Aal (Reprodukt) LILIAN PITHAN (Hg.): The future is (Carlsen) EMIL FERRIS: My favorite thing is monsters – Book Two (Fantagraphics) FARO: Ich bin Kylian (Community Editions) V.A.: Polle #10 (Péridot Verlag)
Jeden Monat eine #indiebookchallenge. Das Thema – nicht ganz einfach – #schlechter Titel – lies ein Buch , dessen Titel dich nicht interessiert.
Unsere Empfehlung Karl May von Enis Maci und Mazlum Nergiz. SV – 18 Euro
Wir haben uns diesen Text aus der edition suhrkamp vorgenommen. Ein Buch über Karl May? Nie im Leben hätte uns das angesprochen, auch wenn wir wie viele andere in unserer Kindheit mit »Winnetou, Old Shatterhand« und den Reisen »Durchs Wilde Kurdistan« aufgewachsen sind. Ein spannendes Interview im Fluter (s.o.) später und da Mazlum Nergiz uns letztes Jahr als Comicautor von »KOMA« [März Verlag] begeistert hatte, war die Neugier dann doch zu groß. Es hat sich voll gelohnt. Nicht nur stilistisch ist der Text ungewöhnlich, auch inhaltlich arbeiten die beiden Autor:innen assoziativ und verbinden das sehr ungewöhnliche Leben und Werk des wohl bekanntesten deutschen Schriftstellers mit den aktuellen Fragen unserer Zeit. Sie dekonstruieren den Hype um May von einst und den Hype als Phänomen jetzt. Dabei zeigen sie auch auf, wie man ein Schaffen und Personen in all ihren Widersprüchen gleichzeitig feiern und sehr kritisch sehen kann.
mods, skinheads, scooterboys – die britische subkultur erreicht auch die kleinstadt wesel, in der tobi in den achtziger- und neunzigerjahren aufwächst. er wird mod, übernimmt deren angesagten style, hört ska-musik und sucht nach anerkennung. die bewegung wird ihn nicht mehr loslassen, doch die übergänge zu anderen subkulturen sind fließend – und gefährlich.
TOBI DAHMEN gelingt mit seiner autobiografischen coming-of-age-graphic novel eine eindringliche erzählung über die liebe zur musik, jugendkultur und die gefahr auf den falschen weg zu geraten. sein bewegendes werk liegt nun erstmalig in einer wertigen softcoverausgabe vor. in seiner bebilderten lesung aus seiner preisgekrönten graphic novel nimmt uns tobi dahmen mit, zurück in seine jugend, in die kleinstadt wesel, mit in das karussell der subkulturen der achtziger und neunziger jahre. und was wäre eine jugend ohne die beste musik?!
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