Arbeitsstipendien für Comic-Künstler*innen

Sehr gute Nachrichten: Der Deutsche Literaturfonds hat ein neues Förderprogramm für Comicschaffende aufgelegt. Künftig wird er jährlich bis zu fünf Arbeitsstipendien an Comic-Künstler*innen in Höhe von 3.000 im Monat mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr vergeben.
Zur Vorjury gehören derzeit: Sonja Eismann, Ole Frahm, Axel Halling, Katja Rausch und Timur Vermes. Eine Expertise ist also in der Tat vorhanden.
Alle Informationen und das Bewerbungsformular finden sich auf den Seiten des Deutschen Literatufonds.

Gefördert werden professionell arbeitende Comic-Künstler und Comic-Künstlergruppen, die mit erstem Wohnsitz in Deutschland leben. Die Stipendien sind für die künstlerische Fortbildung bestimmt und sollen entsprechend der Satzung des Deutschen Literaturfonds der Schaffung von Werken hoher Qualität dienen.

Die Höhe der Stipendien beträgt 3.000 Euro pro Monat, die maximale Laufzeit ein Jahr. Verlängerungsstipendien sind nur in begründeten Ausnahmefällen möglich.

Bei einer Bewerbung sind als pdf-Dateien einzureichen:

  • ein Exposé, in dem das angestrebte Projekt vorgestellt wird
  • eine Arbeitsprobe des Projekts von mindestens zehn gezeichneten Seiten
  • eine Bio-Bibliographie
  • eine Kopie des Personalausweises (Vorder-und Rückseite) oder eine Kopie der Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes
  • bei Antragstellerinnen und Antragstellern aus Nicht-EU-Staaten auch eine Kopie des Aufenthaltstitels oder eine Bescheinigung über das Aufenthaltsrecht.

Bewerbungen sind einmal im Jahr bis zum 31. August möglich.


Zwei Comiclesungen im KÜNSTLERHAUS SOOTBÖRN


Ort: Künstlerhaus Sootbörn e.V., Sootbörn 22, 22453 Hamburg

Jul Gordon und Marijpol lesen am 1. Juli 2023 um 20:00 und 20:30 Uhr bei den Jubiläumsfeierlichkeiten 30 JAHRE KÜNSTLERHAUS SOOTBÖRN.

Jul Gordon
liest aus ihrem Buch Der Frischkäse ist im 1. Stock
Es gibt nur einen angezeigten Ort für den Frischkäse, Treppe hoch, an der Literatur-kritik vorbei in den Escortbereich, erster Stock. Jul Gordons neuster Band Der Frischkäse ist im 1. Stock (Edition Moderne, 2023) schafft erzählerische Kontexte fernab jeglichen hermeneutischen Zugriffs, aber von glasklarer Traumlogik. Hier zeltet das Krokodil in Pantoffeldistanz zu Ingeborg Bachmann, Plagiatsoldaten torpedieren ein GNTM-Shooting und ein und dieselbe Körperhaltung wird in sinnstiftender Weise in den verschiedensten Lebenssituationen eingesetzt.
http://julgordon.de/

Marijpol
liest aus ihrem Buch Hort
Marijpol stellt in ihrem Buch Hort (Edition Moderne, 2022) Fragen zu Körper- und Rollenbildern – drei ungewöhnliche Frauen, die Freundinnen Petra, Ulla und Denise, alle Ende Dreissig, die zusammen leben und sich aus verschiedenen Gründen gegen Mutterschaft entschieden haben, treffen auf drei Geschwisterkinder, die sofort Gefallen an ihnen finden. Unterschiedlich starke Wünsche nach Fürsorglichkeit, Selbstbestimmung und Elternschaft werden verhandelt.
https://marijpol.com/


Geheimclub-Lesung in der Comicbibliothek The Gutter

Datum: 18.06.2023 15:00
Ort: Comicbibliothek The Gutter, Gängeviertel/Fabrique, Valentinskamp 34A, 20355 Hamburg

Teil 2 der Comiclesungsreihe vom mysteriösen Comic-Geheimclub:
Am Mittwoch, den 18. Juni um 15 Uhr lesen Benedikt Beck und Noëlle Kröger, Ivan Schrempf und Julia Steinmetz aus ihren Comics.
Eintritt frei, um Spende wird gebeten.

Jetzt bewerben: Hamburger Literaturpreise 2023 – Informationen zur Kategorie „Comic“

Die Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg fördert Autorinnen und Autoren, Comiczeichnerinnen und Comiczeichner sowie Übersetzerinnen und Übersetzer, die in Hamburg oder im Gebiet des Hamburger Verkehrsverbundes (Gebiet ABCD) ihren ersten Wohnsitz und Lebensmittelpunkt haben.
Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige fünfköpfige Jury, die jedes Jahr neu zusammengestellt wird. Die Vergabe des Comic-Preises wird vom Hamburger Comicfestival e. V. begleitet, der 2023 die Journalistin und Leiterin der Comic Invasion Berlin Lara Keilbart als Expertin in die Jury entsendet.
Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2023.
Die vollständige Ausschreibung sowie die Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.hamburg.de/bkm/literaturpreise oder www.literaturinhamburg.de/literaturpreise.php 

FAQs für den Literaturpreis Kategorie „Comic“:

Ich bin noch im Studium. Kann ich meine Arbeit einreichen?
Die Ausschreibung richtet sich an alle in Hamburg lebenden Comiczeichner:innen ab 18 Jahren, ganz egal ob noch in der Ausbildung befindlich oder bereits seit etlichen Jahren bei Verlagen publiziert.

Mein Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Kann ich mich bewerben?
Ja. Das Projekt soll bis zur Preisverleihung (4. Dezember 2023) noch nicht publiziert sein und muss auch nicht abgeschlossen sein. Es muss erkennbar sein, dass das Projekt 48 Seiten oder mehr umfassen wird.

Ich habe meine Arbeit auf meiner Website veröffentlicht. Kann ich mich bewerben?
Nein. Das Projekt darf noch nicht veröffentlicht sein. Dazu zählen auch Online-Veröffentlichungen, wenn sie einen großen Teil des Werkes umfassen.

Ich lebe in Berlin. Kann ich mich bewerben?
Nein. Bitte nur bewerben, wenn der Hauptwohnsitz in Hamburg (HVV-Bereich A-D) ist.

Ich habe mein Projekt bereits in einem der vergangenen Jahre eingereicht. Ist das ein Problem?
Nein. Es sei denn, Du hast damals den Preis erhalten – dann darfst Du Dich drei Jahre lang nicht bewerben. Danach ist eine Bewerbung wieder möglich.

Was genau soll ich einreichen?
Der Hauptteil sind die Arbeitsproben als PDF. 5 bis 30 fertig erstellte Seiten, optional bis zu 20 weitere Storyboardseiten. Außerdem persönliche Angaben, eine kurze Arbeitsbiografie sowie ein Exposé.

Wie umfangreich soll das Exposé sein?
Der Umfang liegt in Deinem Ermessen. Die meisten Einreichungen haben ein Exposé mit einer Länge zwischen einer halben und einer vollen DIN A4-Seite Text (ca. 900 bis 1.800 Zeichen).

Ich habe gehört, die Daten sollen auf einem Datenträger wie zum Beispiel einem USB-Stick bei der Behörde abgegeben werden. Ist das korrekt?
Nein, bereits seit letztem Jahr erfolgt die Einreichung digital, und zwar über das Portal https://serviceportal.hamburg.de/HamburgGateway/Service/Entry/AFM-ELBFND

Wenn ich meine Daten als PDF abspeichere, ist die Datei 100 MB groß. Wie soll ich das einreichen?
Die Grenze liegt für die Arbeitsprobe bei 20 MB. Bitte achte darauf Bilddaten in kleiner Auflösung abzuspeichern, um das Problem zu lösen.

Comic-Releaseparty: Jule K. „Don´t Work Bitch“ im hinterconti


Ort: hinterconti, Balduinstraße 24, 20359 Hamburg

Jule K. lädt am 17. Juni ab 19 Uhr zur Comic-Releaseparty „Don´t Work Bitch“ mit Ausstellung im hinterconti ein:
„Nachdem jetzt endlich wieder alles maß(nahmen)los ist, wird das Erscheinen meines im Oktober 2021 veröffentlichten Comics gebührend nachgefeiert mit Bildern, Comics, Musik, Getränken und (hoffentlich) auch Tanz! Seid dabei!“

H U L D A  S T I C K – Before We Go Out

Datum: 08.06.2023 00:00 bis 18.06.2023 00:00
Ort: Gallerie Ladóns, Gängeviertel

Karin Kraemer

Gosia Machon

Kaja Meyer

Nikita Michelsen

With special guest Anke Feuchtenberger

Eröffnung: 8.6. / 19 Uhr
Ausstellung: Fr – So: 16 – 20 Uhr
Finissage: 18.6. / 12 -16 Uhr

HULDA STICK ist eine Künstlerin. 
Ihre Arbeit spielt mit den Möglichkeiten der Überraschung. 
Sie hat viele Hände. 
Viele Augen. 
Im Prozess des Malens ist man mit sich selbst besonders verbunden und vertraut. 
Wir sind aufeinander neugierig und fragen Hulda. 
Was passiert, wenn wir mit unseren verschiedenen künstlerischen Herangehensweisen auf dem Blatt in direkten Austausch treten? 
Schafft die gemeinsame Dynamik und Hingabe etwas komplett Anderes? 
Entsteht eine ähnliche Verbunden- und Vertrautheit? Oder ein Konflikt?
Hulda antwortet mit Bildern. 
Hulda Stick taucht auf wenn Karin Kraemer, Gosia Machon, Nikita Michelsen und Kaja Meyer zusammenkommen. 
Ein Teil der Bilder der Ausstellung ist mit unserem Gast Anke Feuchtenberger entstanden. 
„Before We Go Out“ ist eine Einladung in unseren kollaborativen Raum.

Ausstellung und Filmabend: feuerfest. Illustrationen und Animationen zu den Bücherverbrennungen 1933

Datum: 10.05.2023 19:00 bis 18.06.2023 00:00
Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

In vielen deutschen Universitätsstädten warfen Studierende im Mai 1933 in einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ Bücher von Autor:innen ins Feuer, die sich nicht in das nationalsozialistische Weltbild fügten. Der willfährige Eifer und die Gründlichkeit, mit der sie dabei vorgingen, erschüttern noch immer.

Wie blicken Studierende heute auf die Bücherverbrennungen 1933? Die Illustrator:innen der HAW Hamburg sind auf Spurensuche gegangen, sie haben Wissenschaftler:innen befragt, ihre Großeltern interviewt und in Archiven recherchiert. Ihre Entdeckungen haben sie in der Ausstellung “feuerfest” vielfältig umgesetzt.

In Animationsfilmen interpretieren die Gestalter:innen die Texte verbrannter Schriftsteller:innen mit poetischen Zeichnungen, erforschen die eigene Familiengeschichte und beschäftigen sich mit der Musik verfemter Komponist:innen aus Theresienstadt. Mit Figuren aus Polymer-Ton, Filz und Pappmaché illustrieren die Studierenden bekannte Personen der Zeitgeschichte wie Erich Maria Remarque und Mascha Kaléko, nähern sich aber auch fast vergessenen Biografien wie der der Hamburgerin Grete Berges an. Graphische Erzählungen, Reportagen, Porträts, Ortsbetrachtungen, zeichnerische Spurensuchen und illustrierte Fragen, die auch in der ersten Ausgabe des Magazins des Masterstudiengangs Illustration (ILMA) erscheinen, erinnern nicht nur an die Bücherverbrennungen 1933, sondern schärfen auch den Blick auf aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

Auf diese Weise leisten die Illustrator:innen einen aktiven Beitrag zur Erinnerung an widerständige Lebenswege und werden selbst zu Autor:innen der zukünftigen Geschichte, denn: “Der Bücherverbrennung soll man gedenken – um der Ohnmacht willen, die sich erdreistete, Scheiterhaufen zu errichten für Geisteswerke: als ob Geisteswerke nicht feuerfest wären.” (Heinrich Mann, 1936)

Die Ausstellung findet im Rahmen des Festivals “Hamburg liest verbrannte Bücher” statt. Sie wird beim Festivalauftakt am 10. Mai um 19 Uhr im Lichthof feierlich eröffnet. Eine Anmeldung unter pr@sub.uni-hamburg.de ist erforderlich.
10. Mai – 18. Juni (Im Ausstellungsraum im Erdgeschoss).
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9-24 Uhr, Sa.-So. 10-24 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Am 16. Mai um 16 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.

In Ergänzung zur Ausstellung findet auch ein Filmabend (Premiere von Animationsfilmen und Magazinrelease des Mastermagazins des Studiengangs Illustration der HAW) statt: am 9. Juni um 19 Uhr im Metropolis Kino statt. Weitere Informationen und kostenlose Eintrittskarten bekommt man hier.
Die Filmpremiere und das Release des Mastermagazins »feuerfest« werden von einer Podiumsdiskussion mit den Filmemacher:innen, Comiclesungen und der Aufführung von Kompositionen aus Theresienstadt durch das Atlas Quartett (Initiative Jugendkammermusik Hamburg) begleitet.

Crowdfunding der Edition Moderne

Datum: 17.05.2023 11:55 bis 22.06.2023 00:00
Ort: World Wide Web

Unterstützt den tollen Schweizer Verlag, er wäre nicht zu ersetzen!
Hier geht es direkt zur Seite des Crowdfundings.

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Mehr Informationen
Die Edition Moderne besteht seit 1981 und ist somit der älteste, unabhängige Comic-Verlag im deutschsprachigen Raum. Seit drei Jahren wird sie im Trio von uns – Julia Marti, Claudio Barandun und Marie-France Lombardo – geleitet. Seither haben wir einen intensiven Innovations- und Transformationsprozess angestossen. Wir sind stolz auf das, was wir bereits erreicht haben!
Aus unterschiedlichen Gründen befindet sich die Edition Moderne aktuell in finanzieller Not und droht zu verschwinden. Transformation braucht Zeit und Ressourcen, die wir in unserem kleinen Team neben dem Alltagsgeschäft geleistet haben und immer noch leisten. In den letzten zwei Jahren kamen auch die Steigerung der Produktions-, Lager- und Distributionskosten, die Papierkrise und die Inflation erschwerend dazu.
Aus diesen Gründen müssen wir ein Crowdfunding lancieren. Es ermöglicht, unser Überleben zu sichern und gibt uns die nötige Zeit, den Transformationsprozess abzuschliessen, die Vermittlungsarbeit zu leisten und so den Verlag wieder auf eine ökonomisch nachhaltige Basis zu stellen.
Wie könnt Ihr uns unterstützen? Sicherlich indem Ihr das Crowdfunding unterstützt und teilt. Aber auch indem Ihr unsere Bücher bestellt, kauft, empfehlt und besprecht und unseren Autor*innen eine Plattform gebt. Spread the love! Zusammen sind wir «TOO BIG TO FAIL!».
Love,
Marie-France, Claudio, Julia


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