Stefano Ricci: Die Geschichte des Bären – Vernissage und Comic-Release

Im Rahmen des Reeperbahn-Festivals laden wir gemeinsam mit der kulturreich Galerie zur Vernissage und Comic-Release am Mittwoch, 17. September 2014, um 19 Uhr ein.

Nach einer Einführung von Prof. Anke Feuchtenberger (HAW Hamburg) wird Stefano Ricci seine Bücher signieren. Neben der Präsentation von Originalzeichnungen wird auch neues und unveröffentlichtes Material vorgestellt werden, dass an die „Geschichte des Bären anknüpft“.
Ricci vermengt in seiner Arbeit Autobiografisches, Fiktives und tragische Familiengeschichte zu einem literarischen Ganzen, das neue Maßstäbe im Comic setzt.

Nach der Vernissage wird die Ausstellung vom 18. bis 24. September, jeweils von 14 bis 19 Uhr geöffnet sein.

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Aus Paris erreicht uns noch folgender in die Ausstellung einführender Text von  François Landon:

«Die Geschichte des Bären» ist die erste Graphic Novel von Stefano Ricci. In schwarz-weißen Bildern spricht diese außergewöhnliche Erzählung von der Nacht, von Menschenwesen und Tierwesen und changiert dabei zwischen Realität, Phantasie, Erinnerung und Bekenntnisen.
Kein Storyboard, keine Skizzen. Für Stefano Ricci entsteht eine Geschichte, entsteht Kunst aus dem Moment. Nach mehreren Anläufen und Versuchen, Rückschritten und Änderungen kristallisiere sie sich schließlich heraus: «Es ist wie das Finale einer Partie Solitaire», lächelt er. «Plötzlich geht alles ganz schnell.»
So ist die 430 Seiten umfassende «Geschichte des Bären» binnen von sechs Monaten entstanden, begonnen im Sommer 2013. Wenn man ihn nach der Entwicklungsgeschichte fragt, zuckt Ricci mit den Schultern: Er kenne den Ausgangspunkt seiner Graphic Novel nicht. Liegt er im Jahre 1944, zur Stunde Null in seinem Geburtsland Italien, damals aufgeteilt zwischen Faschisten und Partisanen, Deutschen und Amerikanern – sein Vater und Onkel erzählten ihm davon. Oder 2002, als Ricci sein Leben mit dem seiner Partnerin Anke Feuchtenberger verband, mit der er oft auch künstlerisch zusammenarbeitet und den Mami Verlag gegründet hat? Oder war es 2007, als die Presse vom Tod des norditalienischen Bären Bruno berichtete, den deutsche Beamten erschossen und damit einen Skandel in ganz Europa verursachten? Oder 2009, als Ricci und Feuchtenberger sich an der Ostsee niederließen, «wo die Landschaften wirklich noch leer sind«, im von Wind und Schnee heimgesuchten Mecklenburg-Vorpommern? Oder war es nicht vielmehr 1966, dem Geburtsjahr des Autors, in Bologna?
Alles zusammen. So wie der Bär ist auch Ricci ein Grenzgänger. Sein Gebiet ist das Gefühl. Er nennt sich selbst einen «einsamen Wanderer» und das stete Unterwegssein prägt auch seine künstlerische Arbeit. Bleistift, Pastellfarben, Kohle und Pinsel überlagern und bedecken einander; er setzt immer neu an, lässt einzelne Striche stehen, paust Teile aus früheren Zeichnungen ab, fügt sie mit Klebestreifen oder sogar Nähgarn ein. Das ist keineswegs Manierismus: Genau wie in der Geschichte entsteht aus all den einzelnen Elementen eine erstaunliche Einheit. «Ich bin weniger Autodidakt als künstlerisches Waisenkind», sagt er. Seine Techniken hat er sich, geradezu asketisch, nach und nach angeeignet. Fünfzehn Jahre verbrachte er allein mit dem Zeichenstift. Ein einfachstes Medium? «Kurt Cobains Gitarre hat angeblich auch nur fünfzehn Dollar gekostet…» Der Kohlestift kam hinzu, als er entdeckte, welche Vielfalt an Lichtschattierungen er ihm abgewinnen kann. Erst vor drei Jahren dann der Pinsel: «Die Geschichte entwickelte sich schneller als die Bilder, aber ich wollte, dass beide Hand in Hand gehen. Eine Frage der Frische. Der Pinsel ist flüssig, ein guter Freund.»
Riccis heiliger Gral ist der «Pinocchio» von Collodi – in seinem Buch tritt sogar eine Grille auf. Er lese dieses Buch wieder und wieder, wegen der Wandlungen und Verwandlungen, die den Weg der Holzpuppe kennzeichnen. Und er bedauere die letzte Transformation Pinocchios in einen kleinen Jungen, einfach, weil das Menschliche für ihn keinen Reiz habe. Deshalb endet der menschenähnliche Bär seiner Graphic Novel als normaler Sohlengänger – wie der Bär Bruno, der vor sechs Jahren auf offizielle Order hin erschossen wurde.
In der «Geschichte des Bären» überlagern sich die Erzählstränge. Es gibt Bilder auf einer Doppelseite, die teilweise mit schwarzen Sprechblasen versehen sind, als seien sie für eine Beschriftung reserviert. Am Rand stehen Texte, die wie Aussagen der jungen Männer des Debakels von 1944 wirken oder aus Mails von Ricci an seine Freunde und seine geliebte Frau Stellina aka Anke Feuchtenberger stammen oder auch Teile der Handlung darstellen könnten. Passgenau oder gänzlich unverbunden, erzeugen diese Stimmen auf meisterhafte Art einen leicht schwebenden, traumartigen Eindruck, vergleichbar dem Film «Images» von Robert Altman. Eine Sequenz, in der sich verwirrte Wildschweine in Elektrozäunen verfangen, erinnert in ihrer alptraumartigen Intensität an die Schlüsselszene aus «Schweigen der Lämmer». Auch Fotografie und Film (sowohl Kurz-, als auch Trickfilm) gehören zu Stefano Riccis Repertoire.
Muss noch erwähnt werden, dass sich bei Ricci Geschichte und künstlerische Gestaltung nicht voneinander trennen lassen? «Erst die Ausstellung der Originale in einer Galerie bringen ein Buch wirklich zu seinem Abschluss.», sagt er. «Beim direkten Betrachten der Bilder, möglichst ohne trennendes Glas, kann sich jeder Besucher seine eigene Montage konstruieren, in seinem eigenen Rhythmus, unabhängig von der Graphic Novel.» Es überrascht nicht, dass Ricci auch für die Aufbereitung der Ausstellung selbst Sorge trägt: «Die Reproduktion ist Teil des Zeichenprozesses. Aber die Beleuchtung der eingescannten Bilder ist meiner Meinung nach brutal. Für ‘Die Geschichte des Bären’ habe ich die Hälfte der Bilder abfotografiert um das Tageslicht mit Spots zu modifizieren: dadurch wird das Buch lebendig. Die Originale bleiben einzigartig.»

Text: Francois Landon
Übersetzung: Karen Bo

 

DAS NAO IN BROWN – Comicpräsentation mit Glyn Dillon

Am Samstag, 20. September um 19.00 Uhr ist der Londoner Zeichner Glyn Dillon bei uns zu Gast. Im Rahmen des Reeperbahnfestivals wird er seine Arbeit präsentieren. 2013 gewann er in Angoulême den Spezialpreis der Jury mit seinem Comic The NAO of Brown. Mit Begeisterung haben wir die Veröffentlichung in deutscher Übersetzung durch den Egmont-Verlag aufgenommen, denn die vielschichtige und ungewöhnliche Geschichte um die junge Londonerin Nao, hat uns sowohl erzähltechnisch, als auch zeichnerisch schwer beeindruckt. Deswegen haben wir in Kooperation mit dem Verlag und dem Reeperbahnfestival Glyn Dillon zu uns nach Hamburg eingeladen. Er spricht heute mit dem Journalisten Dirk Schneider über sein Comic und seine weitere künstlerische Arbeit. Wir freuen uns sehr auf diesen Besuch. Im Anschluss an das Gespräch wird Glyn Dillon natürlich auch noch signieren.

 

 

Zum Inhalt des Buches gibt es einige spannende Rezensionen und Interviews die ihr hier findet:

The Comics Journal
Rezension auf b3, anlässlich des Comic Salons Erlangen

 

Der Text des Verlags:

Nao Brown schlägt sich als Illustratorin durchs Leben und ist auf der Suche nach der großen Liebe. Gleichzeitig leidet sie unter einer Zwangsstörung. Als sie endlich dem Mann ihrer Träume begegnet, muss sie feststellen, dass Träume manchmal sehr seltsam sein können. Durch Meditation versucht sie, ihre Gedanken zu beruhigen und ihr Herz zu öffnen. Allmählich begreift sie, dass Dinge nicht immer nur schwarz oder weiß sind. Vielmehr sind sie… brown.

 

 

Kreativ Nacht St. Pauli – MUSIKBINGO

Am 5. September ist die diesjährige Kreativ Nacht St. Pauli terminiert. Zum nun bereits 7. Mal könnt ihr an diesem Abend ab 18.00 Uhr zwischen Paulinenplatz und Reeperbahn Künstler_innen und Kreativbetriebe in ihren Ateliers, Geschäften, Wohnungen und Hinterhöfe besuchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Anlass unseres 4jährigen Jubiläums beglücken wir euch dieses Jahr wieder mit unserem legendären MUSIK-BINGO. Wir spielen mehrerer Runden und bereiten schon fleißig abstruse Genre-Runden vor. Wer Spaß an den beliebtesten TV-Melodien unsere Jugend und den schlimmsten Rockballaden aller Zeiten hatte, wird auch diesmal wieder einen guten Abend bei uns verbringen. Bring all your friends! Gewinnen könnt ihr natürlich auch was.

Außerdem gibt es an dem Abend Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Performances.

Hier findet ihr noch mehr Informationen.

Lesung und Buchvorstellung: „Entenhausen. Die ganze Wahrheit“ mit PaTrick Bahners

Wir freuen uns, am Montag, den 2. Juni 2014 um 19 Uhr, Patrick Bahners, den New Yorker Kulturkorrespondenten der FAZ, bei uns zu Gast zu haben. Er wird an diesem Abend sein Buch „Entenhausen. Die ganze Wahrheit“ vorstellen. Der Eintritt ist frei.

Auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnlich für uns, denn es geht dabei nicht um Graphic Novels oder Underground Comics, sondern um Donald Duck und Carls Barks. Wir empfehlen aber allen, einmal den Blick über den Tellerrand zu wagen und sich auf den unterhaltsamen und spannenden Vortrag einzulassen. Alle eingefleischten Donaldisten werden sich den Abend eh nicht entgehen lassen.

Wir wissen viel mehr über die Bewohner Entenhausens, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt. Wie halten sie es mit der Religion? Ist Entenhausen eine Demokratie? Wie ist dann aber die Verehrung zu erklären, die adlige Müßiggänger wie der Graf von Gondola genießen? Warum heißt die Stadt überhaupt nach den Enten, wenn die Ducks und ihre Artgenossen dort nur eine kleine Minderheit sind? Weshalb fürchtet sich Dagobert Duck vor der Panzerknacker AG? Könnte er nicht einfach die Aktienmehrheit an ihrer Gesellschaft erwerben?
PaTrick Bahners erzählt von den Helden der Entenhausener Geschichte seit dem Stadtgründer Emil Erpel und schildert die Pioniertaten der Entenhausener Wissenschaft von der Raumfahrt bis zur Gentechnik. Der Autor nimmt sich Donald Duck zum Vorbild, der unter dem Motto „Ich versteh von allem was!“ Ruhm in allen Quizsendungen von Funk und Fernsehen sammelt. Bahners hat in dreißig Jahren an der vordersten Front der donaldistischen Forschung kühne Hypothesen in die Welt gesetzt: Er wies nach, dass Donald Duck Wagnerianer ist und entlarvte Oma Duck als Adeptin der Schwarzen Magie nach allen Regeln der Hexenforschung. Aber Bahners versteht auch etwas von Erdbebenursachen, vom Steuerrecht und von der Einrichtung des Hirnkastens bei Drillingen.
Großzügige Abbildungen laden den Leser ein, seine eigenen Lösungen der Entenhausener Welträtsel zu finden. Der Donaldismus erweist sich in diesem Buch als Leitwissenschaft für Selbstdenker: lustig, bunt und spannend.

PaTrick Bahners ist Kulturkorrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ in Entenhausen, mit Nebensitz in New York. Bis 2012 leitete er das Feuilleton der Zeitung. Zuletzt erschien von ihm bei C.H.Beck Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam (2011).

 

Gratis Comic Tag 2014

Am Samstag, den 10. Mai 2014 findet wieder der Gratis Comic Tag statt und auch bei uns können kostenlos Hefte mitgenommen werden. Wir haben wie samstags üblich zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet. Damit auch Langschläfer noch zu ihren Comics kommen, haben wir die Abgabe auf vier Hefte pro Person beschränkt.

Eine Übersicht über die dieses Jahr angebotetenen Hefte findet ihr hier auf den Seiten des Gratis Comic Tages.

 

 

DIE Neuheit im April

WER IST HIER DIE MUTTER? – ALISON BECHDEL
Kiwi, 304 Seiten, 22,90 €

Eine stürmische literarische Auseinandersetzung mit der eigenen Mutter – in Worten und Bildern Nach ihrem internationalen Bestseller „Fun Home“, in dem Alison Bechdel ihrem Vater nachspürte, erscheint nun ihre gewitzte, melancholische Abrechnung mit ihrer Mutter, die das Leben der Tochter bis heute bestimmt. Mit ihrer unverwechselbaren Kunst, Bilder und Worte gegeneinander zu setzen, pflügt Alison Bechdel das oft beackerte Terrain der Mutter-Tochter-Beziehung ganz neu um und ermöglicht einen vollkommen frischen Blick auf die erste Beziehung unseres Lebens. „Ich kann dieses Buch nicht schreiben, wenn ich meine Mutter nicht aus dem Kopf kriege“, erzählt Bechdel ihrer Therapeutin. „Aber ich kriege sie nur aus dem Kopf, wenn ich dieses Buch schreibe.“ Den komplexen Prozess, mit der eigenen Geschichte und den eigenen Eltern klarzukommen, zeichnet Alison Bechdel auf noch nie dagewesene Weise nach und auf. Sie bewegt sich dabei ebenso elegant auf den Spuren Virginia Woolfs wie in den Schriften des Psychoanlytikers Donald Winnicott, den sie gern als Mutter gehabt hätte. Kaum verwunderlich bei einer Mutter, die im echten Leben urplötzlich aufhört, die Tochter zu küssen, und immer auf Abstand bleibt. Fast jede Tochter hat ungeklärte Konflikte mit der eigenen Mutter, aber wenige sind dabei so ehrlich wie Alison Bechdel.

Comicrelease „Vita Obscura“ mit Simon Schwartz

Samstag, 26.04.2014 um 19 Uhr

 

Heute  Abend haben wir den Hamburger Zeichner Simon Schwartz zu Gast. Nach seinem preisgekrönten Band „Packeis“ hat er ein neues Buch im avant-verlag vorgelegt und wird „Vita Obscura“ bei uns vorstellen und anschließend signieren.

Zum Comic:
In Anlehnung an die Aussage Art Spiegelmans, die Zukunft des Comics liege in seiner Vergangenheit, bezieht sich „Vita Obscura“ auf die frühen amerikanischen Sonntagsseiten der 1910er und 1920er Jahre. In jeder Folge widmet sich Simon Schwartz einer unbekannten, exzentrischen, aber doch stets wahren Biografie: Dem Leser begegnen u.a. der Landstreicher und einzige Kaiser der USA, Joshua Norton, die diversen Doppelgänger des Sohnes Iwan des Schrecklichen, das blinde Musikgenie Moondog, sowie das schreckliche Monster Pulgasari. Und wer hat das Gehirn von Albert Einstein entwendet?
Passend zum jeweiligen Lebenslauf erfindet sich diese Comicserie immer wieder neu – sei es als Collage, Kohlezeichnung oder als Relief.

Gesamtausgabe der seit Januar 2012 in „Der Freitag“ vorveröffentlichten Serie – inklusive bisher unveröffentlichter Seiten und einem Vorwort von Andreas Platthaus.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem avant-verlag.

 

Schöne Comics der letzten Wochen

JANE, DER FUCHS UND ICH – Fanny Britt & Isabelle Arsenault
Reprodukt, 104 Seiten, 29 €

In der Tradtion von Aisha Franz‘ „Alien“ als auch Genevièves Castrèes‘ „Ausgeliefert“ bescheiben die beiden Quebecer Autorinnen die Kindheit und Jugend einer Außenseiterin und die eingeschränkten, aber vorhandenen Möglichkeit von Emanzipation und Selbstfindung jenseits der schon ausgetretenen Pfade.

 

 

 

 

DER GIGANTISCHE BART, DER BÖSE WAR – Stephen Collins
Atrium, 240 Seiten, 29,99 €

Mit dieser atemberaubenden Graphic Novel verneigt sich Stephen Collins vor drei großen Namen: Orwell, Kafka und Godzilla. Ein Buch, das sich auf ebenso überraschende wie berührende Weise damit auseinandersetzt, wie Vorurteile und Ängste geschürt und genutzt werden – und wie man sie vielleicht überwinden kann (Atrium).

Stephen Collins ist am 1.4. zu Gast im Literaturhaus.

 

 

GRÖCHA – Peggy Adam
avant-verlag, 104 Seiten, 19,95 €

Peggy Adam war mit ihrer beeindruckenden Graphic Novel „Luchadoras“ letztes Jahr beim Hamburg Comicfestival zu Gast. Jetzt hat der avant-verlag ihr neues Buch „Gröcha“ vorgelegt und beschreibt es wie folgt: In naher Zukunft, inmitten Europas: Eine Epidemie dezimiert unerbittlich die Menschheit. Die Städte werden überwacht, ihr Verlassen und Betreten reglementiert. Marc versucht, diesem erdrückenden Alltag zu entfliehen und hofft, durch eine Reise in die Berge etwas Ruhe zu finden. Auf dem Gipfel, inmitten der Natur, wird die schreckliche Wahrheit über seine Vergangenheit ans Licht treten…

 

 

REZZO UND ELISABETH – Till Thomas
avant-verlag, 88 Seiten, 19,95 €

Seine Buchpräsentation hat beim Leipziger Millionaires Club für Furore gesorgt. Till Thomas nahm bei der Präsentation der Gesamtausgabe seiner Serie „Rezzo und Elisbeth“ kein Blatt vor den Mund und kündigte zum Hamburger Comicfestival im Oktober das Erscheinen eines Computerspiels zum Buch an.
Wir empfehlen den Kauf dieses Comics des verrückten Berliners, nicht nur, weil die Heftpräsentation von Rezzo und Elisabeth einer der ersten Veranstaltungen bei uns im Laden war. Eine schöne und durchgeknallte Geschichte, wie man sie in der Comicwelt nur selten findet.

 

 

 

CANI SELVAGGI – AMANDA VÄHÄMÄKI

Canicola, 36 Seiten, 16 €

Ganz neu bei uns im Laden findet ihr Neuheiten vom Canicola verlag aus Italien. Die Hefte und Bücher haben alle eine englische Übersetzung. Alle haben die gewohnte außergewöhnlich hohe zeichnerische Qualität. Exemplarisch dafür steht der Band von Amanda Vähämäki, an deren Bildsprache man sich nicht satt sehen kann. Ein Blick lohnt sich.

 

 

 

 

Franz Kafkas nonstop Lachmaschine – Mahler
Reprodukt, 129 Seiten, 16,- €

Wie fühlt es sich an, als Comicautor in der Hochkultur anzukommen? Wie übersetzt man Thomas Bernhard und Robert Musil in Comicform? Und gibt es nicht mehr Überschneidungen zwischen Franz Kafka und “Fix und Foxi”-Erfinder Rolf Kauka, als man zunächst annehmen mag? Auch in der vierten Sammlung von autobiografischen Geschichten berichtet Nicolas Mahler mit trockenem Witz aus seinem aufregenden Leben als Comiczeichner und von den grotesken Situationen, in die er fortwährend gerät.

 

 

 

 

COMIC ATLAS FINNLAND – V.a.
Reprodukt, 240 Seiten, 34 €

Le Monde diplomatique: Comics zur Lage der Welt – V.a.
Reprodukt, 64 Seiten, 29 €

Zwei neue sehr empfehlenswerte Compilations:

* Seit 2005 ziert die letzte Seite der deutschen Ausgabe der französischen Monatszeitung “Le Monde diplomatique” regelmäßig ein großformatiger Comic, gestaltet von den besten und innovativsten Künstlerinnen und Künstlern der internationalen Comicszene. Frei von formalen Zwängen entstehen so allmonatlich die wohl aufregendsten Zeitungscomics im deutschsprachigen Raum. Zum zweiten Mal sammelt Reprodukt in Zusammenarbeit mit Karoline Bofinger, die für die Comicseite von “Le Monde diplomatique” verantwortlich zeichnet, 50 der besten Beiträge.

* Experimentierfreudig, umtriebig und bestens organisiert, so lässt sich die finnische Comicszene charakterisieren. In den letzten Jahren haben sich hier junge Zeichnerinnen und Zeichner etabliert, deren Bücher weltweit verlegt werden. Wenig Aufmerksamkeit haben die inhaltlich und stilistisch ungewöhnlichen Erzählungen bislang in Deutschland erfahren – Anlass, eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer finnischer Comics vorzulegen. Herausgegeben von Kalle Hakkola und Sascha Hommer.

 

Beta – Jens Harder
Carlsen, 368 Seiten, 49,90 €

Lange, sehr lange musste man warten. Jetzt ist der Nachfolger von „Alpha – directions“ endlich erschienen. In seinem zweiten Band widmet sich Jens Harder den Urmenschen und endet mit dem Beginn unserer Zeitrechnung.
In über 2.000 Bildern erzählt Harder von den Ideen und Vorstellungen und den Bildern, die sich die Menschen von der Natur und Kultur gemacht haben. Wie auch ALPHA erhält dieser Band eine bibliophile Ausstattung und macht sich sehr gut in jedem Bücherregal.

 

 

 

 

 

 

 

3. Graphic Novel Tage im Literaturhaus Hamburg

Die auch von uns präsentierten 3. Hamburger Graphic Novel Tage sollte man sich nicht entgehen lassen. Vom 31. März bis zum 3. April werden im Literaturhaus jeden Abend zwei ZeichnerInnen zu Gast sein. Eine Paarung hervorzuheben ist bei der Qualität des Programms nahezu unmöglich.
Einen Beitrag über die Graphic Novel Tage aus dem Hamburg Journal des NDR inklusive einem Kurzbesuch bei uns im Laden findet ihr hier!

Besonders erfreulich: zum ersten Mal gibts stark reduzierte Tickets für StudentInnen!  Den Flyer für die Veranstaltung mit dem ausführlichen Programm könnt ihr euch hier als pdf ansehen.

Ausstellung von Sina Arlt: „Hudern und Hadern“

Wir empfehlen den Besuch der Ausstellung von Sina Arlt im Projektor (Sternstr. 4) vom 13. bis 16.3., die Eröffnung findet am Donnerstag, den 13.3. um 19 Uhr statt!

(Achtung, die Veranstaltung findet nicht bei uns im Laden statt!)

„Hudern und Hadern“ ist eine Geschichte über Menschen und Enten, über einen dicken Mantel und einen Anruf. Es geht um das rausgehen und das zu Hause bleiben.
Es geht um einen Tag , an dem die Entscheidung zwischen Nudeln und Reis schon schwierig scheint. Und dann kommt der Anruf und sie macht sich auf den Weg zu Freunden.Eine Ente kommt im Park in die Mauser. Was an und für sich nicht schlimm wäre, nur hat sie als einzige noch ein Ei aus zu brühten.
Und dann ist da noch der Mann, der gerne Hähnchen isst. Irgendwann treffen sie aufeinander. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten und alles ist komisch.


Die Ausstellungs
eröffnung findet am 13.3.14 um 19 Uhr statt.
Öffnungszeiten: 14.3. bis zum 16.3.,
jeweils 13 Uhr – 20 Uhr.

Über die Zeichnerin:
Ich heiße Sina Arlt und bin 1983 an der Nordseeküste geboren. Seit dem ich 2001 nach Hamburg gekommen bin zeichne ich. Gerne Tiere und auch Menschen.
Im Sommer 2009 habe ich angefangen Illustration an der HAW Hamburg zu studieren.
Die Bildergeschichte „Hudern und Hadern“ ist im Herbst und Winter 2013, im Rahmen meiner Bachelorarbeit entstanden.

weitere Informationen: http://fraugulaschka.tumblr.com/

Comicrelease „Der salzige Fluss“ mit Jan Bauer

Am Samstag, 1. März um 19.00 Uhr ist Jan Bauer bei uns zu Gast und stellt sein neues Comic „Der salzige Fluss“, erschienen im avant-verlag vor.

 

Nach einer schwierigen Trennung findet sich Jan Bauer in der australischen Wüste wieder, auf der Suche nach sich selbst. Er will den „Lhere pirnte“ – den salzigen Fluss – entlangwandern. 450 Kilometer durch das unwirtliche, glühend heiße Herz Australiens. Mit jedem Schritt durch die fremde, menschenfeindliche und zugleich wunderschöne Landschaft lässt er ein bisschen seelischen Ballast hinter sich. Seine Situation ändert sich, als sich ihm eine französische Wanderin anschließt. So langsam aber stetig, wie der salzige Fluss selbst dahinfließt, wächst auch die Nähe zwischen den zwei Wüstenwanderern.

Der salzige Fluss, das Graphic-Novel-Debüt des Hamburger Illustrators und Trickfilmregisseurs Jan Bauer, erzählt eine zärtliche und unverhoffte Liebesgeschichte vor einem wunderschön illustrierten, spektakulären Naturpanorama.

 

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Jan Bauer wurde 1976 in Preetz geboren und studierte Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und Animation am Queensland College of Art in Brisbane. Während seiner Studienzeit hat er sich als Landschaftsmaler gesehen, doch beruflich zog es ihn in der Folge zum Trickfilm. Seit 2002 ist er als freier Illustrator, Designer, Regisseur und Autor tätig und wirkte seither an der Produktion von zahlreichen animierten Werbespots, Kurzfilmen, Serien und Langfilmen mit. An der Akademie für Kindermedien in Erfurt erlernte er dazu das Handwerk des Konzept- und Drehbuchautors. Ansonsten ist er als Dozent für Trickfilm und Illustration tätig und stellt sich als Outdoor-Freak gerne den Herausforderungen der Natur. Seine Leidenschaft fürs Reisen hat Bauer in seinem Graphic-Novel-Debüt „Der Salzige Fluss“ verarbeitet.

Der Zeichner und Autor lebt und arbeitet in Hamburg.

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