Wir freuen uns, auch in diesem Jahr die 5. Graphic Novel Tage des Literaturhaus Hamburg mit präsentieren zu können. Neben den von Andreas Platthaus und Christian Gasser moderierten Gesprächsrunden und dem Workshop mit Arne Bellstorf im Literaturhaus findet am Donnerstag, den 12. Mai von 16 bis 17:30 Uhr eine Signierstunde mit Olivier Schrauwen und Sascha Hommer bei uns im Laden statt.
Das komplette Programm als pdf lässt sich hier ansehen.
Bei Strips & Stories:
Donnerstag, 12. Mai von 16:00 – 17:30 Uhr
Signierstunde mit Olivier Schrauwen und Sascha Hommer
Im Literaturhaus Hamburg:
Montag, 9. Mai um 19:30
Steve Bell (GB) und Volker Reiche (D)
Dienstag, 10. Mai um 19:30
Dominique Goblet (B) und Anna Sommer (CH)
Mittwoch, 11. Mai um 19:30
Olivier Schrauwen (B) und Arne Bellstorf (D)
Donnerstag, 12. Mai um 19:30
Tommi Musturi (FIN) und ATAK (D)
Donnerstag, 12. Mai von 12 – 18:00 Uhr
Workshop mit Arne Bellstorf
Das Editorial von Andreas Platthaus und Christian Gasser:
Zum fünften Mal treffen sich deutschsprachige Comicautoren mit internationalen Kollegen zu den Graphic Novel Tagen im Literaturhaus Hamburg. An vier Abenden stehen Faszination und Möglichkeiten der sprechenden Bilder im Mittelpunkt.
Den Auftakt machen der Brite Steve Bell und sein Kollege Volker Reiche: Beide haben mit ihren Comicstrips »If …« und »Strizz« die jeweils wichtigsten Tageszeitungen ihrer Länder geprägt: den »Guardian« und die »Frankfurter Allgemeine Zeitung«. Bell ist zugleich der bedeutendste und kompromissloseste zeitgenössische Karikaturist Großbritanniens, während Reiche auch malt und schreibt, was 2013 in seiner autobiografischen Graphic Novel »Kiesgrubennacht « zusammenkam. Die Schweizerin Anna Sommer und die Belgierin Dominique Goblet sind Avantgardistinnen, deren Bedeutung für die deutsch- beziehungsweise französischsprachige Comicwelt gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Goblet zählte zur Brüsseler »Frémok«-Gruppe, Sommer zum Stamm des Zürcher Comicmagazins »Strapazin«. Sie nutzen künstlerische Mittel für ihre Geschichten und Zeichnungen, die dem Comic ganz neue Gebiete erschlossen haben. Der dritte Abend gehört mit dem Flamen Olivier Schrauwen und dem Hamburger Arne Bellstorf zwei weiteren Erneuerern des Erzählens in Bildern. Unter Rückgriff auf berühmte Vorbilder (Winsor McCay)
oder Stoffe (die Geschichte der Beatles) haben beide höchst persönliche und erfolgreiche Comics geschaffen, doch sie überraschen immer wieder durch neue Stilformen. Zum Abschluss der Graphic Novel Tage treffen der Finne Tommi Musturi und ATAK aus Berlin aufeinander, zwei Comiczeichner, die sich vor allem als Künstler verstehen, was man den ungewöhnlichen Themen und Gestaltungen ihrer Bücher anmerkt, die weit über die Grenzen des Comics hinausführen.
Wie immer bei den Graphic Novel Tagen gilt: Jeder Abend garantiert frische Anregungen, neue Einsichten und große grafische Literatur.

Fabian Stoltz, Anja Kasten und Michael Schmid geben in „Große Freiheit“ einen Einblick ins Kiez-Milieu der Achtziger

„Selma träumt schlecht: verstoßen, verwirrt, von Freund und bester Freundin verlassen, irrt sie durch eine Wüstenlandschaft, in der niemand mehr per Smartwatch erreichbar ist. Aufzuwachen ist keine Erleichterung, denn die Protagonistin von Aisha Franz‘ neuer Graphic Novel „Shit is real“ ist tatsächlich neuerdings Single, arbeitslos und umgezogen. So beginnt die Geschichte einer persönlichen Krise, fantasie- und lustvoll als surrealer Sci-Fi-Thriller erzählt. (…) In Selmas perfekt durchdigitalisierter Umgebung ist für eine Depression kein Platz, sodass sie zur Grenzgängerin zwischen komplex ineinander verschachtelten Welten wird. (…)





Der 1957 entstandene Comicroman erscheint bei avant erstmals in deutscher Übersetzung. Dieser Veröffentlichung wird mit einer großen Ausstellung in Stuttgart Rechnung getragen. Das Werk gilt als wegweisend und nimmt sehr vorausschauend Bezug auf die Verbrechen der Diktatur in Argentinien – also Science-Fiction im besten Sinne. Der Autor selbst wurde 20 Jahre nach Veröffentlichung seines Comics Opfer von Entführung und Ermordung durch die Miltärjunta.





























