Vom 3. bis zum 6. Oktober findet das von uns gemeinsam mit vielen anderen organisierte Comicfestival Hamburg statt!
Dieses Jahr wartet das Festival mit einem erweiterten Programm auf — neben Ausstellungen, Künstlergesprächen, Lesungen und der Börse werden im Festivalzentrum im Kölibri zum ersten Mal auch Comic–Workshops sowie Lesungen für Kinder stattfinden.
Wir freuen uns auf die internationalen Gäste Rutu Modan, Peggy Adam und Geneviève Castrée. Die drei renommierten Comicautorinnen werden ihre neuen Graphic Novels in Einzelausstellungen präsentieren.
Den Auftakt begeht das Festival mit dem Magazin Strapazin, das in der aktuellen Ausgabe die Fernsehserien unserer Jugend feiert. Die Eröffnungsausstellung zeigt Strips von über 150 Zeichnern und eine exklusive TV-Helden-Galerie. In einer Gruppenausstellung der Comicklasse Prof. Feuchtenberger (DMI, HAW Hamburg) stehen »Tiere in Bildgeschichten« im Mittelpunkt, während sich der Verlag und das Illustratoren-Kollektiv Rotopol (Kassel) mit »The Ultimate Disaster Show« vorstellen wird.
Bereits ab dem 27. September werden Satelliten–Ausstellungen die Arbeiten junger Zeichner und Zeichnerinnen an Orten präsentieren, an denen man Comics nicht unbedingt erwartet: in Läden, Lokalen und Werkstätten an verschiedenen Orten in St. Pauli, Schanzen– und Karoviertel. Diese temporären Galerien können in geführten Rundgängen an den ersten beiden Festivaltagen erkundet werden. Wir haben in diesem Zusammenhang die Ehre, Anna Haifisch bei uns im Laden zu Gast zu haben.
Das Festival–Programm in der Übersicht mit allen Terminen auf einen Blick sowie als Programmzeitung online zum durchblättern.
Wir freuen uns sehr, in Zusammenarbeit mit dem „Flexiblen Flimmern“, als auch Anke Feuchtenberger und Stefano Ricci von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften die kleine Veranstaltungsreihe um den Film „Graphic Novels! Melbourne“ und die Ausstellung „Postcards from here“ präsentieren zu können! Die Produzenten und Filmemacher Dan Hayward und Bernard Caleo, der gleichzeitig auch noch Comicautor und -verleger ist, sind Anfang Februar in Europa unterwegs und präsentieren ihren Film auch in Hamburg. Ergänzt wird das Screening durch die von Stefano Ricci und Anke Feuchtenberger kompilierte Ausstellung „Postcards from here“ sowie einen Vortrag über die australische Comicszene.
Ausstellung: „Grüsse von hier! Postcards from here“
Parallel zum Screening wird die Zeitung „Postcards from here“ präsentiert und ausgestellt. Es handelt sich um eine Zeitung, die in den Kursen in Angoulême, Zwolle und Hamburg von Stefano Ricci und Anke Feuchtenberger (Hochschule für angewandte Wissenschaften) entstanden ist: zweiseitige Comics, berichtend von Städten in aller Welt, die zum Teil für das italienische Wochenmagazin „Internazionale“ produziert wurden. Die Zeitung ist eine Coproduktion zwischen MamiVerlag (Quilow), Edition Na (Angoulême) und enthält auch einen historischen Teil mit journalistischen, französischen Comics, entstanden am Ende des 19 Jahrhunderts.
Austellungseröffnung: Dienstag, 5. Februar 2013 ab 19 Uhr im Projektor (Sternstr. 4). Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung wird auch parallel zu den Screenings von „Graphic Novels! Melbourne!“ zu sehen sein!
Film: „Graphics Novels! Melbourne!“
In Australien ist ein neues Zeitalter für Graphic Novels und Comics angebrochen. “Graphic Novels!Melbourne!” zeichnet erstmalig ein Bild dieser jüngsten Entwicklungen der Comic Kultur Down Under. Dabei spielt die in Melbourne ansässige eng verbundene Szene der kreativen, innovativ vielseitigen und vor allem mit Leib und Seele ihrer Kunst verfplichteten Comic Zeichner/innen eine entscheidende Rolle. Die Dokumentation porträtiert nicht nur die Arbeiten australischer Graphic Novelisten wie Pat Grant, Nicki Greenberg, Mandy Ord and Bruce Mutard, sondern es kommen auch Koryphäen der sogenannten 9. Kunst wie Scott McCloud, Paul Gravett und Shaun Tan zu Wort. “Graphic Novels!Melbourne!” stellt die neue Stimme in der internationalen Graphic Novels Sphäre vor und diese spricht mit einem unverwechselbar australischen Akzent!
Der Film wird am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag (5. – 9. Februrar) jeweils um 20 Uhr im Projektor (Sternstr. 4) gezeigt. Der Eintritt beträgt 8 € (10 € am Samstag). Am Freitag und Samstag werden die beiden Filmemacher auch vor Ort im Projektor sein und am Samstag gibt es vor dem Film noch einen Comictalk, moderiert von Henry Holland. Reservierungen für die Kinoabende unter: reservierungen@flexiblesflimmern.de
Vortrag: Comics Down Under
Der australische Comiczeichner, Publizist und Filmemacher Bernard Caleo stellt in seinem Vortrag die australische Comicszene vor. Er beschreibt und erklärt den derzeitigen Comic- und Graphic Novel-Boom und vergleicht diesen mit der Hochzeit der australischen Comicszene in den 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und steht allen Interessierten offen. Der Eintritt ist frei.
Donnerstag, 7. Februar 2013, Strips & Stories (Seilerstr. 40) Beginn: 18 Uhr ACHTUNG: Der Vortrag findet nicht, wie ursprünglich angekündigt, an der HAW statt.
Jedes Jahr erscheinen zum Internationalen Comicsalon in Erlangen viele neue Titel, im folgenden findet ihr eine Auswahl an Büchern, die uns besonders gut gefallen und die, wie viele andere Neuheiten auch, ab sofort bei uns zu haben sind:
Los gehts mit einem Minicomic aus dem Treasure Fleet Imperium:
Arne Bellstorf: Doris, 12 Seiten – 4 €
Arne Bellstorf („Baby’s in black“) erzähtl die Geschichte einer entlaufenen Legehenne. Auf 12 quadratischen schwarz-weiss Seiten wird ein bedrückendes Bild von Freiheit gezeichnet.
Auch von Reprodukt gibts wieder neue Bücher, die wir – wie wäre es anders zu erwarten gewesen – sehr gerne mögen:
Endlich ist auch Craig Thompsons unserer Meinung nach bestes Buch „Mach’s gut, Chunky Rice“ in deutscher Sprache erschienen und von Aisha Franz gibts den Agentinnenthriller „Brigitte und der Perlenhort“ – Aisha wird ihr Buch auch im Herbst bei uns vorstellen.
Wie unendlich schwer ein Abschied sein kann, wenn der liebste Freund abreist! Als Chunky Rice zu den Kahootney-Inseln aufbricht, bleibt Dandele untröstlich zurück. Chunky Rice ist eine Schildkröte. Er trägt nun einmal sein Haus auf dem Rücken und so hält ihn auch die tiefe Zuneigung zur Maus Dandele nicht davon ab, seinem Fernweh zu folgen. Er begibt sich auf eine abenteuerliche und gefährliche Seereise. Ob er je zurückkehren wird, ist ungewiss. In der anrührenden Geschichte um Chunky Rice und seine Freunde lotet Craig Thompson zahlreiche Formen des Trennungsschmerzes und der Einsamkeit aus. Zugleich ist sie ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, seinen eigenen Weg zu gehen.
Aisha Franz: Brigitte und der Perlenhort, 192 Seiten – 16 €
Brigitte hat eine wichtige Mission: Sie soll die „Margarita“, eine sagenumrankte Perlenmuschel von unschätzbarem Wert, vor den gierigen Händen eines Mafia-Bosses bewahren. Fest entschlossen begibt sie sich auf die Jagd, doch ihre Schwäche für stürmische Romanzen erweist sich als gefährliches Hindernis… Eine abenteuerliche Geschichte über Verlust, Rache und das Wunder der Liebe. Aisha Franz, die mit „Alien“ eines der meistbeachteten deutschen Comic-Debüts der vergangenen Jahre vorgelegt hat, erweist sich auch im Spiel mit Genre-Klischees als aufregende Erzählerin.
Ebenfalls sehr lesenswert finden wir „Der Boxer“ von Reinhard Kleist, erschienen bei Carlsen. Kein „spannendes“ Buch, wie es die Verlagsankündigung behauptet, sondern gut rechechiert, einfühlsam erzählt und mit einem Nachwort versehen.
Reinhard Kleist: Der Boxer – Die Überlebensgeschichte des Hertzko Haft, 176 Seiten – 16,90 €
Das heißt: an diesem Tag könnt ihr in teilnehmenden Buchhandlungen vorbeikommen und Gratishefte mitnehmen. Viele Verlage haben extra für diesen Tag kleine Hefte produziert, die umsonst abgegeben werden. Insgesamt gibt es 30 verschiedene Hefte und natürlich machen wir auch dieses Jahr wieder mit. Also kommt vorbei, stöbert und nehmt euch Hefte mit.
Damit auch alle genug Zeit haben verlängern wir die Öffnungszeiten – von 11.00 bis 19.00 Uhr ist geöffnet.
Das Literaturhaus Hamburg hat weder Kosten noch Mühen gescheut und ein tolles Programm zusammengestellt, das von hochinteressanten internationalen Zeichnerinnen und Zeichner präsentiert wird. Im Rahmen unserer Kooperation mit dem Literaturhaus finden zwei Signierstunden in unserem Laden statt.
Zum Programm im Literaturhaus:
Dienstag, 10. April um 19.30 Uhr: Comic & Reportage: Joe Sacco (‚Bosnien‘) & Uli Lust (‚Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens‘)
Moderiert werden die Veranstaltungen von Andreas Platthaus und Christian Gasser
Eintritt: 10,- Euro (regulär), 8,- Euro (ermäßigt), 6,- Euro (Mitglieder Literaturhaus) Kartenvorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in der Buchhandlung Samtleben (040 – 220 5142)
Signierstunden bei uns im Laden
Mittwoch, 11. April, 16.00 – 18.00 Uhr kommt IGORT (‚Berichte aus der Ukraine‘) zu uns.
Samstag, 14. April, 14.00 – 16.00 Uhr kommen Line Hoven (‚Liebe schaut weg‘, ‚Dudenbrooks‘) & Posy Simmonds (‚Tamara Drewe‘ & ‚Gemma Bovery‘) in den Laden.
Der Eintritt für die Signierstunden ist frei.
Die Bücher von allen Autorinnen und Autoren gibt’s natürlich bei uns zum angucken und kaufen. Wir freuen uns sehr auf die nächste Woche und hoffen Euch bei den Veranstaltungen zu treffen!
Zum 30igjährigen Jubiläum gibt es ab sofort von der Edition Moderne zwei absolute Klassiker zum halben Preis.
Die heilige Krankheit. Von David B. Band 1 – Geister und Band 2 – Schatten Hardcover, 378 Seiten, 24 Euro
In „Die heilige Krankheit“ erzählt David B. mit einzigartiger Offenheit seine Familiengeschichte, die geprägt ist durch die Epilepsie seines Bruders. Die verzweifelte Suche seiner Eltern nach einer Heilmethode für ihren Sohn führt die Familie vom Facharzt zum Guru, vom Scharlatan zur makrobiotischen Kommune, von der Sekte bis nach Lourdes. Dieses Aufwachsen zwischen Heerscharen von Ärzten und Dämonen wird für David B. zum Albtraum, den er Jahre später mit seinem Meisterwerk „Die heilige Krankheit“ verarbeitet und so überwindet. Die sechsteilige französische Originalausgabe ist auf Deutsch in zwei Bänden in der Edition Moderne erschienen.
120, Rue de la Gare. Von Tardi & Malet Hardcover, 192 Seiten, 16 Euro
November 1941, Stalag XB. Der Mann ohne Gedächtnis – genannt “La Globule” – flüstert Nestor Burma auf dem Totenbett eine geheimnisvolle Adresse zu: “120, rue de la Gare”. Dezember 1941, Bahnhof Lyon-Perrache. “120, rue de la Gare”, ruft der sterbende Bob Colomer seinem Chef zu. Was bedeutet diese geheimnisvolle Adresse? Und wird Nestor Burma – der Mann, der jedes Rätsel knackt – auch diesen Fall lösen? Neben der spannenden Handlung zeichnet Tardi auch eine detailreiche Bilderwelt der Kriegsjahre. Im 1943 erschienenen Kriminalroman “120, rue de la Gare” setzt Léo Malet zum ersten Mal seinen Privatdetektiv Nestor Burma als Hauptfigur ein. Ursprünglich hatte Malet keine Fortsetzung vorgesehen, aber sein damaliger Verleger – vom grossen Erfolg motiviert – drängte ihn, weitere Folgen mit Nestor Burma zu schreiben. Es sollten insgesamt 29 werden, in denen Malet seinen Privatdetektiv Burma nonchalant und darüber hinaus sehr erfolgreich agieren lässt. Gute 40 Jahre nach diesem Grosserfolg wagte sich Jacques Tardi an die Comicversion. Sie entstand in enger Zusammenarbeit mit Léo Malet und nimmt heute in Tardis Werk eine herausragende Position ein.
Ab sofort gibt es bei uns Ausgaben des Film/Comic – Buchs BORN IN FLAMES. Eine Foto – Hommage an den wegweisenden Film von Lizzie Borden von 1983. Veröffentlicht vom kleinen Londoner Verlag Occasional Papers und der Herausgeberin Kaisa Lassinaro, mit einem Auszug eines Statements aus der Heresies no. 16 von Lizzie Bordon.
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Heute eröffnen die 22. Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg auf Kampnagel. Wir wünschen ein rauschendes Festival, erinnern nochmal an den von uns präsentierten Film ‚Codependent Lesbian Space Alien Seeks Same‘ am Samstag, 22.10. um 22:30 Uhr im Metropolis und haben diesen Lesetipp:
Passend zum heutigen Tage gerade ausgepackt – der extrem lesenswerte Klassiker in einer tollen Neuauflage (Das Format! Die Übersetzung! Ein Vorwort von Alison Bechdel!)
1963, im Jahr des berühmten Marsches auf Washington von Martin Luther King und der Ermordung von John F. Kennedy, lernt der junge Südstaatler Toland Polk eine Gruppe von Künstlern und progressiven Denkern kennen, die gegen Hass und Rassentrennung im Amerika der 60er Jahre kämpfen, und wird teil der vehement angefeindeten Bürgerrechtsbewegung. Neben dem großen gesellschaftlichen Kampf fechtet Toland auch einen Konflikt mit sich selbst und seiner sexuellen Identität aus. im Jahre 1963 im reaktionären Süden Amerikas fällt es einem jungen Mann schwer, sich einzugestehen, dass er schwul ist.
„Stuck Rubber Baby“ ist das Lebsnwerk des US-amerikanischen Comic-Künstlers Howard Cruse und machte den Comic-Erzähler Anfang der 1990er Jahre weltberühmt. U.a. wurde die ambitionierte und gefierte Erzählung für den American Library Association’s Lesbian and Gay Book Award und den Lamda Leterary Award nominiert sowie als „Best Graphic Novel“ mit dem United Kingdom Comic Art Award und 2002 mit dem French Prix de la critique ausgezeichnet. Der Comicroman kann zurecht zu einem Klassiker nicht nur der Comicliteratur, sondern auch zu einem Meilenstein im afroamerikanischen, studentischen und besonders homosexuellen Literaturdiskurs der USA gezählt werden.
„Stuck Rubber Baby“ erscheint nun 15 Jahre nach Erstveröffentlichung in Deutschland in neuem Format und in einer überarbeiteten Übersetzung. Für die Neuausgabe schrieb Alison Bechdel, die mit ihrem Titel Fun Home die Comic-Sensation des Jahres 2006 war, eigens ein Vorwort.
Eine der bewegendsten und besten Graphic Novels aller Zeiten.
Für Euch bestellt und ausgepackt, liegen diese Neuheiten zur Ansicht im Laden bereit:
Igort – Berichte aus der Ukraine Reprodukt
„Man muss nur ein wenig an der Oberfläche kratzen, und schon spürt man hinter der sowjetischen Verschlossenheit das Verlangen, angehört zu werden…“
Serafima Andrejewna war erst vier Jahre alt, als 1932 der Holodomor in ihrem Dorf begann. Sie berichtet von Elend, Tod, sogar von Kannibalismus infolge dieser von Stalin provozierten Hungersnot. Auch Maria Iwanowna hat in ihrer Jugend mit Leichnamen überhäufte Wagen durch ihr Dorf fahren sehen. Während der deutschen Besetzung musste sie dann erleben, wie ihre Mutter von den Deutschen verschleppt wurde. Anatoli erzählt von einem jüngeren Drama der ukrainischen Geschichte, von Tschernobyl.
Anderthalb Jahre ist Igort zwischen 2008 und 2009 durch die Ukraine, Russland und Sibirien gereist, um die Erinnerungen der Menschen festzuhalten. In seinen Aufzeichnungen verbindet der italienische Autor virtuos Comicminiaturen, Illustrationen und kurze Textpassagen zu einem jederzeit authentischen und oftmals erschütternden Porträt der Ukraine und ihrer Menschen. Ein weiterer Band mit Igorts Reiseaufzeichnungen aus Russland ist in Vorbereitung.
180 Seiten, farbig, EUR 24,00
Tove Jansson –Mumins – Band 4 Reprodukt
Endlich! Der vierte Band ist da: Es liegt Unheil in der Luft: Ein Komet droht genau auf Mumintal zu stürzen. Was nun? Untergangsstimmung oder Tanz auf dem Vulkan? Mumin und seine Freunde entscheiden sich für beides. Doch der Frieden im Tal wird nicht nur von fallenden Himmelskörpern gestört, als ebenso unangenehm erweisen sich der Hausbesuch der „Liga für Pflicht und Gemeinsinn“ und der Rummel um Mumins „goldenen Schweif“.
Fünf neue Abenteuer um Tove Janssons liebenswerte Mumintrolle, charmant, anarchisch und voller sprühender Lebensfreude.
112 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, EUR 24,00
Manchette & Tardi – Im Visier Edition Moderne
Ein Berufskiller steigt aus! Ein neues Meisterwerk von Tardi nach dem Roman von Manchette.
Bereits auf der ersten Seite wird man mit dem Beruf der Hauptfigur Martin Terrier konfrontiert: er ist Berufskiller. Doch Terrier hat genug. Er will aussteigen und zurück zu seiner Jugendliebe Alice. Aber sein Auftraggeber, Mr Cox vom CIA, sieht das anders. Ein letztes Attentat auf einen OPEC-Minister soll Terrier für ihn ausführen und dann als Sündenbock herhalten für all die Morde, die er im Auftrag des CIA begangen hat.
Die kaltblütige, schwarze, gewalttätige Vorlage setzt Tardi mit vielen Details aus den späten 70er Jahren kongenial um. Insbesondere die sagenhafte Citroën DS nimmt eine Starrolle ein.
106 Seiten, schwarzweiss, Hardcover, Euro 24.00
Catel & Bocquet – Kiki de Montparnasse Carlsen
Am Montparnasse der Genies der Zwanzigerjahre, reüssierte Kiki als das Mädchen, das aus der Gosse kam und zu einer der charismatischsten Figuren der Avantgarde wurde. Sie war Freundin und Muse von Man Ray. Calder, Utrillo, Léger u.a. machten sie in ihren Werken unsterblich, und sie war mit Soutine, Cocteau, Breker, Tzara und Hemingway befreundet.
Selbstbewusst eroberte sie sich, was sich die Avantgarde ihrer Zeit auf die Fahnen geschrieben hatte, nämlich sexuelle Freizügigkeit, Redefreiheit und geistige Unabhängigkeit, und wurde eine der ersten emanzipierten Frauen des Jahrhunderts.
Dudenbrooks: ein literarisches Alphabet für Graphic-Novel-Ästheten
»Sechsundzwanzig Folgen lang werden uns kurze Schicksalsmomente erzählt, die unter dem Obertitel Dudenbrooks stehen – ein Neologismus, der aus dem Duden und den Buddenbrooks gebildet wurde, womit durchaus der Anspruch erhoben wird, dass hier in kleiner Form groß erzählt wird.« Andreas Platthaus, FAZ
Der Berliner Schriftsteller Jochen Schmidt hat zu jedem Buchstaben des Alphabets aus einem handelsüblichen Duden sieben Wörter im Abstand von jeweils vierzig Einträgen herausgeschrieben. Zu jeder der sechsundzwanzig alphabetischen Wortgruppen sucht er sich dann einen mit dem selben Buchstaben beginnenden Vornamen aus, nach dem der Protagonist heißt, und formt daraus einen Zyklus winziger Erzählungen.
Und dann kommt Line Hoven ins Spiel. Aus Schabekarton, in dem sie Weiß unter Schwarz freilegt, kratzt sie dazu eine Illustration, die die Anmutung eines sorgfältig gearbeiteten Holzschnitts hat. Damit sorgt sie für eine inhaltliche Fortschreibung der Geschichte. Denn plötzlich haben Schmidts Protagonisten ein Gesicht, einen Habitus, eine Persönlichkeit. Und so erreicht der Begriff der Bildergeschichte eine neue Dimension – er wird zur Graphic Novel.
Jacoby & Stuart, 64 Seiten, 19,95 €
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