Lesung & Konzert: FACE WITH TEARS OF JOY – Karla-Jean v. Wissel // Short Stories von Juliane Pickel // Live Act: Helen Frigid – Grunge/Folk/Rock

Datum: 25.09.2024 19:00
Ort: Stadtteilarchiv Ottensen, Zeißstr. 28

Im Rahmen der Ausstellung »Beat Generation – FLINTA in Music« des F*MZ Hamburg

Auf Einladung des F*MZ bestreiten wir heute einen Teil des Programms in der laufenden Ausstellung. Mitgebracht haben wir die Comic-Künstlerin Karla-Jean v. Wissel, die aus ihrer außerordentlich schön gestalteten Graphic Novel »Face with Tears of Joy« lesen wird. Ein Sachcomic über die Entwicklungsgeschichte von Emojis, Emoticons und Kommunikation. Nicht nur informativ, sondern auch sehr lustig. Wir freuen uns drauf. Erschienen ist das Buch im Hamburger Verlag Ankerwechsel.

Karla-Jean v.Wissel ist eine Comic-Künstlerin und Illustratorin aus Köln. Sie studierte Illustration an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg und an der LUCA School of Arts in Gent, Belgien. Heute ist sie Fan davon, sich in ein Thema einzuarbeiten und Wissen auf erzählerische Weise leichter zugänglich zu machen. Sie lebt in Berlin.

Besonders freuen wir uns, dass auch eine unserer Hamburger Lieblingsautorinnen Juliane Pickel am heutigen Abend Short Stories lesen wird. Wir erinnern uns gerne sowohl an die sensationellen Abende im Barboncino Zwölphi (RIP), als auch der Open Air – Lesung von »Krummer Hund« im Haus Drei.

Juliane Pickel 
hat Erziehungswissenschaften in Münster und Hamburg studiert und als Bildungsforscherin, Dozentin und Werbetexterin gearbeitet, bevor sie in der Online-Redaktion des NDR anheuerte. 2017 wurde sie für ihre Kurzgeschichte Freier Fall mit dem Walter-Kempowski-Literatur-Förderpreis der Hamburger Autorenvereinigung ausgezeichnet. Ihr Romandebüt wurde mit dem Förderpreis der Stadt Hamburg und dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnet.

Komplett wird der Abend mit einem Live Konzert der Berliner Musikerin Helen Frigid. Hört mal rein und schwingt euch auf nach Ottensen. Es wird heute nirgends mehr oder tolleres geboten!

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Die Ausstellung »Beat Generation« des F*MZ Hamburg ist geöffnet vom 20. bis 27. September 2024 Präsentiert werden eine Vielzahl beeindruckender Bilder von Musiker*innen der Hamburger Fotografinnen Andrea Preysing, Ebru Durupinar, Julia Schwendner und Shoki Shoot.

Die Musikindustrie ist geprägt von vielen FLINTA+-Personen, die mit ihrer Kreativität und ihrem Engagement einen wesentlichen Beitrag zur Musikszene leisten. Trotz ihrer Leistungen kämpfen sie oft gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung und mangelnde Repräsentation. Die Ausstellung zielt darauf ab, diesen Herausforderungen und Erfolgen Sichtbarkeit zu verleihen und die bedeutenden Beiträge dieser Musiker*innen zu würdigen.

Neben der Fotoausstellung wird es eine Woche lang ein abwechslungsreiches Programm, wie DJ-Sets, Lesungen und Live-Acts geben.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Ausstellung und das Programm wird freundlich gebeten.

INDIECON – Independent Publishing Festival 2024

Sep 06 – 08, 2024 – Oberhafen, Hamburg

Die unabhängige Messe feiert sich und die Form und wie immer finden sich dort viele Verlage und Projekte unter den Ausstellern und ein vielfältiges Rahmenprogramm.
Alle Aussteller finden sich hier.

Independent publishing takes many forms. A glossy magazine or a spreadsheet website. A rugged newspapers or an Instagram channel. A podcast, a newsletter, a hand-crafted fanzine. An artist book or chunks of code on a server.

This is not about form

We see independent publishing as a culture rather than a market, driven by collaboration instead of competition. We see communities gather and thrive around written or spoken word. We see real world impact by organizations build around a shared publishing practice. In this sense, it does not matter if you print on paper or post online.

Lineup 2024

Indiecon 2024 will feature publishers from more than 60 cities in 30 different countries. Join us in Hamburg and meet this beautiful bunch.

Heimliche Lesung – Der Comicgeheimclub stellt sich vor… im Rahmen der Langen Nacht der Literatur

Datum: 07.09.2024 19:00 bis 07.09.2024 21:00
Ort: Teehaus (Große Wallanlagen) - Planten un Blomen

Comics werden meist einsam und allein am Schreibtisch gezeichnet. Bild für Bild, Seite für Seite entsteht der Strip, der Kurzcomic oder sogar die Graphic Novel. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn die Arbeit an Comicprojekten lebt auch vom Austausch, insbesondere mit anderen Zeichnerinnen. Im Jahr 2019 gründete eine Gruppe von Illustrationsstudierenden den »Comicgeheimclub«. Seitdem trifft sich die Assoziation regelmäßig, um sich ihre Projekte vorzustellen, Feedback zu geben und ein Verständnis für die Höhen und Tiefen des Comiczeichnens zu entwickeln. An diesem Abend gewährt der sagenumwobene Club einen seltenen Einblick in seine Arbeit und präsentiert eine neue, vielversprechende Generation Hamburger Zeichnerinnen.

Mit Lesungen von Lina Banane, Wiebke Bolduan, Maj Britt Eichstädt, Jenny Gebauer, Noëlle Kröger, Madita Schwenke, Ika Sperling und Julia Steinmetz.

Im Rahmen der Langen Nacht der Literatur Hamburg.

Veranstaltungsort: Teehaus (Große Wallanlagen – Planten un Blomen)
Holstenwall 30, St. Pauli
Eintritt: € 5,– / € 3,– erm. Nur Abendkasse, keine Reservierungen

Ausstellung „Orte Zeichnen“

Datum: 26.07.2024 19:00 bis 28.07.2024 19:00
Ort: Galerie LADØNS, Gängeviertel

Die Ausstellung „Orte Zeichnen“ zeigt Ergebnisse des gleichnamigen Kurses an der Fakultät Design, Medien und Information der HAW Hamburg. Studierende haben über ein Semester Orte ihrer Wahl regelmäßig aufgesucht und ein zeichnerisches Portrait erarbeitet. Daraus sind mit Hilfe von risoYEAH risogedruckte Zines produziert worden.
Kursleitung: Jul Gordon
Poster: RACOONIZABLE ARTWORK

Austellung: ANNA HAIFISCH BIS HIERHIN LIEF’S NOCH GUT

Datum: 06.06.2024 10:00 bis 20.10.2024 18:00

Wir empfehlen den Besuch der Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe. Bei der offiziellen Eröffnung am 5. Juni 2024 ab 19 Uhr sind wir mit einem Büchertisch dabei.
Die Ausstellung läuft vom 6. Juni bis zum 20. Oktober 2024.

„Bis hierhin lief’s noch gut“ – so lautet der Titel der Einzelausstellung der international bekannten Illustratorin und Comiczeichnerin Anna Haifisch (* 1986), die vom 6. Juni bis 20. Oktober 2024 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) präsentiert wird. Mit rund 300 Werken gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in das vielfältige kreative Schaffen von Anna Haifisch: Zu sehen sind
Illustrationen, Drucke, Comics und Zeichnungen sowie von ihr gestaltete Designprodukte. Im Fokus der Zusammenschau von freien und angewandten Arbeiten stehen der künstlerische Entstehungsprozess und die Präsentation neuer Werke wie die Serie „Ready America“ sowie eine zur Ausstellung entstandene Neuproduktion.

Charakteristisch für Anna Haifischs Gestaltung ist das Zusammenspiel von expressiver Farbgebung und fragilem Strich. Ihre Erzählungen zeichnen sich durch den humorvollen wie virtuosen Umgang mit
popkulturellen Versatzstücken aus. Haifisch sieht sich in der internationalen Tradition der sogenannten Funny Animals wie Snoopy aus Charles M. Schulz‘ „Peanuts“ oder der Zeichentrickserie „Looney
Tunes“, die ihr als Inspirationsquelle dienen. In ihren Zeichnungen blicken menschenähnliche, vordergründig harmlose Tierfiguren allegorisch auf die Absurditäten des Lebens. Die scheinbare Albernheit kippt dabei mitunter in eine düstere Melancholie. Die Künstlerin spielt mit visuellen und narrativen Codes aus Design, Comic- und Kunstgeschichte und erschafft somit eine eigenständige
Gestaltungssprache.

BIOGRAFIE
Anna Haifisch (* 1986 in Leipzig) studierte Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2015 erschien ihr erstes Buch „Von Spatz“ (Rotopol), 2016 und 2017 folgen die ersten
Bände der Comicreihe „The Artist“ (Reprodukt). Zuletzt veröffentlichte sie gemeinsam mit Stefanie Leinhos „Gnocchi Gnocchi – who’s there?“ (Colorama, 2020), „Residenz Fahrenbühl“ (Spector Books, 2021), „The
Artist: Ode an die Feder (Reprodukt, 2021) sowie „Chez Schnabel“ (Spector Books, 2022). Ihre Publikationen werden international in mehreren Sprachen verlegt.

Haifisch zeichnete zudem Comicserien für das New Yorker Museum of Modern Art und die US-amerikanische Website VICE.com. Ihre Illustrationen erscheinen zum Beispiel in Texte zur Kunst, The New
Yorker, The Guardian, Süddeutsche Zeitung Magazin, Le Monde, Die Zeit und GUD. Glossary of Undisciplined Design. 2020 wurde Anna Haifisch mit dem Max und Moritz Preis als „Beste deutschsprachige Comickünstlerin“ ausgezeichnet. 2022 erhielt sie für „Chez Schnabel“
die Silbermedaille als „best book design from all over the world“ der
Stiftung Buchkunst.

Anna Haifischs Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen ausgestellt, unter anderem im Kunstverein Erlangen, der Kunsthalle Osnabrück, im Museum der bildenden Künste
Leipzig, im Musée Tomi Ungerer – Centre international de l’illustration in Straßburg, im Museum Folkwang Essen und im Sprengel Museum Hannover.
Im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg waren ihre Arbeiten in den Ausstellungen „Tiere. Respekt/Harmonie/Unterwerfung“ (2018) und „Sesamstraße. 50 Jahre Wer, Wie, Was!“ (2023) zu sehen.

Lesung zur Graphic Novel „Face with Tears of Joy“ von Karla-Jean v. Wissel

Im Juni erscheint die Graphic Novel „Face with Tears of Joy“ von Karla-Jean v.Wissel zum Thema Emojis im Hamburger Indie-Verlag Ankerwechsel. Was steckt hinter den Bildschriftzeichen? Woher kommen sie? Wie nutzen wir sie? Sind Emojis divers und demokratisch? Und funktionieren sie wirklich global?
Autorin Karla-Jean v.Wissel zeichnet sich durch Geschichte, Sprachwissenschaft und Emotionsforschung in der Auseinandersetzung mit einem scheinbar simplen, aber dennoch komplexen Element unserer alltäglichen Kommunikation. 
Die Comicbuch-Lesung mit Gespräch findet am 19. Juni in der Stabi Hamburg im Vortragsraum statt und ist Teil der Reihe indie stabi von der Liste unabhängige Verlage Hamburg (LuV).
Der Comic-Release wird in der Woche vorher, am 13. Juni um 19 Uhr, im Raum für Illustration gefeiert.

Ankerwechsel Verlag

Buchpräsentation: Columbusstraße von Tobi Dahmen

Am 8. Juni präsentiert Tobi Dahmen seine neue Graphic Novel bei Carlsen in Altona, wir sind mit einem Büchertisch dabei.

Eine Familiensaga in Zeiten des 2. Weltkrieges Nach dem Tod seines Vaters entdeckt Tobi Dahmen eine Sammlung alter Familienbriefe. Ausgehend von den bewegenden Zeitzeugnissen rekonstruiert er eine Chronik der deutschen Kriegsjahre im Spiegel seiner eigenen Familiengeschichte.
Minutiös recherchiert und gefühlvoll erzählt In seiner mitreißenden Graphic Novel erzählt Tobi Dahmen nicht nur die Geschichte seiner Familie, sondern reflektiert eindrücklich die deutsche Vergangenheit und die Fragen nach politischer und persönlicher Verantwortung.

Anmeldungen gern über veranstaltungen@carlsen.de

Bremer Zine Festival 2024 – Fahrrad Edition

Auch dieses Jahr laden Kulturnetz e.V. und der Veranstaltungsort Städtische Galerie Bremen zur Teilnahme am Bremer Zine Festival 2024 ein.
Aussteller*innen aus Bremen, ganz Deutschland sowie internationale Comic-, Zine- und Heftmacher*innen zeigen an drei Tagen Bücher, Drucke, Karten, Klapp-, Falt-, Schau- und Lesearbeiten im Rahmen einer Messe. Neben dem Kennenlernen vieler individueller spannender Arbeiten, werden diese auch zum Verkauf angeboten.
Beim Festival sind sowohl einzelne Heftmacher*innen und Künstler*innen, als auch Gruppen, Kollektive und Kleinstverlage eingeladen auszustellen.
Wir freuen uns auch dieses Jahr die am Werdersee gelegene Städtische Galerie unseren Veranstaltungsort nennen zu können, für eine Messe mit über 70 Aussteller*innen.
Wie jedes Jahr haben wir ein spannendes Rahmenprogramm mit Lesungen, Vorträgen und Abendveranstaltungen.
Veranstaltungsorte für das Rahmenprogramm ist die im gleichen Gebäude befindliche Musiker Initiative Bremen.

Bewerbungen bis zum 10. Juli 2024 über das Formular auf unserer Webseite:

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Wir benötigen einen kurzen Infotext und mindestens 3 Bilder für die weitere PR zur Verwendung im Internet und auf Instagram sowie eure Kontaktdaten.

Nach Sichtung der Bewerbungen bekommen am 17. Juli (Notification Date) alle Bewerber*innen eine Rückmeldung per E-Mail. Die eingeladenen Aussteller*innen erhalten alle weiteren Informationen und ihnen wird eine Bankverbindung übermittelt. Sobald die Standgebühr eingegangen ist, gelten die Plätze als reserviert.
Das Bremer Zine Festival versteht sich als offener, inklusiver Raum. Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Homophobie, oder jegliche andere Form der Diskriminierung haben  keinen Platz. 

Standgebühr

  • 40,00 € – Tisch (1,80 Meter * 0,8 Meter)

Bewerbung

Festival

  • 25.10. – 27.10.2024

Öffnungszeiten

  • Fr. 14 – 19 Uhr
  • Sa. 11 – 19 Uhr
  • So. 11 – 19 Uhr

Ort

Kontakt

  • bremerzinefestival@kulturbuero-bremen.de

Der große Reset – Comiclesung und Gespräch

Datum: 16.05.2024 19:30 bis 16.05.2024 21:00
Ort: Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

Am 16. Mai stellt die Hamburger Comiczeichnerin Ika Sperling ihr brandneues Buch „Der Große Reset“ im Metropolis Kino vor. Der Band erscheint bei Reprodukt und wurde mit dem Hamburger Literaturpreis in der Kategorie Comic ausgezeichnet.
Der Eintritt ist frei. Tickets sind online oder an der Kinokasse erhältlich – Beginn der Veranstaltung ist 19:30 Uhr.
Nach Lesung & Gespräch kann die Graphic Novel erworben werden und die Künstlerin signiert.

Auf der Webseite von Reprodukt findet sich eine Leseprobe.

Zum Buch:
Ein Weinanbaugebiet, irgendwo in der deutschen Provinz: Während eines Kurzbesuchs in ihrem Heimatdorf muss die Studentin Ika feststellen, dass ihr Vater immer weiter in die Tiefen des Internets abgetaucht ist und sich dabei in Verschwörungsideologien verloren hat. Im Alltag geben sich zwar alle große Mühe, Diskussionen zu Krieg, Impfen und Politik aus dem Weg zu gehen, doch die zunehmende Entfremdung des Vaters und der Familie scheint unaufhaltbar. Während ihre Mutter sich ein harmonisches Wochenende wünscht und ihre Schwester am liebsten nur ihre Ruhe will, versucht Ika herauszufinden, was eigentlich der Stand der Dinge ist: Hat ihr Vater etwa das Haus verkauft und will auswandern? Oder ist das nur Gerede?

Gefühlvoll, aber auch mit trockenem Humor und schonungslosem Blick gelingt Ika Sperling mit „Der Große Reset“ eine intime Erzählung, die, im Schatten eines gesellschaftlichen Konflikts, innerfamiliäre Beziehungen und Emotionen freilegt und dabei das Große im Kleinen widerspiegelt.
(Verlagstext Reprodukt)

Ika Sperling (sie/ihr) wurde 1996 in einem kleinen Dorf in Rheinland-Pfalz geboren. Sie hat ihr Abitur am Landeskunstgymnasium Rheinland-Pfalz absolviert. Im September 2022 hat sie ihren Bachelor für Illustration an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg absolviert und arbeitet seitdem als selbstständig Illustratorin, Comiczeichnerin, leitet Comic-Workshops für Jugendliche und ist Teil des Organisationsteams des Hamburger Comicfestivals. 2023 erhielt sie als erste Comic-Autorin ein Stipendium als Rottweiler Stadtschreiberin und wurde außerdem mit dem Hamburger Literaturpreis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung von Strips & Stories in Kooperation mit Reprodukt und Hamburg vernetzt gegen Rechts.
Mit freundlicher Unterstützung von:

Judenhass goes Underground – Podiumsgespräch über Antisemitismus in progressiven Strukturen

Datum: 03.06.2024 19:00 bis 03.06.2024 21:00
Ort: Uebel & Gefährlich, Feldstraße 66, 20359 Hamburg

Wir sind mit einem Büchertisch dabei.

Auf dem Podium:
Nicholas Potter (freier Journalist, Amadeu Antonio Stiftung)
Maria Kanitz (Antisemitismusforscherin, Institut für Neue Soziale Plastik)
Ben Salomo (deutsch-israelischer Rapper, Autor und politischer Bildner)
Ronya Othmann (Autorin, Journalistin)

Niemand will Antisemit:in sein. Erst recht nicht in Subkulturen und Bewegungen mit einem progressiven, emanzipatorischen Selbstbild. Judenhass goes Underground – ob Rap gegen Rothschild, DJs for Palestine oder Punks Against Apartheid. BDS, die Boykottkampagne gegen den jüdischen Staat, will nahezu jedes Anliegen kapern, von Klassenkampf bis Klimagerechtigkeit. Altbekannte Mythen tauchen in alternativer Form wieder auf, bei Pride-Demos, auf der documenta oder beim Gedenken an den Terror von Hanau. Und viele Jüdinnen:Juden fragen sich, wo ihr Platz in solchen Szenen sein soll.
Auch in Hamburg müssen diese Debatten geführt werden: Kampnagel lädt eine Antisemitin als Keynotespeakerin ein, die besten Plätze vor der Bühne von FFF Großdemonstrationen werden von stalinistischen Israelhasser:innen gekapert und an der HfbK durfte Ruangrupa ihr plumpes Weltbild verbreiten und sich weiter weigern, im Judenhass ein Problem zu sehen. Mit der Ausrede, Antisemitismus sei ein rechtes Phänomen, wird oft jegliche Kritik abgeblockt – eine Selbstreflexion findet nicht statt. Mit unseren Gästen wollen wir ausgehend vom Sammelband „Judenhass Underground“ die blinden Flecken im eigenen Milieu besprechen.

Nicholas Potter ist ein britischer Journalist und schreibt für Medien wie die taz, Tagesspiegel, Haaretz und die Jüdische Allgemeine. Er ist Mitherausgeber des Buches „Judenhass Underground“ über Antisemitismus in emanzipatorischen Subkulturen und sozialen Bewegungen. Er arbeitet als Referent für Antisemitismus bei der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin.

Maria Kanitz ist Antisemitismusforscherin und arbeitet beim Institut für Neue Soziale Plastik, wo sie das Projekt jüdischer kulturklub ostberlin leitet. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf der Auseinandersetzung mit (israelbezogenem) Antisemitismus im Kunst- und Kulturbetrieb. Sie ist Co-Herausgeberin des Sammelbands „Klaviatur des Hasses – Antisemitismus in der Musik“, (Nomos-Verlag, 2022).

Ben Salomo ist Rapper und Singer-Songwriter. Der in Israel geborene Musiker und Autor war der erste bekennende Jude in der deutschen Rapszene und darüber hinaus der Gründer des Erfolgsformats „Rap am Mittwoch“. In seiner Musik verarbeitet Ben Salomo seine jüdische und israelische Identität selbstbewusst in seinen Texten. Für sein Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Ronya Othmann ist deutsch-kurdische Autorin und Journalistin aus Leipzig. Sie erhielt u. a. den MDR-Literaturpreis und den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. 2018 war sie Teil der Jury des Internationalen Filmfestivals in Duhok in der Autonomen Region Kurdistan, Irak. In der taz schrieb sie für die Kolumne OrientExpress, seit 2021 schreibt sie in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung die Kolumne Import Export.


Mit freundlicher Unterstützung der Sozialbehörde Hamburg.

Präsentiert von Innenrevision Kulturbetrieb & Hamburger Initiative gegen Antisemitismus

LESUNG: re:claim – VERÄNDERUNG IST DAS WAS EINZIGE BLEIBT

Datum: 23.05.2024 19:30 bis 23.05.2024 23:00
Ort: Buchhandlung im Schanzenviertel, Schulterblatt 55, Hamburg

Buchpräsentation am 23. Mai 2024 mit Jot Vetter bei den Kolleg/innen der Buchhandlung im Schanzenviertel.

Zum Buch:
Veränderung ist das Einzige, was bleibt: lässt du dich drauf ein oder ziehst du weg, wenn deine Stadt von Wildtieren und Pflanzen eingenommen wird?
Die Stadt Zürich in naher Zukunft, bewohnt von Wildtieren, überwuchert von Pflanzen.
Ja, Menschen sind auch noch da. Ein Leben, in dem die Veränderung das Einzige ist, was bleibt, Freiräume neu gestaltet werden und die Politik die Kontrolle über die zugewanderten Tierbürger*innen verloren hat. Aber wer ist hier zugewandert und wer alt eingesessen? Wer profitiert und wer bleibt auf der Strecke? Bleiben alte Machtstrukturen bestehen?
In der Neuerzählung von Franz Hohlers Die Rückeroberung (1982) werden die Verhältnisse neu gemischt und die Rollen neu verteilt. Mittendrin Sam, Adri und Mo deren Leben in einem besetzten Haus mitten im Zürcher Kreis 5 durch die Ereignisse ins Wanken gerät.
Wenn Wolfsangriffe und mutierende Pflanzen zum Alltag werden, wie verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen? Schauen Menschen nur noch für sich oder stärkt sich das solidarische Miteinander?

Jot Vetter … geboren in Zürich, lacht, lebt, illustriert in Hamburg und befasst sich in diesem Rahmen mit Zeichnungen, Comic, Handlettering, Grafik und Medienillustration. Gelernter Schrift- und Reklamengestalterin (Werbetechniker*in) seit 2003. Arbeitet selbstständig im Bereich Grafik/Illustration und zeichnet Comics – freut sich über jeden sonnigen Tag im Norden.

Indiebookday 2024

Am 16. März ist Indiebookday und diesen schönen Tag begehen wir mit einer Wand voller Bücher von Comiczeichnerinnen, die alle beeinflusst sind von Anke Feuchtenberger – alle verlegt in unabhängigen Verlagen. Ihr Buch „Genossin Kuckuck“ ist selbst dieses Jahr frisch für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik nominiert – als erstes Comic überhaupt. Wir versuchen mit dieser Auswahl einen kleinen Einblick zu geben, wie groß ihr Einfluss speziell auf die Hamburger Comicszene ist. Alle hier vorgestellten Künstlerinnen haben ihr Handwerk bei ihr gelernt und verfeinert. Wahrscheinlich passt auch eher das Bild eines Flußdeltas, wenn man weiter darüber nachdenkt, wen und was diese außergewöhnliche Künstlerin alles beeinflusst hat.

Worum geht’s beim Indiebookday?

Ihr liebt schöne Bücher.
Am Indiebookday könnt Ihr das allen zeigen. Es geht ganz einfach:

Bestellt Euch zum 16.03.2024 über eine Buchhandlung Eures Vertrauens ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen.
Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat) oder einem Blog Eurer Wahl mit „#indiebookday“. Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.

Schon der erste Indiebookday 2013 bekam in den deutschsprachigen Ländern große Aufmerksamkeit. 2014-2019 kamen dann auch Teilnehmer in UK, Italien, den Niederlanden, Portugal und sogar Brasilien dazu. 2020 bis 2022 fand der Indiebookday wegen Corona zumeist online statt, 2023 dann wieder vermehrt in den Buchhandlungen. Wir sind gespannt auf 2024!

Hashtag: #indiebookday

Zum Hintergrund

Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

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