LESUNG: Luka Lenzin – Nadel und Folie

Datum: 08.09.2022 18:30
Ort: MKG, Steintorplatz

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des MKG mit dem Comicfestival Hamburg und ist kostenfrei zugänglich.
Wir von Strips & Stories sind mit einem Büchertisch vor Ort.

Angetrieben vom Alltag als Hilfskraft in der Drogenberatung erzählt Luka Lenzin in der Graphic Novel „Nadel und Folie“ (Reprodukt) aus der Szene und die persönlichen Geschichten der Menschen. Aus einer Vielzahl flüchtiger Begegnungen entsteht so ein dokufiktionaler Tag in der Anlaufstelle. „Nadel und Folie“ beleuchtet den Umgang mit Drogen in Deutschland und in der Welt historisch und politisch. Sind individuelle Lebensläufe stets Spiegel ihrer Gesellschaften, so liegen dahinter auch all die Wege der Veränderung, welche mit dem Ende von Repressionen beginnen.

Im Gespräch, das die Lesung einrahmt, möchten wir über unsere Beziehung zur niedrigschwelligen Drogenberatungsstelle am Besenbinderhof und über sogenannte Drogen und die Relevanz ihrer Legalisierung nachdenken.

Call for Feminist Zines (with a hint of design) – Feministische Zines gesucht


Ort: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Bislang befindet sich kein einziges Zine in der Sammlung des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G). Julia Meer, die neue Leiterin der Sammlung Grafik und Plakat, möchte dies ändern und bittet um Unterstützung. Gesucht sind Zines, die aus einer feministischen Haltung heraus entstehen. Gerne zu Themen wie Geschlechterverhältnisse und (Un)Sichtbarkeiten ­– gerne intersektional betrachtet –, Umgang mit und Aufbrechen von Gender-Stereotypen, Arbeit in Kollektiven und – sehr speziell – feministisches und queeres Design. 

Als Museum für Gestaltung sind für das MK&G insbesondere Zines interessant, bei denen die (typo)grafische Gestaltung bemerkenswert ist. Dies meint keineswegs einen glatten, professionellen Stil, sondern experimentelle Druck-, Falt- und Collagetechniken, den Umgang mit und Auswahl von Bildern und Schrift oder eine bewusste Wahl des Papiers. Und auch das gezielte Erzeugen von Dissonanzen, Amateur- und D.I.Y.-Looks. 

Im Januar 2023 eröffnet im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg eine Ausstellung zu feministischem Grafikdesign, in der u.a. Arbeiten der Guerrilla Girls gezeigt werden. Zines müssen als Medien der Selbstrepräsentation fester Teil der Ausstellung sein – und auch der Sammlung des MK&G, denn es ist wichtig, die darin greifbar werdenden Themen und Geschichten zu bewahren, auch und vor allem in Institutionen, deren Sammlungen klar von patriarchalen, bürgerlichen Strukturen geprägt sind. Das Museum bietet sorgfältige „auf ewig“ angelegte Bewahrung, Zugänglichkeit und das Bemühen um Sichtbarkeit (durch Ausstellungen und auf Wunsch die Sammlung Online). Im Rahmen der Ausstellung sind einige Zine-Workshops geplant.

Wir bitten um Unterstützung, um ein möglichst breit gefächertes Spektrum von Autor*innen und Gestalter*innen sammeln zu können. Ideal wäre eine Einsendung mit Namen/Pseudonymen der Gestalter*innen und anderer wichtiger, beteiligter Personen sowie Entstehungsjahr und Ort bis zum 15. August an:

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
z.H. Julia Meer
Steintorplatz 1
20099 Hamburg

(Oder persönlich vor Ort, mit Kennenlernen und freiem Museumseintritt.)

Die eingesendeten Zines können aktuell oder historisch sein. Sie sollen in die Sammlung eingehen und mindestens in Teilen in der nächsten Ausstellung zu sehen sein (es können gerne Angaben gemacht werden, ob eine „Hands-on“-Nutzung in der Ausstellung erwünscht ist). Falls uns sehr große Mengen an Zines erreichen, müssen wir ggfs. eine Auswahl treffen, es ist jedoch vorgesehen, eine umfang- und facettenreiche Sammlung anzulegen.

Fragen und Anregungen gerne an:
julia.meer@mkg-hamburg.de

Chile ist aufgewacht! – Lesung mit der Illustratorin und Autorin Su Rivas

Datum: 09.07.2022 14:30
Ort: Freiraum im Museuem für Kunst und Gewerbe

„¡Chile despertó!“ – “Chile ist aufgewacht!“ war der Slogan der sozialen Revolte, die im Oktober 2019 Tausende von Chilen*innen auf die Straße trieb. Ausgelöst durch eine Fahrpreiserhöhung im öffentlichen Nahverkehr, entwickelten sich Proteste von Schülerinnen zu einem Aufstand gegen 30 Jahre neoliberale Politik und das durch starke soziale Ungleichheit geprägte System des lateinamerikanischen Landes. In ihrem farbenfrohen Comic (Unrast Verlag, 2022) zeichnet die chilenische Illustratorin Su Rivas diesen historischen Prozess, der die Chance auf einen echten Neubeginn in sich trägt, Schritt für Schritt nach und weckt so Interesse, Empathie und Bewusstsein für die Situation der chilenischen Bevölkerung. Diesen Comic wird sie am 9. Juli 2022 im Rahmen einer multimedialen Lesung vorstellen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, ein signiertes Exemplar zu erwerben!

Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Verein femrep e.V. durchgeführt. Der Eintritt in den Freiraum und die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos – kommt einfach vorbei!