Ab sofort bei uns im Laden und im Onlineshop zu erwerben:
Alte Meister – Thomas Bernhard & Nicolas Mahler, 156 SEiten, Softcover
Suhrkamp, 18,95 Euro
Rezension in der Sueddeutschen hier.

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Alte Meister – Thomas Bernhard & Nicolas Mahler, 156 SEiten, Softcover
Suhrkamp, 18,95 Euro
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Ab sofort gibt es bei uns Ausgaben des Film/Comic – Buchs BORN IN FLAMES. Eine Foto – Hommage an den wegweisenden Film von Lizzie Borden von 1983. Veröffentlicht vom kleinen Londoner Verlag Occasional Papers und der Herausgeberin Kaisa Lassinaro, mit einem Auszug eines Statements aus der Heresies no. 16 von Lizzie Bordon.
Born in Flames – Kaisa Lassinaro
Occasional Papers, 42 Seiten, 13 Euro
Mit dieser Veranstaltung am 9. Dezember um 18 Uhr starten wir eine Reihe, in der wir uns in unregelmäßigen Abständen theoretisch mit Comics auseinandersetzen.
Jana Sotzko (Berlin): RRING – Grafische Literatur & Sound
Was ist zu hören, wenn es nichts zu hören gibt? Der Notbehelf Sprechblase ist nur eine von vielen Möglichkeiten, im Comic Klang zu visualisieren. Der Vortrag, basierend auf einer Abschlussarbeit an der UdK Berlin, stellt einige dieser Strategien vor. Der Eintritt ist frei.
„I heard the crash!“ – Mehr noch als das reine Bild oder der reine Text können Comics – so die These des Vortrags – die Qualität von Geräuschen, gesprochener Sprache oder Musik im Kopf als Vorstellung entstehen lassen. Daher geht es an diesem Abend nicht um die eigentlich nahe liegenderen Themen wie Sound in Comicverfilmungen oder Comics und Musik, sondern um Strategien der grafischen Literatur, Klangphänomene in ihrer Qualität und in ihrem zeitlichen Verlauf darzustellen. Sprechblase und Lautmalerei liegen dabei als Beispiele auf der Hand, aber ein genauerer Blick auf die Geschichte des Medium vom Yellow Kid bis zu jüngeren Abstract Comics zeigt, dass die Vielfalt des Phänomens Comic eben auch eine Vielzahl an sound images hervorgebracht hat und hervorbringt.
Jana Sotzko: Studium der Germanistik, Amerikanistik und Musikwissenschaft in Dresden und Washington D.C., Magisterarbeit „Literaturadaptionen im Medium Comic“ über intermediale Aspekte in Arbeiten von u.a. Robert Crumb und Hannes Binder. Der Vortrag beruht auf der Abschlussarbeit im Aufbaustudiengang Sound Studies – Akustische Kommunikation an der Universität der Künste in Berlin. Sie spielt zudem u.a. bei The Dropout Patrol.
Konzert am 9. Dezember um 20.30 Uhr.
Lo-Fi Pop aus Berlin. Eintritt frei – Spende für die Band erwünscht.
The Dropout Patrol started as a one girl freetime activity about 10 years ago but is slowly slowly slowly evolving iinto a „real band“ with rougher instrumentation, making people think they could draw comparisons to early Cat Power, Pavement, Songs:Ohia or even Karate, which is crazy. There have been a handful of sloppy recordings and live shows and, well, breaks. ‚The Dropout Patrol‘ is also the name of a book which contains useful tips on how to keep your kids in school.
Jana Punchline – guitar, vocals
Mystery Boy – drums
Stedie Wonder – bass
Am Abend des 25. November ab 19 Uhr wird LEO LEOWALD, „Grandmaster Macromedia Flash“ der deutschen Comicbloggerszene, melancholischsten Graphic Haikus aus seinem neuen Buch „Stopptanz“ vorlesen. Dazu werden grelle Zwitterwesen aus Mensch und Vogel an die Wände projiziert. Akustisch begleitet wird diese recht erwachsene Veranstaltung von Wunderkind HARALD „SACK“ ZIEGLER, der anschliessend ins Schaufenster rücken wird, um dort mit Loop und Horn die vom Seewetteramt prophezeiten Windverhältnisse zu beeinflussen. Shocking!
Heute eröffnen die 22. Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg auf Kampnagel. Wir wünschen ein rauschendes Festival, erinnern nochmal an den von uns präsentierten Film ‚Codependent Lesbian Space Alien Seeks Same‘ am Samstag, 22.10. um 22:30 Uhr im Metropolis und haben diesen Lesetipp:
Passend zum heutigen Tage gerade ausgepackt – der extrem lesenswerte Klassiker in einer tollen Neuauflage (Das Format! Die Übersetzung! Ein Vorwort von Alison Bechdel!)
1963, im Jahr des berühmten Marsches auf Washington von Martin Luther King und der Ermordung von John F. Kennedy, lernt der junge Südstaatler Toland Polk eine Gruppe von Künstlern und progressiven Denkern kennen, die gegen Hass und Rassentrennung im Amerika der 60er Jahre kämpfen, und wird teil der vehement angefeindeten Bürgerrechtsbewegung. Neben dem großen gesellschaftlichen Kampf fechtet Toland auch einen Konflikt mit sich selbst und seiner sexuellen Identität aus. im Jahre 1963 im reaktionären Süden Amerikas fällt es einem jungen Mann schwer, sich einzugestehen, dass er schwul ist.
„Stuck Rubber Baby“ ist das Lebsnwerk des US-amerikanischen Comic-Künstlers Howard Cruse und machte den Comic-Erzähler Anfang der 1990er Jahre weltberühmt. U.a. wurde die ambitionierte und gefierte Erzählung für den American Library Association’s Lesbian and Gay Book Award und den Lamda Leterary Award nominiert sowie als „Best Graphic Novel“ mit dem United Kingdom Comic Art Award und 2002 mit dem French Prix de la critique ausgezeichnet. Der Comicroman kann zurecht zu einem Klassiker nicht nur der Comicliteratur, sondern auch zu einem Meilenstein im afroamerikanischen, studentischen und besonders homosexuellen Literaturdiskurs der USA gezählt werden.
„Stuck Rubber Baby“ erscheint nun 15 Jahre nach Erstveröffentlichung in Deutschland in neuem Format und in einer überarbeiteten Übersetzung. Für die Neuausgabe schrieb Alison Bechdel, die mit ihrem Titel Fun Home die Comic-Sensation des Jahres 2006 war, eigens ein Vorwort.
Eine der bewegendsten und besten Graphic Novels aller Zeiten.
Dienstag, 8. November, um 19.30 stellt Jonas Engelmann das Buch „Riot Grrrl Revisited. Geschichte und Gegenwart einer feministischen Bewegung“, erschienen im Ventil Verlag, bei uns im Laden vor und zur Diskussion.
Der Eintritt ist frei.
20 Jahre ist es her, dass Kathleen Hanna & Co. in der zweiten Ausgabe des Bikini Kill-Fanzines mit dem Riot-Grrrl-Manifest zur „Revolution Girl Style Now“ aufriefen. Sie hatten schlicht die Schnauze voll vom bürgerlichen Postfeminismus, der Frauen in der Berufswelt suggerierte, alles erreicht zu haben, und sich damit zufrieden gab, dass in Indiebands jetzt auch mal eine Frau den Bass spielen konnte. Nur den Bass natürlich … In den Neunzigern passierte etwas in der Popkultur, das es vorher noch nicht gegeben hatte: Frauen machten in der Öffentlichkeit so viel Lärm und Radau, dass sogar die Mainstream-Medien Notiz nahmen. Bikini Kill wurden im Radio gespielt. Und zum ersten Mal in der Musikgeschichte waren Frauen die Anführerinnen einer Musikbewegung. Feminismus war wieder in aller Munde, es begann die so genannte Dritte Welle des Feminismus. Auch in Deutschland gab es Anknüpfungen wie Parole Trixie, doch was im Mainstream ankam, waren Girlies und Lucilectric. Zeit also, an Riot Grrrl zu erinnern. Jonas Engelmann stellt das im Juni im Ventil Verlag erschienene Buch „Riot Grrrl Revisited!“ vor und zur Diskussion.
http://www.ventil-verlag.de/titel.php?pid=1315
Um ihr gemeinsames Projekt „Dudenbrooks“ vorzustellen, sind Line Hoven und Jochen Schmidt am Freitag, den 4. November 2011, um 19.30 Uhr bei uns im Laden zu Gast. Ursprünglich in der FAZ erschienen, liegt die 26teilige Reihe jetzt als Buch vor.
Jochen und Line werden Texte und Graphiken in einem gemeinsamen Gespräch vorstellen! Anschließend gibt es noch die Möglichkeit, sich ein Buch signieren zu lassen.
Der Eintritt ist frei.
Aus der FAZ:
„Line Hoven und Jochen Schmidt wagen ein erzählerisches Experiment mit Text und Bild. In sechsundzwanzig Teilen entsteht ein Alphabet der literarischen Art.
Wenn Line Hoven davon spricht, wie sie ihre Bilder zeichnet, dann spricht sie vom „Kratzen“. Und das mit Recht, denn die in Hamburg lebende dreiunddreißigjährige Künstlerin arbeitet mit Schabkartons. Das muss man sich so vorstellen: Auf weißem Karton wird eine dicke schwarze Beschichtung aufgetragen, die man mit einem Skalpell wieder abkratzen kann. Man zeichnet also, indem man Weiß unter Schwarz freilegt. Dadurch bekommen die entstehenden Bilder die Anmutung von sorgfältig gearbeiteten Holzschnitten, und mit dieser traditionellen Ästhetik weckt Line Hoven Emotionen bei den Betrachtern, die eine einfache Zeichnung nicht hervorgebracht hätte.
Angeregt von der Oulipo-Bewegung
Und deshalb ist ihr graphischer Stil, der wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint, auch genau der richtige, um einen Zyklus winziger Erzählungen des Berliner Schriftstellers Jochen Schmidt zu illustrieren. Schmidt, Jahrgang 1970, ist ein großer Kenner der französischen Literatur, und so darf man vermuten, dass er für die Grundidee seiner jüngsten Prosa von der Oulipo-Bewegung angeregt worden ist, jener 1960 begründeten Gruppe vor allem französischer Autoren, die das formale Element des Schreibens zum Mittelpunkt ihrer Texterstellung machen. Dazu dienen ihnen feste Vorgaben und Schemata, und einem solchen folgt auch Jochen Schmidt. Er hat zu jedem Buchstaben des Alphabets aus einem handelsüblichen Duden sieben Wörter im Abstand von jeweils vierzig Einträgen herausgeschrieben und um diese Begriffe eine kleine Geschichte erzählt.
Das System
So spielt der Zufall eine wichtige Rolle, aber alles ist ihm keineswegs überlassen. Immer noch behält der Autor die Kontrolle über Thema, Handlung und vor allem die Protagonisten. Schmidt sucht sich dazu zu jedem der sechsundzwanzig alphabetischen Wortgruppen einen mit dem gleichen Buchstaben beginnenden Vornamen, nach dem dann der Protagonist benannt wird. Dadurch besteht jeder seiner Texte aus vier Elementen: dem jeweiligen Buchstaben, dem dazu gewählten Vornamen, den ausgezählten sieben Begriffen und der darum konstruierten Geschichte.
Eine neue Dimension
Und dann kommt Line Hoven ins Spiel. Sie kratzt dazu eine Illustration und sorgt damit für eine zusätzliche inhaltliche Fortschreibung. Denn alles, was in den zwei, drei Sätzen, die Schmidts Prosaminiaturen im Regelfall umfassen, nur angedeutet werden kann, füllt sie in ihren detailreichen Bildern weiter aus. Wissen wir zum Beispiel etwas aus Schmidts Text über das Aussehen des Admirals in der Geschichte zum Buchstaben A? Nein, aber Line Hoven zeichnet diesen Mann. Plötzlich hat er ein Gesicht, einen Habitus, eine Persönlichkeit. Und so bekommt das Ganze immer mehr Inhalt, und der Begriff der Bildergeschichte erreicht eine neue Dimension.
Neologismus
Sechsundzwanzig Folgen lang werden uns kurze Schicksalsmomente erzählt, die unter dem Obertiitel „Dudenbrooks“ stehen – ein Neologismus, der aus dem Duden und den „Buddenbrooks“ gebildet wurde, womit durchaus der Anspruch erhoben wird, dass hier in kleiner Form groß erzählt wird. Woche für Woche ist jeweils ein Buchstabe in der Wochenendbeilage „Bilder und Zeiten“ zu lesen und zu betrachten. Und alle bislang erschienenen stehen hier im Netz. Und wer das Ganze dann auch Weiß unter Schwarz nach Hause tragen will, für den wird ein paar Monate nach dem Abdruck in der Zeitung, also wohl im Herbst 2011, ein Buch mit sämtlichen Geschichten und Bildern beim Berliner Verlag Jacoby & Stuart erschienen.“
Für Euch bestellt und ausgepackt, liegen diese Neuheiten zur Ansicht im Laden bereit:
Igort – Berichte aus der Ukraine
Reprodukt

„Man muss nur ein wenig an der Oberfläche kratzen, und schon spürt man hinter der sowjetischen Verschlossenheit das Verlangen, angehört zu werden…“
Serafima Andrejewna war erst vier Jahre alt, als 1932 der Holodomor in ihrem Dorf begann. Sie berichtet von Elend, Tod, sogar von Kannibalismus infolge dieser von Stalin provozierten Hungersnot. Auch Maria Iwanowna hat in ihrer Jugend mit Leichnamen überhäufte Wagen durch ihr Dorf fahren sehen. Während der deutschen Besetzung musste sie dann erleben, wie ihre Mutter von den Deutschen verschleppt wurde. Anatoli erzählt von einem jüngeren Drama der ukrainischen Geschichte, von Tschernobyl.
Anderthalb Jahre ist Igort zwischen 2008 und 2009 durch die Ukraine, Russland und Sibirien gereist, um die Erinnerungen der Menschen festzuhalten. In seinen Aufzeichnungen verbindet der italienische Autor virtuos Comicminiaturen, Illustrationen und kurze Textpassagen zu einem jederzeit authentischen und oftmals erschütternden Porträt der Ukraine und ihrer Menschen. Ein weiterer Band mit Igorts Reiseaufzeichnungen aus Russland ist in Vorbereitung.
180 Seiten, farbig, EUR 24,00
Tove Jansson – Mumins – Band 4
Reprodukt
Endlich! Der vierte Band ist da: Es liegt Unheil in der Luft: Ein Komet droht genau auf Mumintal zu stürzen. Was nun? Untergangsstimmung oder Tanz auf dem Vulkan? Mumin und seine Freunde entscheiden sich für beides. Doch der Frieden im Tal wird nicht nur von fallenden Himmelskörpern gestört, als ebenso unangenehm erweisen sich der Hausbesuch der „Liga für Pflicht und Gemeinsinn“ und der Rummel um Mumins „goldenen Schweif“.
Fünf neue Abenteuer um Tove Janssons liebenswerte Mumintrolle, charmant, anarchisch und voller sprühender Lebensfreude.
112 Seiten, schwarzweiß, Hardcover, EUR 24,00
Manchette & Tardi – Im Visier
Edition Moderne

Ein Berufskiller steigt aus! Ein neues Meisterwerk von Tardi nach dem Roman von Manchette.
Bereits auf der ersten Seite wird man mit dem Beruf der Hauptfigur Martin Terrier konfrontiert: er ist Berufskiller. Doch Terrier hat genug. Er will aussteigen und zurück zu seiner Jugendliebe Alice. Aber sein Auftraggeber, Mr Cox vom CIA, sieht das anders. Ein letztes Attentat auf einen OPEC-Minister soll Terrier für ihn ausführen und dann als Sündenbock herhalten für all die Morde, die er im Auftrag des CIA begangen hat.
Die kaltblütige, schwarze, gewalttätige Vorlage setzt Tardi mit vielen Details aus den späten 70er Jahren kongenial um. Insbesondere die sagenhafte Citroën DS nimmt eine Starrolle ein.
106 Seiten, schwarzweiss, Hardcover, Euro 24.00
Catel & Bocquet – Kiki de Montparnasse
Carlsen

Am Montparnasse der Genies der Zwanzigerjahre, reüssierte Kiki als das Mädchen, das aus der Gosse kam und zu einer der charismatischsten Figuren der Avantgarde wurde. Sie war Freundin und Muse von Man Ray. Calder, Utrillo, Léger u.a. machten sie in ihren Werken unsterblich, und sie war mit Soutine, Cocteau, Breker, Tzara und Hemingway befreundet.
Selbstbewusst eroberte sie sich, was sich die Avantgarde ihrer Zeit auf die Fahnen geschrieben hatte, nämlich sexuelle Freizügigkeit, Redefreiheit und geistige Unabhängigkeit, und wurde eine der ersten emanzipierten Frauen des Jahrhunderts.
416 Seiten, schwarzweiss, Hardcover, 36 Euro
22. – 24. September 2011
Am Donnerstag, den 22. September, findet bei uns im Laden ab 19 Uhr die Opening Party statt!
Was ist ein Fanzine? Laut Definition ein Magazin, das von Fans für Fans gemacht wird.
Ob der DIY-Gedanke nun als fortlaufende Avantgarde oder nostalgischer Antagonismus gelten darf – die Vielfalt der in Eigenregie produzierten, ohne Verlagsbindung verbreiteten Comichefte ist so gross wie nie, sowohl in Deutschland wie auch international.
“Small Press Explorer” schickt die BesucherInnen auf eine Entdeckungsreise in die Produktionszusammenhänge der unbekannten, fern von kommerziellen Zusammenhängen arbeitenden ZeichnerInnen aus aller Welt.
Das Ganze findet im Rahmen des Reeperbahnfestivals statt. Weitere Infos zu den verschiedenen Ausstellungen finden sich hier: Small Press Explorer.