Wir freuen uns, Simon Hanselmann am 3. Juni um 18 Uhr bei uns im Laden zu einer Signierstunde begrüßen zu dürfen.
Im Anschluss daran wird Hanselmann noch einen Auftritt im Pudel zum Besten geben! Wir empfehlen euch sehr zu kommen, denn Simon Hanselmann hat mehr zu bieten, als plumpen Trash, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheinen könnte. Seine Comics sind nicht nur gut gezeichnet, sondern auch smart erzählt und eine herausragende Reflexion von gelegentlich funktionierenden menschlichen Beziehungen und all den Abgründen, die dahinter verborgen sind. Der Comic zeigt einmal mehr, was mit dem Medium alles möglich ist.
Hier das komplette Programm des Abends:
»»» Signierstunde: Mittwoch 03.06.2015 von 18 Uhr – 19.30 Uhr bei Strips & Stories Seilerstrasse 40, 20359 Hamburg
»»» Ausstellung: 21 Uhr im Golden Pudel Club St. Pauli Fischmarkt 27, 20359 Hamburg
»»» Live-Konzert von Simon Hanselmann — 22 Uhr
»»» Aftershowparty mit DJ Patex & King Fehler — 23 Uhr
Am Samstag, den 9. Mai 2015 findet wieder der Gratis Comic Tag statt und auch bei uns können kostenlos Hefte mitgenommen werden. Wir haben wie samstags üblich zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet. Damit auch Langschläfer noch zu ihren Comics kommen, haben wir die Abgabe auf vier Hefte pro Person beschränkt.
Der Comic in Frankreich derzeit. Sattouf erzählt von seiner Kindheit als Sohn einer französischen Mutter und eines syrischen Vaters in Frankreich, Libyen und Syrien. Der Comic kommt auf den ersten Blick solide und lustig daher, erweist sich aber zudem als extrem reflektierte Auseinandersetzung und Abrechnung mit seiner Herkunft im Allgemeinen als auch mit seinem Vater und dessen im Panarabismus verankerten wirren Ideen im Besonderen.
Ein schöner Kindercomic von Reprodukt, der Verlag bringt es selbst auf den Punkt: an der Seite des Lehmriesen geht es für den Leser auf die höchst vergnügliche Odyssee durch eine lustvoll verschrobene Welt, die unserer Wirklichkeit doch ganz nah ist. Kommt mit grandiosem Lehm- und Matschumschlag!
Hanselmann’s Comics wirken auf den ersten Blick wie ganz netter, aber belangloser Trash. Beschäftigt man sich etwas tiefgehender mit seinen Geschichten, merkt man schnell, dass es um mehr geht als Fäkalhumor, Drogen und miese Scherze unter Freunden. Vielmehr könnte man das Buch auch als Verhandlung von Einsamkeit und Depression verstehen. Sicherlich steckt viel Hanselmann’s eigener Biographie in dem Comic, aber es geht eben keineswegs nur um die Sorgen und Nöte von Außenseitern und Dropouts.
Eine neue Compilation des italienischen Indie-Publishers Canicola. Diesmal mit ausschließlich deutschen ZeichnerInnen: Aisha Franz, Jul Gordon, Sophie Martineck, Paul Paetzel, Josephin Ritschel, Maria Sulymenko, Anne Vagt. Die genannten Namen sollten Grund genug sein, sich das Buch zu besorgen. Oder wie Canicola es ausdrückt: Canicola Germania fotografa una generazione nata attorno agli anni Ottanta e traccia un confine dove i confini non ci sono più, dove disegno, fumetto, pittura, grafica, recitano una sinfonia narrativa. Das Buch ist auf italienisch und kommt mit englischer Übersetzung.
Am Besten ihr schaut erstmal auf Kate Beatons Seite und lest einige ihrer Strips. Der Zwerchfell-Verlag bringt es aber auch knackig auf den Punkt, worum es bei ihr geht: OBACHT! LUMPENPACK ist ein wildvergnügter Spaziergang durch Literatur- und Zeitgeschichte, von Webcomicautorin und New Yorker Cartoonistin Kate Beaton mit schnellem Strich aus ihrem eigenen, heutigen Blickwinkel erzählt. Keine Epoche, kein dicker Wälzer ist ihr heilig – Beaton verspottet die Revolutionäre, Führer, Schleimer, Konservativen, Liberalen, Rückwärtsgewandten und Erneuerer der westlichen Welt genauso wie die unglückseligen Helden, Heldinnen und Bösewichte der Literaturgeschichte.
Claudia Ahlering wird am 30. April ab 19 Uhr bei uns im Laden die von ihr gezeichnete und von Julian Voloj getextete Graphic Novel „Ghetto Brother. Eine Geschichte aus der Bronx“ vorstellen und signieren. Mune_Ra wird vor und nach der Präsentation auflegen! Im Laufe des Abends wird auch Filmmaterial von Henry Chalfant und Rita Fletcher gezeigt, welches einen tieferen Einblick in die Geschichte von Benjamin Melendez ermöglicht.
Anfang der 70er Jahre ist das Leben in der Bronx geprägt von heruntergekommenen Mietshäusern, Drogen und Kriminalität. Um zu überleben, schließen sich viele junge Bewohner Gangs an. Die größte Gang mit annähernd 2000 Mitgliedern sind die Ghetto Brothers, angeführt von Benjamin Melendez, einem Sohn jüdischer Einwanderer aus Puerto Rico. Melendez wurde 1971 in das Licht der Öffentlichkeit gerückt, als er ein vielbeachtetes Friedensabkommen zwischen den New Yorker Jugendgangs initiierte. Statt durch Bandenkriege machte die Bronx nun durch Hip-Hop, DJs und die Graffiti-Szene von sich reden. In dieser Aufbruchsstimmung begab sich Benjamin Melendez auf eine andere Reise: der Suche nach seinen jüdischen Wurzeln.
Ghetto Brother erzählt die wahre Geschichte von Benjamin Melendez, einem vergessenen Akteur der urbanen Stadtgeschichte New Yorks. Autor und Fotograf Julian Voloj und Zeichnerin Claudia Ahlering haben eine Graphic Novel geschaffen, die Hip-Hop-Kultur lebendig werden lässt und den Leser in jüdische Lebenswelten in New York eintauchen lässt.
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Reinhard Kleist spricht am 23. April um 20:30 Uhr im Aalhaus (Eggerstedtstr. 39) in einem bebilderten Vortrag über seine Graphic Novel „Der Traum von Olympia. Die Geschichte der somalischen Läuferin Samia Yusuf Omar“.
Die Sprinterin Samia Yusuf Omar vertrat Somalia bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Sie wurde jedoch von islamischen Extremisten bedroht, die ablehnen, dass Frauen Sport treiben. In der Hoffnung, an der Olympiade in London teilnehmen zu können, versuchte sie die Flucht nach Europa. Samia Yusuf Omar ertrank 2012 im Alter von 21 Jahren vor der Küste Maltas.
Statt eines Eintritts freuen sich die Veranstalter sehr über eine Spende von 5,00 € für Borderline Europe. Die Organisation wehrt sich gegen die Abschottung der EU gegenüber Flüchtlingen.
Es wird einen kleinen Büchertisch geben und Reinhard Kleist wird nach der Buchvorstellung signieren.
Eine Veranstaltung von Strips & Stories und dem Aalhaus in Kooperation mit dem Carlsen Verlag.
Jillian & Mariko Tamaki, Joann Sfar, Nadine Redlich, Diane Obomsawin, Alison Bechdel, Liz Prince, Terry Moore, Luke Pearson und Till Thomas: diese Comic Künstler_innen haben für uns das Jahr 2014 mit ihren neuen Arbeiten zu einem guten Comicjahr gemacht.
* Neuheiten 2014: Das mochtet ihr
Hier seht ihr die Comics, die bei euch am Beliebtesten waren. Ihr habt guten Geschmack bewiesen – unsere Topseller 2014:
Mittwoch, 26. November um 20.00 Uhr bei uns im Laden
Nach wie vor sind der Nationalsozialismus und die Auseinandersetzung damit prägend für das Selbstverständnis der Deutschen. In zahlreichen Debatten wie z.B. dem Historikerstreit oder den Auseinandersetzungen um die Wehrmachtsausstellung wurde um die Deutung der Vergangenheit und wie mit dem Erbe des deutschen Massenmordes umzugehen sei, heftig gestritten. Obwohl historisch nachgewiesen ist, dass sich ein großer Teil der Deutschen mehr oder weniger aktiv am NS-Regime beteiligten und davon profitierten, stellen man sich im öffentlichen Diskurs oft als Opfer dar. Seien es die Bombardierungen, der Krieg oder einfach die Verhältnisse, unter denen man zu leiden hatte. Dies findet sich dann auch auf privater Ebene in den Familien wieder. In der zu diesem Thema wohl bekanntesten Studie „Opa war kein Nazi“ beschreiben die Autoren das weit verbreitete Phänomen, die eigenen Eltern oder Großeltern nicht als Teil der NS-Volksgemeinschaft zu sehen, sondern diese eher zu Opfern oder Helden zu stilisieren.
Barbarba Yelin geht mir ihrer Graphic Novel – in die sie während der diesjährigen Graphic Novel Tage im Literaturhaus schon erste Einblicke gewährte – einen anderen Weg. Die Handlung des bei Reprodukt erschienen Buches orientiert sich an der Geschichte ihrer Großmutter, versucht aber nicht, deren Geschichte „authentisch“ darzustellen. Das Portrait von Irmina zeichnet sich durch ihre Vielschichtigkeit aus, die aber nicht dazu führt, die Integration der anfangs sympathisch dargestellten jungen Frau in die deutsche Volksgemeinschaft verharmlosen oder entschuldigen zu wollen. Irmina wird eben nicht als Monster beschrieben, sondern als relativ normale Deutsche, die sich trotzdem oder wahrscheinlich deswegen mit dem Nationalsozialismus arrangiert.
Wir freuen uns sehr, dass Barbara Yelin auf ihrer Lesetour auch in Hamburg halt macht und sind gespannt auf die Vorstellung und die Diskussion ihres Buches. Und signiert wird natürlich auch. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns aber über eine Spende für die Fahrtkosten.
Heute Abend haben wir den Hamburger Autor Jan Soeken zu Gast. Er liest und signiert sein beim avant-verlag erschienenes Comicdebüt. Da freuen wir uns schon drauf!
Zwei Freunde sind auf dem Weg zu einem Treffen des baden-württembergischen Ku-Klux-Klans. Nur blöd das die Anweisungen in der Mail so ungenau waren. Statt auf die anderen Klanmitgleider stoßen Hermann und Thomas mitten im Wald auf einen Hundezwinger mit einem dreibeinigen Hund. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und da sie sich inzwischen verirrt haben und die Nacht hereinbricht, wird ihre Freundschaft zunehmend auf die Probe gestellt.
Die Bildgeschichte „Friends“ beruht pikanterweise auf einer wahren Begebenheit. Anfang der Nullerjahre machen sich zwei Polizisten auf, um einem baden-württembergischen Ableger des rassistischen Ku-Klux-Klans beizutreten. Im Zuge eines später eingeleiteten Disziplinarverfahren sprechen sie über ein Initiationsritual in einer Hütte im Wald und über ihre absurden wie banalen Beitrittsgründe. Diese Absurdität wird in „Friends“ aufgegriffen, um eine Erzählung von verflossenen Liebschaften, Freundschaft und Doppelmoral zu spinnen, in der der Ku-Klux-Klan, in Form der Kutten, bewusst zunehmend auf die Bildebene verbannt wird.
Friends – Jan Soeken avant-verlag, 48 Seiten, SC, 10 Euro
Filmvorführung während der 25. Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg am 18. Oktober um 17.30 Uhr im B-Movie
Wir gratulieren den 25. Lesbisch Schwulen Filmtagen Hamburg zum Jubiläum und präsentieren euch während des Festivals dieses Comic Doppelprogramm. Zunächst startet der Filmnachmittag mit einer Kurzdoku über Alison Bechdel und ein außergewöhnliches künstlerisches Experiment mit der Malerin Riva Lehrer. Danach gibt es einen sehr unterhaltsamen und beste Laune machenden historischen Abriss über den kulturellen Einfluss von Wonder Woman. Wir freuen uns euch da zu sehen.
WONDER WOMEN! THE UNTOLD STORY OF AMERICAN SUPERHEROINES Renee Gasch, 2012, 79 ‚, Digital, englisch
“ „Wonder Woman ist einer der ältesten Superhelden“ so beginnt der erste Satz des deutschen Wikipediaeintrags. Erst weiter unten heißt es in Klammern „und die erste Superheldin“. Lange war sie die erste, denn nach ihrem Debüt 1941 ist ihr erst einmal keine weitere Heldin gefolgt. Sie machte durch die Jahrzehnte einige Metamorphosen durch: als furchtlose Kämpferin in den Jahren des Zweiten Weltkriegs, unter McCarthy als lesbisch-umtriebige Verdächtige und später als eine mehr und mehr einem gezähmten Frauenbild angepasste Figur. Die spannende Dokumentation berichtet nicht nur von Wonder Womans Wandel, sondern auch von ihrer Strahlkraft als Idol für Mädchen und junge Frauen. Und sie strahlt bis heute, wie Interviews mit Feministinnen und kleinen Mädchen gleichermaßen belegen.“ gabs/kb www.wonderwomendoc.com
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Charissa King-O’Brien, USA 2012, 26 ‚, Digital, englisch
„The Paper Mirror“ dokumentiert die fruchtbare Zusammenarbeit von zwei Künstlerinnen, der Malerin Riva Lehrer und der Comicautorin Alison Bechdel („Dykes to Watch Out For“, „Fun Home“), die gemeinsam bisher unbekanntes künstlerisches Terrain erobern.
Das Comicfestival 2014 steht vor der Tür! Vom 02. bis 05. Oktober 2014 kommen nationale und internationale Zeichner_innen nach Hamburg, um ihre Arbeit zu präsentieren und mit uns zu feiern. Das Programm könnt ihr euch bereits jetzt hier schon anschauen. In Bälde gibt es auch die gedruckte Zeitung bei uns im Laden.
Dieses Jahr werden wir uns auch mit einem kleinen Stand an der Messe am Samstag und Sonntag beteiligen! Z.B. mit Büchern von Nobrow, KutiKuti und Kus!
Am Donnerstag, 18.9.2014 um 19.00 Uhr startet der Graphic Novel Abend mit vier internationalen Gästen. Wie auch im letzten Jahr präsentieren wir zusammen mit den Hamburger Instituten Français, Goethe, Cervantes und Italiano den Internationalen Graphic Novel Salon im Rahmen des Literaturfestivals Harbourfront. Das Ganze findet im Instituto Cervantes, im Chilehaus, Fischertwiete 1, statt.
Die vier Institute haben hochkarätige Gäste eingeladen, die in zwei moderierten Gesprächsblöcken das Publikum an ihrer Arbeit teilhaben lassen. Sie erklären und interpretieren ihre Geschichten und geben so einen interessanten Einblick in die Entstehuung ihrer jeweiligen Veröffentlichungen.
Zu Gast sind die Hamburger AFKAT – Gewinnerin Sohyun Jung mit ihrer preisgekrönten Arbeit «Vergiss nicht, das Salz auszuwaschen». Eine intensive Auseinandersetzung mit Heimweh, Wurzeln und Neuanfängen. Aus Italien kommt die hochbegabte und mit vielen Preisen für ihre Arbeit bedachte Künstlerin Gabriella Giandelli. Im avant-verlag ist u.a. «Interiorae» erschienen und kürzlich im italienischen Canicola Verlag «Lontano». Auch der Egmont Verlag ist mit seiner relativ jungen Graphic Novel Sparte vertreten und präsentiert den Spanier Alfonso Zapico, der mit einem Porträt von James Joyce große Aufmerksamkeit erfahren hat. Abgerundet wird das hochklassige Ensemble von Phillippe Ôtié, der in Zusammenarbeit mit Li Kunwu eine dreiteilige biografische Erzählung «Ein Leben in China» bei der Edition Moderne veröffentlicht hat.
Wir werden mit einem Büchertisch vor Ort sein und auch Comics in ihrer jeweiligen Originalsprache zum Kauf anbieten. Besucht uns dort und lasst euch diesen Abend nicht entgehen.
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