In meinen Augen – Bastian Vivés
Reprodukt, 18 Euro
Heute frisch ausgeliefert und im Laden angekommen: das neue Buch von Bastien Vivés (Der Geschmack von Chlor).

Interview (auf französisch) mit Ausschnitten aus dem Buch
-clg-
In meinen Augen – Bastian Vivés
Reprodukt, 18 Euro
Heute frisch ausgeliefert und im Laden angekommen: das neue Buch von Bastien Vivés (Der Geschmack von Chlor).

Interview (auf französisch) mit Ausschnitten aus dem Buch
-clg-
ALPHA … directions – Jens Harder
Carlsen, 49,90
Ausgezeichnet mit dem Max und Moritz-Preis 2010 als ‚Bester deutscher Comic‘. Vierzehnmilliarden Jahre zwischen zwei Buchdeckeln. Die heutige Empfehlung ist wirklich ein besonderes Buch.

‚In seinem monumentalen Comic „Alpha…directions“ erklärt Jens Harder die Entstehung der Welt. 2000 Bilder auf 340 Seiten lehren den Leser das Staunen.Tief durchatmen. Nehmen Sie dieses Buch und seien Sie gefasst: 1735 Gramm Papier werden Sie in den Sitz drücken, und Sie werden mit geweiteten Augen Seite für Seite umblättern. Sie werden staunen und verstehen und schließlich staunend verstehen, dass Sie solch ein Buch noch nie zuvor in den Händen hielten.‘ – die ganze Rezension hier.
Sehr schöner Beitrag auf dradio
-clg-
Black Hole
Charles Burns
Als Anreiz für den Klassiker von Charles Burns ein Song von Fever Ray (Keep the Streets Empty for me), hinterlegt mit Ausschnitten aus ‚Black Hole‘. Der Band ist auf Deutsch als auch auf Englisch bei uns im Laden zu haben.
Fever Ray – Keep the Streets Empty for me
-hky-
Blutspuren
Rutu Modan
Edition Moderne, 26 Euro

Der junge Taxifahrer Kobi Franco wohnt und arbeitet seit dem frühen Tod seiner Mutter bei Onkel und Tante in Tel Aviv. Eines Tages, als eine junge Soldatin aus wohlhabender Familie mit ihm Kontakt aufnimmt, wird Kobi mit der Vergangenheit seines Vaters konfrontiert. Die Soldatin Numi ist die Geliebte seines Vaters und behauptet, dieser sei beim Anschlag auf den Busbahnhof von Hadera getötet worden. Ein Opfer des Anschlages konnte nicht identifiziert werden. Nach langem Überreden begleitet Kobi Numi an den Ort des Geschehens, und sie beginnen mit den Nachforschungen zum Verschwinden seines Vaters Gabriel. Im Laufe der Geschichte erfährt Kobi immer mehr über seinen Vater und dessen Liebesleben, so wird die Suche nach dem Vermissten auch zur Suche nach seiner eigenen Identität. Während der anstrengenden Nachforschungen über das mysteriöse Verschwinden Gabriels, kommen sich Numi und Kobi nach anfänglichen Schwierigkeiten langsam näher…
„Sie habe ihre persönliche Sicht auf die israelische Gesellschaft abbilden wollen, sagt Modan. Dazu gehört trotz aller Trauer und Probleme, die der Comic vermittelt, und trotz der Gefahr, wie ein romantisiertes Klischee zu klingen, auch Lebensfreude und Humor (wenngleich oft hinter Sarkasmus versteckt). Modan gelingt es, diese Klischees immer wieder an die politische Realität zu koppeln. Ein solches Bild Israels wird in Deutschland selten vermittelt, in Form eines Comics schon gar nicht.“
Auszug der in konkret erschienenen Rezenssion von Jonas Engelmann.
-hky-
Sa 15. Januar 2011
19 Uhr
Zwei Neuerscheinungen der Hamburger Verlage Textem und mairisch bei Strips & Stories. Guido Rohm liest aus seiner jüngsten Veröffentlichung „Eine kurze Geschichte der Brandstifterei“ und Donata Rigg stellt ihren Roman „Weiße Sonntage“ vor.


„Nach einem Erzählungsband und einem Roman veröffentlicht Guido Rohm mit Eine kurze Geschichte der Brandstifterei seine Poetik. Während in Blut ist ein Fluss, dem sarkastischen Hard-Boiled-Avant-Kriminalroman, nach gefühlt jedem dritten Wort ein Punkt steht, ein Stakkato also, muss der Leser im neuen, im Textem-Verlag erschienen, Werk, das in Form einer handlichen Broschüre vorliegt, schon bis zum Ende auf Seite 34 gelangen, bevor er den abschließenden Punkt erreicht. Suada sozusagen … In der kurzen Erzählung gibt es eine Kaskade von Erzählebenen. Immer wenn der Leser es sich gemütlich machen möchte, öffnet sich eine weitere Falltür auf die nächste Ebene.“ (Gleisbauarbeiten)
Guido Rohm wurde 1970 in Fulda geboren, wo er heute auch lebt und arbeitet. Er schreibt Rezensionen und Essays für verschiedene Onlinemagazine. Dabei entdeckte er auch den amerikanischen Kultautor Tom Torn für den deutschsprachigen Raum. Sein Debüt, der Kurzgeschichtenband „Keine Spuren“, erschien 2009 im Seeling-Verlag (Frankfurt). Der deutsch-französische Schriftsteller und Übersetzer Georges-Arthur Goldschmidt schrieb das Vorwort zu „Keine Spuren“. Sein erster Roman – „Blut ist ein Fluss“ – erschien im Frühjahr 2010 ebenfalls im Seeling-Verlag. Seine jüngste Veröffentlichung, die Erzählung „Eine kurze Geschichte der Brandstifterei“, wurde im Textem Verlag (Hamburg) veröffentlicht.
Außerdem betreibt er das literarische Weblog Aus der Pathologie http://guidorohm.wordpress.com/
Martha hat sich das Leben genommen. Ihr Selbstmord führt ihre Zwillingsschwester Maria und deren Lebensgefährten Albert an den Ort der gemeinsamen Kindheit in die süddeutsche Provinz. Im Laufe einer Nacht wird Martha in den Erzählungen der beiden wieder zum Leben erweckt und die besondere Dreiecksbeziehung aufs Neue intensiv durchlebt. Als der Morgen graut, ist alles gesagt und alles anders. Donata Rigg wagt sich mit ihrem elegant komponierten Debüt in das Spannungsfeld zwischen Großstadt und einer von Religion und Suff geprägten Provinz. Mit schwarzem Humor und hoher Kunstfertigkeit führt sie ihre drei Figuren an die Grundfesten ihrer eigenen Existenz.
„Gibt es nicht schon genug Neuentdeckungen jedes Jahr? Eben nicht – wenn man von einem literarischen Debüt auch eine eigene, unverwechselbare Stimme erwartet und spüren will, dass dieses Buch so geschrieben werden musste. Der Debütroman von Donata Rigg ist ein Buch vom Schlussmachen – und mehr als nur ein starker Anfang. „Weiße Sonntage“ ist die Geschichte einer Verwandlung, die den Leser selbst verwandeln kann.“ Richard Kämmerlings, WELT
www.mairisch.de/donata-rigg_weisse-sonntage.htm
The ACME Novelty Library #20
Chris Ware

Heute übergeben wir das Wort an Kultur & Gespenster, die gerade den neuesten Band der ACME novelty library von Chris Ware besprochen haben und posten hier die ersten beiden Abschnitte der Rezenssion von Christian A. Bachmann.
Ab Ende nächster Woche ist der Band bei uns im Laden zu haben – sämtliche noch lieferbaren Ausgaben von Kultur und Gespenster gibt es auch bei uns.
Chris Wares chronisches Leiden
Chris Ware. Seit Jahren gilt er als der wichtigste Erneuerer des Mediums Comic, mindestens aber der nordamerikanischen Bildgeschichten. In einem Interview, das Dylan Williams 1994, kurz nach dem Erscheinen der ersten Nummer der ACME Novelty Library mit Ware geführt hat, erwähnt jener nebenbei eine Fortsetzungsgeschichte, an der er zu arbeiten begonnen hat. Er sagt nicht explizit, was er meint, doch wahrscheinlich handelt es sich um Jimmy Corrigan, the Smartest Kid on Earth, die zunächst serielle in seiner ACME Novelty Library erschienene Graphic Novel, die ihn zumindest in Comicleserkreisen berühmt gemacht hat. Die Worte, die Ware dafür findet, sind jedenfalls deutlich: „this is just dull, nothing is happening.“ Und bei aller Ware’schen Bescheidenheit – er hat recht. Es passiert in vielen seiner Comics. Beinahe nichts. Und die spärliche Handlung ist schmerzhaft langweilig.
Während ich das hier schreibe, überträgt die Website des Kultursenders arte ein Konzert anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Einstürzenden Neubauten aus der Pariser Cité de la Musique per Livestream, und ich frage mich, ob Wares Comics nicht auf gewisse Weise mit der Musik der Band zu vergleichen ist. Das Konzert ist im wörtlichen Sinne entsetzlich langweilig. Die Musik zwingt zu größter Aufmerksamkeit, die Nackenhaare sträuben sich, die Nerven sind angespannt, doch eigentlich passiert nicht viel. Auch inhaltlich und formell haben Ware und die Neubauten einiges gemeinsam: eine durchdringende Melancholie, ein leiser, oft zurückhaltender, aber ausdrucksstarker Stil, der von schrillen Pfiffen und lauten, nicht selten schiefen Schreien gebrochen wird –, oder eben von intensiven Bildern, die aus dem Layout ausscheren oder mit brutaler Einfachheit irritieren. Chris Ware und die Einstürzenden Neubauten gehen, wie man so sagt, unter die Haut. Nun sollte man diesen Vergleich nicht zu sehr strapazieren, denn beiden geschieht damit Unrecht, insofern sie auf Gemeinsamkeiten reduziert werden, während die jeweiligen medialen Besonderheiten vernachlässigt werden, die bei Ware wie auch bei den Einstürzenden Neubauten von immenser Bedeutung sind.
Nicht nur Comics, Romane, Zeitschriften und Magazine bekommt ihr bei uns. Im Programm haben wir auch den in limitierter Auflage produzierten Kalender für 2011 aus dem Gudberg Verlag.

“Leben auf Sankt Pauli”
Das GUDBERG Kalenderbuch, das für 2011 bereits im neunten Jahr erscheint, widmet sich diesmal ganz dem Leben auf Sankt Pauli. Wieso leben wir hier eigentlich so gerne? Wo sind die tollsten Ecken? Wo die besten Cafés? In einem Mix aus Fotografie, Grafik und Text wollen wir das Gefühl des Stadtteils rüberbringen und einen außergewöhnlichen Zeitplaner erstellen, der für Sankt Paulianer ebenso schön zu nutzen sein soll, wie für Leute von außerhalb. Wie jedes Jahr bietet das GUDBERG Kalenderbuch viel Platz für eigene Einträge, läßt Raum für Gedanken und überrascht mit vielen kleinen Details und Nettigkeiten.
Website mit Detailansicht und Videos aus der Produktion
Format: 14 x 19 cm
Umfang: 280 Seiten
Bindung: Broschur
Gedruckt und handsortiert auf St. Pauli
5 verschiedene Papiersorten!
Limitierte Auflage: 500 Exemplare
Ladenpreis: 18,90 EUR
Individuell gesprühter Einband in verschiedenen Farben!
Unter den ersten 10 Leuten, die uns eine EMail an info@strips-stories.de mit dem Betreff: Kalender schicken, verlosen wir ein Exemplar aus unserem Laden. Viel Glück!
-clg-
LOST AT SEA
Bryan Lee O’Malley

Raleigh ist 18 und fühlt sich verloren. Sie denkt ihre Mutter hat ihre Seele verkauft – im Tausch für eine Karriere. Sie stolpert in einen Road Trip mit ihren Klassenkameraden, die sie eigentlich nicht kennt und auch nicht besonders mag. Bryan Lee O’Malley, gerade sehr erfolgreich mit seiner frisch verfilmten Scott Pilgrim Reihe, hat mit ‚Lost At Sea‘ einen Comic veröffentlicht, der die Einsamkeit und das Verlorensein des Erwachsenwerdens schmerzlich wieder aufleben lässt und einfühlsam porträtiert.
„Raleigh is eighteen years old, and she has no idea what she is doing. If you’ve ever been eighteen, or confused, or both, maybe you should read this book.“
-clg-
AMERICAN ELF
James Kochalka
Online Comic Strip (and published by Top Shelf Productions)
Since 1998 James Kochalka has kept a diary comic strip which is available online and
also is published in 3 volumes by Top Shelf Productions:

(Vol. 1)
A short video documentary about James Kochalka
-hky-
OUTSIDE THE BOX –
ZEITSCHRIFT FÜR FEMINISTISCHE GESELLSCHAFTSKRITIK
Diesmal empfehlen wir keinen Comic, sondern die heute eingetroffene 2. Ausgabe des neuen Magazins aus Leipzig. Das Leitthema ist Form – und das findet sich nicht nur im Inhalt, sondern auch in der Gestaltung wieder. Das Heft besteht aus 9 einzelnen wunderschönen Bögen, die in einer Tüte gesammelt sind.
Aus dem Inhalt:
– Ayse K. Arslamoglu: Stolz und Vorurteil – Markierungspolitiken in den Gender Studies
– Katja + Korinna: Fat is a feminist issue
– Martin Büsser: Know your avantgardehistory (Interview)
– Leitartikel: Über die Form der Gesellschaft und ihre Theoretisierung / Über schreibende Feminist_innen und feministisches Schreiben / Über die Formen linker Praxis / Über die Form in der Kunst
– und vieles mehr
Unter den ersten 10 Leuten, die uns eine EMail (info@strips-stories.de) schreiben, verlosen wir ein druckfrisches Exemplar. Betreff: Outside The Box.
-clg-
A Mess Of Everything
Miss Lasko-Gross
Fantagraphics Books, 19 Euro
Miss Lasko-Gross hat eine Semi-Autobiografische Triologie gezeichnet, die herzzereißend ist. Vorstellen möchten wir Euch den zweiten Teil, der von den Höhen und Tiefen des Teenagerlebens in der High-School handelt. Ihr Zeichenstil drückt perfekt die Gefühle der Einsamkeit einer Außenseiterin und die Unsicherheiten im Umgang mit den Entscheidungen des Lebens aus.
„The unsentimental truthfulness that is the hallmark of Lasko-Gross’s work is coupled with a raw but increasingly refined visual vocabulary. A Mess of Everything is an intense, honest, and funny memoir that holds appeal for anyone who is navigating, or who has ever grappled with, these issues.“
„A brutally honest look at suburban life from a bright new talent.“ – Kathleen Hanna
-clg-