Ein neue Folge des Hörstoff Podcast ist online!


Hörstoff ist der Podcast unabhängiger Hamburger Buchhandlungen. Die aktuelle Ausgabe wurde von Strips & Stories produziert.
Nachhören kann man diese und alle weiteren Episoden auf Spotify, Apple Podcasts oder direkt hier:

Der Podcast beginnt mit einem Interview mit Juliane Pickel, die im März ihr Debüt, den Jugendroman „Krummer Hund“, veröffentlich hat.
Im Anschluss sind Rezenssionen von Moritz Wienert, Mia Oberländer und Annina Brell – alle drei Protagonist*innen der Hamburger Comicszene – zu hören, die aktuelle Comics besprechen.

Buchempfehlungen aus unserem Podcast:

Juliane Pickel: „Krummer Hund“, Beltz & Gelberg

Moritz Wienert bespricht:
Sophie Yanow: „The Contradictions“, Drawn & Quarterly

Mia Oberländer bespricht:
Lina Ehrentraut: „Melek und ich“, Edition Moderne
und
Anna Haifisch: „Residenz Fahrenbühl“, Spector Books

Annina Brell bespricht:
Rutu Modan: „Tunnel“, Carlsen

Der Strips & Stories Adeventskalender – DREIZEHN

Blutspuren

Rutu Modan

Edition Moderne, 26 Euro

Der junge Taxifahrer Kobi Franco wohnt und arbeitet seit dem frühen Tod seiner Mutter bei Onkel und Tante in Tel Aviv. Eines Tages, als eine junge Soldatin aus wohlhabender Familie mit ihm Kontakt aufnimmt, wird Kobi mit der Vergangenheit seines Vaters konfrontiert. Die Soldatin Numi ist die Geliebte seines Vaters und behauptet, dieser sei beim Anschlag auf den Busbahnhof von Hadera getötet worden. Ein Opfer des Anschlages konnte nicht identifiziert werden. Nach langem Überreden begleitet Kobi Numi an den Ort des Geschehens, und sie beginnen mit den Nachforschungen zum Verschwinden seines Vaters Gabriel. Im Laufe der Geschichte erfährt Kobi immer mehr über seinen Vater und dessen Liebesleben, so wird die Suche nach dem Vermissten auch zur Suche nach seiner eigenen Identität. Während der anstrengenden Nachforschungen über das mysteriöse Verschwinden Gabriels, kommen sich Numi und Kobi nach anfänglichen Schwierigkeiten langsam näher…

„Sie habe ihre persönliche Sicht auf die israelische Gesellschaft abbilden wollen, sagt Modan. Dazu gehört trotz aller Trauer und Probleme, die der Comic vermittelt, und trotz der Gefahr, wie ein romantisiertes Klischee zu klingen, auch Lebensfreude und Humor (wenngleich oft hinter Sarkasmus versteckt). Modan gelingt es, diese Klischees immer wieder an die politische Realität zu koppeln. Ein solches Bild Israels wird in Deutschland selten vermittelt, in Form eines Comics schon gar nicht.“

Auszug der in konkret erschienenen Rezenssion von Jonas Engelmann.

-hky-