Am Donnerstag, den 22. März 2018 ab 19:30 Uhr stellen Antonia Kühn und Magdalena Kaszuba ihr neuen Comics „Lichtung“ (Reprodukt) und „Das leere Gefäß“ (avant-verlag) in der Wohlwillstraße bei Strandgutfischer und Strips & Stories vor. Es wird eine Ausstellung mit Originalen beider Zeichnerinnen geben, zudem eine kleine Lesung aus den neuen Büchern. Der Eintritt ist frei.
Magdalena Kaszuba ist 1988 in Langenbielau in Polen geboren und in Deutschland aufgewachsen. Sie studiert Illustration bei Anke Feuchtenberger an der HAW Hamburg und zeichnete bisher unter anderem Comics für Le Monde diplomatique, das Goethe-Institut China und Böll.Thema, das Magazin der Heinrich-Böll-Stiftung. Magdalena Kaszuba lebt und arbeitet in Hamburg.
Antonia Kühn, geboren 1979, studierte in Kiel Kommunikationsdesign und Freie Kunst an der HAW Hamburg. Antonia Kühn lebt in Hamburg, wo sie als freie Illustratorin und Comicautorin arbeitet. Ihre Arbeiten wurden mehrfach am Internationalen Comix-Festival FUMETTO in Luzern und am Comicfestival Hamburg ausgestellt.
Ausstellung und Lesung bei: Strandgutfischer, Wohlwillstr. 20 Bücherverkauf und Signierstunde bei: Strips & Stories, Wohlwillstr. 28
Am 25. Januar 2018 um 20 Uhr wird in der Jäpa (Wohlwillstr. 22 – in der Jägerpassage, direkt hinter dem Laden) das Buch „Lampedusa. Bildgeschichten vom Rande Europas„, herausgegeben von der Migrant Image Research Group, vorgestellt. Anne König vom Verlag Spector Books als auch die Zeichnerinnnen Paula Bulling und Emilie Josso werden anwesend sein.
Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache.
Eintritt gegen Spende.
Bilder sind ebenso in Bewegung wie Menschen. In einer globalisierten Welt können sie sich rascher und ungehinderter bewegen als Personen. Sie zirkulieren in rasender Geschwindigkeit durch digitale Kanäle, sie sind in ihrer Verbreitung nicht kontrollierbar und entfalten Wirkungen, die manchmal unvorhersehbar sind. Als der Künstler Armin Linke vor über sieben Jahren zu einer fotografischen Arbeit auf die Insel Lampedusa eingeladen wurde, ließ er seine Kamera zu Hause, weil er fand, dass ohnehin schon genügend Fotos von dort gebe. Stattdessen nahm er ein Team der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe mit, um Bildproduzent_innen vor Ort über ihre Fotografien zu sprechen: mit Schwestern vom Roten Kreuz, die zu Demonstratonszwecken Bilder von Bergungsaktionen aufnahmen, mit Geflüchteten, die ihre Handyfotos auf Facebook teilten, mit Sozialarbeiter_innen einer Hilfsorganisation, die sich um minderjährige Geflüchtete kümmert.
Vier Jahre später trat Armin Linke an Spector Books heran, um aus dem gesammelten Bild- und Interviewmaterial ein Buch zu gestalten. Der Verlag studierte die Bilder und schlug vor, die Form einer Foto-Graphic-Novel zu wählen: Zeichnungen kommentieren Fotografien, so entsteht eine Außenperspektive auf die Bilder. Die Migrant Image Research Group hat im Laufe der Recherchen mit weiteren Bildproduzent_innen gesprochen: mit der italienischen Fotoagentur Contrasto in Rom ebenso wie mit der europäischen Grenzagentur Frontex in Warschau und einem Bildredakteur der ägyptischen Wochenzeitung Al-Ahram Weekly in Kairo. Jeder Bildproduzent verfolgt bestimmte Absichten und setzt seine Fotografien gezielt ein, um zu informieren, Ängste zu schüren, Mitgefühl zu wecken oder Grenzen zu überwachen. Von alledem erzählt das Buch „Lampedusa. Bildgeschichten vom Rande Europas“, aber auch von der Suche nach empathischen Bildern und beiläufigen Aufnahmen, mit denen Geflüchtete ihren Alltag auf ihren Mobiltelefonen festhalten: Die Bilder sind ebenso in Bewegung wie die Menschen.
Zur Migrant Image Research Group gehören Lisa Bergmann, Estelle Blaschke, Paula Bulling, Elisa Calore, Haitham El-Seht, Mohammed El-Seht, Emilie Josso, Ina Kwon, Andreas Langfeld, Valeria Malito, Karolina Sobel, Helmut Völker sowie die Spector Books Verleger Jan Wenzel und Anne König, die gemeinsam mit Armin Linke das Projekt seit 2014 künstlerisch leitet.
Wie versprochen geht es auch im neuen Jahr mit Veranstaltungen weiter, unsere erste ist eine Comicpräsentation in Kooperation mit CarlsenComics und dem Aalhaus.
Jens Harder, der weiterhin an seiner Bild- und Kulturgeschichte der Menschheit arbeitet („Alpha… directions“, „Beta …civilisations volume 1“), beschäftigt sich in seinem neuen Comic mit dem ältesten überlieferten Epos der Geschichte: Gilgamesch. Es ist die Geschichte des Königs Gilgamesch und seines Freundes Endiku – neu erzählt in einem ganz eigenen Comicstil. Jens Harder zeigt mit diesem Comic erneut, wie er die graphische Erzählung mit Mitteln aus der Vergangenheit vorantreibt. Der Berliner Zeichner wird das Buch heute persönlich vorstellen und signieren. Die Moderation und Lesung übernimmt Korinna Hennig (NDR).
Wir freuen uns mit Carlsen Comics und dem Aalhaus auf einen schönen Abend! Mehr zum Buch: bit.ly/2tQ6vbx
Am 7. Dezember 2017 um 19 Uhr ist Hervé Tanquerelle im Institut français zu Gast und wir sind mit einem Büchertisch vor Ort.
Moderator: Sébastien Rival Dolmetscherin: Svenja Huckle Um Anmeldung wird gebeten: sophie.udave@institutfrancais.de Eintritt: 5 Eur (nur Abendkasse) Ort: Institut français de Hambourg, Heimhuder Str. 55, 20148 Hamburg
Hervé Tanquerelle wurde 1972 in Nantes, Frankreich geboren. Seit den späten 1990ern ist er als Comiczeichner aktiv und hat u.a. mit Joann Sfar an der Reihe Professor Bell gearbeitet. Ab dem dritten Band der Serie Der Affenkönig (2008) wurden die Zeichnungen von Hervé Tanquerelle übernommen, der Sfars Stil zunächst perfekt kopierte. Im fünften Band Die Kobolde Irlands (2011) begann Tanquerelle jedoch, der Serie seinen eigenen Anstrich zu verpassen. In Die falschen Gesichter (2012), ein auf einer wahren Geschichte beruhender Krimi nach einem Skript von David B., hat er seinen eigenen Stil perfektioniert. Daneben erschien von ihm in Frankreich noch eine dreiteilige Reihe der Erzählungen von Jorn Riel, adaptiert von Gwen de Bonneval (Le Roi Oscar, La vierge froide, Le Petit détour). Seit 2013 ist er Chefredakteur von Professor Zyklop, dem monatlichen Periodikum für Comics und digitale Fiktionen. Sein aktuellstes Werk Die Diebe von Karthago, nach einem Szenario von Apollo, erschien in Frankreich in zwei Bänden und ist 2015 auf Deutsch als Gesamtausgabe im avant-verlag erschienen. Im August 2017 ist sein Abendteuercomic „Grönland Vertigo“ im Stile Hergés gehalten, im avant-verlag erschienen.
Zum Buch: Als Georges Benoît-Jean, ein Comiczeichner in einer Schaffenskrise, die Einladung erhält, an einer Expedition in den Nordosten Grönlands teilzunehmen, erhofft er sich neue Inspiration für ein kommendes Buch. Er sagt spontan zu. An Bord des Segelschiffs Aurora trifft er sein Idol, den norwegischen Schriftsteller Jørn Freuchen, der Georges unter seine Obhut nimmt. Aber Freuchen hat ganz eigene Interessen, die er während der Reise verfolgt … Hauptsponsor der Expedition ist der finnische Maler, Bildhauer und Performance-Künstler Ville Hakkola, ein verschrobener Perfektionist, dessen riesige Installation auf einem Gletscher den Höhepunkt der Reise darstellen soll. Doch Hakkolas zunehmende Angst vor Sabotage wird für die Mitreisenden immer mehr zur Zerreißprobe. Grönland Vertigo ist eine wunderschön gezeichnete (und an den zeitlosen Stil Hergés angelehnte) Reise in den hohen Norden, in der der Autor die Erlebnisse seiner eigenen Expedition nach Grönland mit viel Witz und Leichtigkeit verarbeitet.
Der Fotograf Carlos Spottorno und der Journalist Guillermo Abril stellen am 11. November 2017 im Seminarraum im Gängeviertel um 19:30 Uhr ihr neues Buch „Der Riss“ (avant-verlag) vor. Bei dem Band handelt es sich um kritischen Journalismus in Form eines Reiseberichts bzw. einer Fotoreportage, aber auch Stilelemente der Graphic Novel werden benutzt.
Zum Buch: Für das spanische Magazin El País Semanal machen sich Carlos Spottorno und Abril auf den Weg an die Außengrenzen der EU: von Melilla, der spanischen Enklave in Marokko, schwer bewacht und durch einen schier unüberwindbaren Zaun geschützt bis in den Norden Finnlands und die Wälder Weißrusslands, wo NATO-Truppen für einen Grenzkonflikt mit Russland trainieren. Die Autoren merken schnell, dass die europäische Grenze sehr viel komplexer ist, als dass man sie an einem einzigen Ort vollständig begreifen könnte. Sie treffen Flüchtende, Grenzsoldaten und Kommunalpolitiker, und halten ihre Erlebnisse in Wort und Bild fest. Ein einmaliges Dokument der Herausforderungen, welche tagtäglich an den Grenzen der EU auftreten.
Der Eintritt ist frei. Über eine kleine Spende, um für die Fahrtkosten der Autoren aufkommen zu können, freuen wir uns.
Ort: Seminarraum der Fabrique, (Zugang über Speckstraße!) Gängeviertel Valentinskamp 34a 20355 Hamburg
Am Mittwoch, den 20. September 2017 um 19.00 Uhr findet im Istituto Italiano di Cultura Hamburg der 7. Internationale Graphic Novel Salon statt.
Vier Länder, vier Sprachen, vier Autoren, vier Graphic Novels, eine Bühne: das ist die Formel des Internationalen Graphic Novel Salons, den EUNIC Hamburg – die Kulturinstitute Instituto Cervantes, Institut Francais, Goethe-Institut und Istituto Italiano di Cultura – bereits zum siebten Mal organisiert.
Am Montag, den 4. September 2017, stellt Reinhard Kleist um 19:30 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr) seine neue Graphic Novel „Nick Cave“ im Uebel & Gefährlich vor, anschliessend wird der Film „20.000 Days on Earth“ gezeigt. Wir präsentieren die Veranstaltung und sind an dem Abend mit einem Büchertisch vor Ort.
Reinhard Kleist „Nick Cave“
Musiker, Schriftsteller, Schauspieler, Crooner – Nick Cave ist Kult. Reinhard Kleist hat sich der realen Figur angenommen und spielt in „Nick Cave – Mercy on me“ mit Leben und Werk des Ausnahmekünstlers und schafft eine einzigartige Erzählung. Expressiv im Strich begleitet Kleist das Leben von Cave und entwirft ein Panorama aus Leidenschaft, Abhängigkeit und Tod.
Die Buchpremiere der gezeichneten Biographie über einen der eigenwilligsten Musiker unserer Erde. Im Anschluß wird der Film „20.000 Days on Earth“ den Abend mit seiner Filmischen Biografie beschliessen.
Reinhard Kleist zählt zu den wichtigsten Namen der deutschsprachigen Comiclandschaft. Für seinen Künstler-Comic „Johnny Cash – I see a Darkness“ war er sogar in den USA für den wichtigsten Comicpreis weltweit, den Eisner Award, nominiert. Für die Comicbiografie des jüdischen Sportlers und Shoah-Überlebenden Herzko Haft, „Der Boxer“, wurde er mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet und seine Erzählung über die die somalische Olympialäuferin Samia Omar, die während ihrer Flucht im Mittelmeer ertrank, „Der Traum von Olympia“, wurde als einer der wichtigsten Comics der letzten Jahre gefeiert.
Zum ersten Mal beteiligt sich Strips & Stories auch bei der Hamburger „Langen Nacht der Literatur“ mit einer kombinierten Comiclesung und Filmvorführung am Samstag, den 2. September 2017, um 19 Uhr im Metropolis-Kino! Wir freuen uns sehr, Liv Strömquist und Ulrike Bergermann als Gäste begrüßen zu dürfen.
Liv Strömquist ist nicht nur einflussreiche Feministin und Politikwissenschaftlerin, sondern auch Comiczeichnerin und präsentiert ihre Graphic Novel „Der Ursprung der Welt“ (avant-verlag), in der sie sich kritisch mit der Kulturgeschichte der Vulva beschäftigt. Scharfzüngig betrachtet die schwedische Künstlerin darin kulturhistorische Machtstrukturen und deckt sie mit bissigem Humor gekonnt auf. Nach der Buchvorstellung diskutiert Strömquist mit der Medienwissenschaftlerin Ulrike Bergermann, wie sie sich mit unterschiedlichen Medien und Methoden dem in unserer Gesellschaft erstaunlich unterbelichteten und immer wieder tabuisierten Thema auseinandergesezt hat. Das Gespräch findet in englischer Sprache statt. Im Anschluss wird nach einer kurzen Pause der Film „Vulva 3.0 – Zwischen Tabu und Tuning“ (79′, OmeU) von Claudia Richarz und Ulrike Zimmermann gezeigt. Der Film beleuchtet unterschiedliche Facetten der Tabuisierung und Abwertung des weiblichen Geschlechtsorgans und sorgte 2014 auf der Berlinale vor begeistertem Publikum für Furore.
Eintritt 9 Euro ermäßigt 7,50 Euro
Ort der Veranstaltung: Metropolis Kino Kleine Theaterstrasse 10, 20354 Hamburg T. 040. 34 23 53 HVV: U-Bahn „Gänsemarkt“ Vorverkauf ab 1. August reservierung@metropoliskino.de
Das Festival »Sprechende Bilder« startet am 29. Mai und geht bis zum 1. Juni. An vier Abenden um jeweils 19.00 Uhr wird Andreas Platthaus mit zwei Gästen Gespräche führen und tiefe Einblicke in das Werk der Künstlerinnen und Künstler geben. Das Line-Up ist zum wiederholten Male exquisit.
Zudem findet am 1. Juni ein Workshop mit Anna Haifisch statt.
Der Vorverkauf hat begonnen. Als Kooperationspartner dieser Veranstaltung werden wir im Mai wieder Karten für jede Veranstaltung verlosen. Dies erfahrt ihr als erstes über unseren Newsletter.
Eintritt € 12,–/6,– Kombiticket 35,–/20,–
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