Die Claussen-Simon-Stiftung schreibt zum neunten Mal das Stipendienprogramm stART.up aus. Das Stipendium richtet sich an junge Künstler:innen aller Sparten (Musik, Bildende und Darstellende Kunst, Film, Fotografie, Literatur und Comic …), die in Hamburg leben und arbeiten.
Infos und Bedingungen: Wir fördern mit dem Programm stART.up junge Kunstschaffende (bis zu 35 Jahre), die einer freiberuflichen Tätigkeit nachgehen oder diese anstreben und bereits einen künstlerischen Studiengang absolviert haben. Die Kandidat:innen können sich vom 15. Februar bis zum 15. März 2022 für ein einjähriges Stipendium bewerben, das am 1. Juli 2022 beginnt. Neben einer monatlichen finanziellen Unterstützung von bis zu maximal 1.500,- Euro werden die Stipendiat:innen durch ein begleitendes Curriculum gefördert. Gemeinsam besuchen sie Workshops und Seminare, die ihren Einstieg in die selbständige künstlerische Tätigkeit erleichtern. Darüber hinaus erhalten sie individuelle Coachings zur Unterstützung ihrer persönlichen Entwicklung. Die Förderung ermöglicht es den Stipendiat:innen, sich ein Jahr lang auf das eigene künstlerische Schaffen zu konzentrieren.
The future is …. ? Gerade jetzt fragt man sich das ja öfter, was die Zukunft noch so für uns bereit hält. Die Beschäftigung mit diesem Thema fasziniert schon immer und inspiriert Autor*innen und natürlich auch Comiczeichner*innen zu den spannendsten Büchern. Die Gedanken sind Anlass gesellschaftspolitische Zustände zu beschreiben, auf die Spitze zu treiben oder weiterzudenken. Wir haben hier eine kleine, feine Auswahl zusammengestellt: Utopien, Dystopien, Zeitreisen, KI. Von bahnbrechenden visionären Werken zu interessanten Neuerscheinungen findet ihr jetzt auf zwei Regalmeter lauter spannende Anregungen bei uns.
Moebius Collection: Die blinde Zitadelle / The Long Tomorrow / Die Augen der Katze – Moebius (Splitter) Negalyod – Vincent Perriot (Carlsen) Gröcha – Peggy Adam (avant) Die wandernde Erde – Cixin Liu & Christophe Bec (Splitter) The HardTomorrow – Eleanore Davis (Drawn&Quarterly) Hieran sollst du ihn erkennen – Jesse Jacobs (Rotopol) Celestia – Manuel Fior (avant) Zerrissene Erde – N.K. Jemisin (Knaur) Q-R-T – Ferdinand Lutz (Reprodukt) Auf einem Sonnenstrahl – Tillie Walden (Reprodukt) Trish Trash Rollergirl From Mars – Jessica Abel (NBM) 1984 – George Orwell & Amazing Ameziane (Splitter) I Feel Machine: Stories – Shaun Tan, Tillie Walden, Box Brown, Krent Able, Erik Svetoft, Julian Hanshaw (Selfmade Hero) Die Zeuginnen – Margarete Atwood (Piper) Woman World – Aminder Dhaliwal (Drawn&Quarterly) Sacred Heart – Liz Suburbia (Fantagraphics) Shit is Real – Aisha Franz (Reprodukt) Spinnenwald – Sascha Hommer (Reprodukt) Melek&Ich – Lina Ehrentraut (Edition Moderne)
Eine Runde durch den Comic- und Buchladen Strips & Stories in Hamburg. A tour of the bookstore Strips & Stories in Hamburg.
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Die Ausschreibung für den 9. Comicbuchpreis 2023 hat begonnen. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2022
Seit dem 1. Januar hat die Ausschreibung der Berthold Leibinger Stiftung für den 9. Comicbuchpreis begonnen.
Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird für einen herausragenden Comic in deutscher Sprache vergeben. Neben dem Preisträgern die Finalisten erhalten ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro.
Die Arbeit darf bis zur Preisverleihung im Mai 2023 nicht publiziert, ihre Fertigstellung aber absehbar sein. Neben dem Preisgeld erhält das prämierte Werk im Literaturhaus Stuttgart und im Literarischen Colloquium Berlin eine Ausstellung. Bis zum 30. Juni 2022 können nun Bewerbungen eingereicht werden. Eine Veröffentlichung des Bandes vor der Frist führt zur Disqualifizierung des Bewerbers.
Der Lessing-Preis geht an Uwe Timm. Kultursenator Dr. Carsten Brosda überreicht beide Auszeichnungen am 23. Januar 2022 um 11 Uhr während der Lessingtage im Thalia Theater. Kostenlose Eintrittskarten für die Preisverleihung sind über das Thalia Theater (https://www.thalia-theater.de/stueck/lessing-preis-2021-2021) erhältlich.
Lessing-Stipendium
In der Begründung für das Lessing-Stipendium schreibt das Preisrichterkollegium: „Birgit Weyhes Bildgeschichten haben eine starke narrative Kraft, sie gehört zu den Impulsgebern einer neuen Generation von selbstbewussten Zeichnerinnen, die auf die eindrückliche Kombination von Text und Bild setzen. In ihren Comics und Graphic Novels setzt sie sich visuell und auf der Textebene mit dem Thema Erinnerung auseinander. ,Im Himmel ist Jahrmarkt‘ eröffnet anhand der Geschichte ihrer Großeltern ein Panorama der Verirrungen und Versehrtheiten einer Familie im 20. Jahrhundert. ,Madgermanes‘ ist eine gezeichnete Dokumentation über die Vertragsarbeiter aus Mosambik, die ins sozialistische Bruderland DDR kamen.“
Birgit Weyhe wurde 1969 in München geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Uganda und Kenia und kehrte nach dem Abitur nach Europa zurück. Sie schloss 1997 ihr Studium der Germanistik und Geschichte ab, wandte sich der Kunst zu und studierte Illustration an der HAW Hamburg. Für ihren 2016 erschienenen Comic ,Madgermanes‘ erhielt sie den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung und den Max-und-Moritz-Preis des Internationalen Comicsalons Erlangen. 2022 erscheint im avant-verlag ihr neuer Comic „Rude Girl“, der sich mit kultureller Aneignung auseinandersetzt.
Hier finden sich jeweils fünf Lieblingstitel des Strips & Stories Teams für 2021. Einige weitere Titel würden eigentlich auch auf diese Liste gehören und andere hätten wir sogar gern doppelt aufgenommen. Auf jeden Fall wünschen wir spannende Leseerlebnisse mit unseren Empfehlungen.
Stones – Nadine Redlich (Rotopol) Wieviel von diesen Hügeln ist Gold – C Pam Zhang (S. Fischer) Anna – Mia Oberländer (Edition Moderne) Melek & ich – Lina Ehrentraut (Edition Moderne) Shadow Life – Hiromi Goto & Ann Xu (First Second)
Ich traue Nadine Redlich zu 500 seitige Theorie-Bücher in kleiner Bibelschrift ohne Inhaltsverlust auf einer Seiten darzustellen und zwar so, dass man lachen muss. Für mich ist das philosophische »Stones« die Quintessenz von Comic.
C Pam Zhang hat mich mit ihrem furiosen Romandebut »Wieviel von diesen Hügeln ist Gold« von den Socken gehauen. Der Western erlebt ja schon seit einigen Jahren eine popkulturelle und cineastische Wiedergeburt (don’t miss Jane Campion!). Und wir wissen alle wer der unangefochtene coolste Cowboy ist (nein, nicht Lucky Luke). Die sehr poetische und brutale Geschichte um eine chinesische Einwandererfamilie zur Goldschürferzeit fasziniert sprachlich und durch inhaltliche Tiefe.
Das Comic Debut »Anna« ist cool, bissig und schlau. Die illustratorischen Kniffe sind perfekt orchestriert. Das fängt beim Cover und dem Einband an und spannt sich durch das ganze Buch. Für Personen, die aus kleinen süddeutschen Städten kommen besonders kathartisch.
»Melek & ich« ist fresh. Die Edition Moderne hat dieses Jahr auffallend viele herausragende Titel verlegt. Dieser gehört auf jeden Fall dazu. Ein wilder Ritt durch Raum, Zeit und Identität – und ein völlig neuer Blick auf Selbstliebe.
»When Death comes too soon, fight dirty«. Die Schriftstellerin HiromiGoto hat einen sehr sarkastischen, empowernden Comic über den letzten Lebensabschnitt geschrieben. Ann Xu hat das Szenario von »Shadow Life« großartig interpretiert. Vor allem die fantastischen Elemente der Geschichte sind toll umgesetzt. (wer mehr Interesse hat, auch der neue Roman »Chor der Pilze« von Goto ist sehr zu empfehlen)
– Gesine.
Tunnel – Rutu Modan (Carlsen) My begging chart – Keiler Roberts (Drawn & Quarterly) Der Park – Jul Gordon (MamiVerlag) Unimpressed – Miranda Tacchia (Fantagraphics) Residenz Fahrenbühl – Anna Haifisch (Spector)
Alles, was Rutu Modan macht, ist gut. Nach den eher ruhigen und melancholischen Vorgängern präsentiert die israelische Zeichnerin mit „Tunnel“ ein wilde und überdrehte Geschichte im Kontext des Nahostkonflikts, die zugleich lustig, wütend, sarkastisch und aufklärerisch ist.
Nicht besonders aufregend scheinen die Alltagsepisoden von Keiler Roberts (USA) auf den ersten Blick. Aber schon nach wenigen Seiten erkennt man ihr erzählerisches Talent und die Schönheit und Traurigkeit ihrer tiefgehenden Geschichten. Inklusive entwaffnendem Humor.
Jul Gordons „Der Park“, zuerst in einem französischen Verlag erschienen, wurde nun endlich in einer deutschsprachigen Ausgabe veröffentlicht. Das wurde auch Zeit! Der Comic erzählt von einer absurd zusammengesetzten Gemeinschaft in einer Parkanlage, manchmal sehr sehr lustig, manchmal verrückt. Auch als große Bühnenproduktion denkbar!
„Unimpressed“ beschreibt fast perfekt bestimmte Möglichkeiten des Comics. Miranda Tachias (USA) kurze Situationsbeschreibungen fassen Gefühle, zwischenmenschliche Verhältnisse, Ignoranz und Selbstreflektion auf den Punkt genau zusammen. Und das ohne Nasen!
Die wundervolle Beschreibung zweier Mäuse in Coronazeiten während einer Künstlerinnen-Residenz. Quasi ein Spin-Off zur Anna Haifischs „Artist“ Reihe und etwas näher an einer Erzählung als an der dort vorherrschenden Poesie (Nix gegen dieselbe, denn wie der kanadische Zeichner Seth mal meinte, könne man Comics auch als Mix zwischen Graphic Design und Poesie verstehen).
Der Comicbuchpreis der Bertold Leibinger Stiftung geht an Sheree Domingo und Patrick Spät mit „Madame Choi und die Monster“. Die neun weiteren Finalist*innen sind: Tanja Esch, Celia Espona Pernas, Sascha Hommer, Rina Jost, Josephine Mark, Natalie Ostermaier, Sandra Rummler, Franz Suess und Kerstin Wichmann. Auch hier herzlichen Glückwunsch! Auführliche Informationen zum Leibinger Comicbuchpreis finden sich hier.
Der Berliner Comickünstler präsentiert im Carlsen Verlag seine neue Musikerbiografie „Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years“. Matthias Wieland spricht mit Reinhard Kleist über seine Arbeit an der Graphic Novel und stimmt mit einer multimedialen Lesung in das Werk rund um den Aufstieg und Fall des wohl berühmtesten Alter Egos der Musikgeschichte ein.
Eintritt: 5 Euro
Reservierungen der Tickets sind nur über ticket@carlsen.de möglich.
Es gilt 2G+. Somit ist ein Einlass ab 19:30 Uhr nur für Personen mit einem digitalen Impferzertifikat/ Genesenennachweis und Lichtbildausweis möglich, die zusätzlich einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen können.
15 Comics und andere Bücher, die bei unserer Kundschaft am Beliebtesten waren
Sehr beliebte Comics und andere Bücher
Nun ist es passiert. Nach vier Jahren in Folge führt Liv Strömquist nicht unsere Bestsellerjahresliste an. In die Top 3 hat sie es trotz Spätstart im September mit »Im Spiegelsaal« aber locker geschafft. Der mit knappen Vorsprung beliebteste Comic kommt in diesem Jahr aus dem Hause Carlsen:
Dieses sehr gut recherchierte und in Zusammenarbeit mit dem Ehepaar entwickelt Comic-Biopic überzeugt inhaltlich auf ganzer Linie. Insgesamt sind wir mal wieder sehr begeistert über diese abwechslungsreiche Liste, die den vielfältigen Geschmack unserer Kundschaft repräsentiert. Wo schwule Westernhelden auf Radikale Zärtlichkeit treffen, große und sperrige Comickunst gleichermaßen geschätzt wird, wie gute Unterhaltung – da fühlen wir uns wohl. Auf den absurden Humor (Danke Anna Haifisch!), der hilft ja auch gerade ganz gut durch diese schweren Zeiten.
Die Titel in der Übersicht
Beate und Serge Klarsfeld: Die Nazijäger von Sylvain Dorange & Pascal Bresson (Carlsen)
Slocum – Jan Soeken (avant verlag)
Im Spiegelsaal – Liv Strömquist (avant verlag)
Krummer Hund – Juliane Pickel (Beltz und Gelberg)
The secret to Superhuman Strength – Alison Bechdel (Jonathan Cape)
Lucky Luke: Zarter Schmelz – Ralf König (Egmont)
Melek & ich – Lina Ehrentraut (Edition Moderne)
Anna – Mia Oberländer ( Edition Moderne)
Der Spalt – Anke Feuchtenberger (Canicola | Stiftung Villa Stuck)
Lehrjahre – Guy Delisle (Reprodukt)
Der Araber von morgen, Band 5 – Riad Sattouf (Penguin Verlag)
Tunnel – Rutu Modan (Carlsen)
Radikale Zärtlichkeit – Şeyda Kurt (Harper Collins)
Residenz Fahrenbühl – Anna Haifisch (Spector Books)
Strips & Stories durfte auch einen Tipp beitragen!
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Dass wir große Fans sind ist spätestens seit unserer Veranstaltung mit Mia Oberländer zur 8. Langen Nacht der Literatur kein Geheimnis mehr. Der NDR hat ein kleines Interview zur Veröffentlichung von ANNA gemacht. Gedreht wurde überwiegend in unserem Laden. Hier werdet ihr zur ARD Mediathek weitergeleitet und könnt euch dieses kurze, schöne Stück anschauen.
Comics and graphic novels by female practitioners that explore themes of identity and belonging from a feminist or LGBTQ+ standpoint are at the heart of a current resurgence of the medium. Whether fiction or autobiography, and across a wide range of genres and discourses, critiques of mainstream patriarchal culture are a key aspect of their narrative content, context and structure.
This CFP invites papers to explore graphic novels across cultural and social boundaries and through a range of critical methodologies. These could focus on a theme or movement or the work of salient practitioner(s).
300 to 500-word Abstracts Deadline: 6 December 2021 Full Articles Deadline: Aug/Sept 2022 MAI considers submissions in the following formats:
Academic research articles (6000-8000 words) Interviews (1000-3000 words) Creative writing (poems, short stories, creative responses, max 3000 words) Video essays (5-10 min + a brief supporting statement 800-1000 words) Photographs or visual/audio-visual art Comics or comics-essays
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