Der große Reset – Comiclesung und Gespräch

Datum: 16.05.2024 19:30 bis 16.05.2024 21:00
Ort: Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

Am 16. Mai stellt die Hamburger Comiczeichnerin Ika Sperling ihr brandneues Buch „Der Große Reset“ im Metropolis Kino vor. Der Band erscheint bei Reprodukt und wurde mit dem Hamburger Literaturpreis in der Kategorie Comic ausgezeichnet.
Der Eintritt ist frei. Tickets sind online oder an der Kinokasse erhältlich – Beginn der Veranstaltung ist 19:30 Uhr.
Nach Lesung & Gespräch kann die Graphic Novel erworben werden und die Künstlerin signiert.

Auf der Webseite von Reprodukt findet sich eine Leseprobe.

Zum Buch:
Ein Weinanbaugebiet, irgendwo in der deutschen Provinz: Während eines Kurzbesuchs in ihrem Heimatdorf muss die Studentin Ika feststellen, dass ihr Vater immer weiter in die Tiefen des Internets abgetaucht ist und sich dabei in Verschwörungsideologien verloren hat. Im Alltag geben sich zwar alle große Mühe, Diskussionen zu Krieg, Impfen und Politik aus dem Weg zu gehen, doch die zunehmende Entfremdung des Vaters und der Familie scheint unaufhaltbar. Während ihre Mutter sich ein harmonisches Wochenende wünscht und ihre Schwester am liebsten nur ihre Ruhe will, versucht Ika herauszufinden, was eigentlich der Stand der Dinge ist: Hat ihr Vater etwa das Haus verkauft und will auswandern? Oder ist das nur Gerede?

Gefühlvoll, aber auch mit trockenem Humor und schonungslosem Blick gelingt Ika Sperling mit „Der Große Reset“ eine intime Erzählung, die, im Schatten eines gesellschaftlichen Konflikts, innerfamiliäre Beziehungen und Emotionen freilegt und dabei das Große im Kleinen widerspiegelt.
(Verlagstext Reprodukt)

Ika Sperling (sie/ihr) wurde 1996 in einem kleinen Dorf in Rheinland-Pfalz geboren. Sie hat ihr Abitur am Landeskunstgymnasium Rheinland-Pfalz absolviert. Im September 2022 hat sie ihren Bachelor für Illustration an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg absolviert und arbeitet seitdem als selbstständig Illustratorin, Comiczeichnerin, leitet Comic-Workshops für Jugendliche und ist Teil des Organisationsteams des Hamburger Comicfestivals. 2023 erhielt sie als erste Comic-Autorin ein Stipendium als Rottweiler Stadtschreiberin und wurde außerdem mit dem Hamburger Literaturpreis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung von Strips & Stories in Kooperation mit Reprodukt und Hamburg vernetzt gegen Rechts.
Mit freundlicher Unterstützung von:

Judenhass goes Underground – Podiumsgespräch über Antisemitismus in progressiven Strukturen

Datum: 03.06.2024 19:00 bis 03.06.2024 21:00
Ort: Uebel & Gefährlich, Feldstraße 66, 20359 Hamburg

Wir sind mit einem Büchertisch dabei.

Auf dem Podium:
Nicholas Potter (freier Journalist, Amadeu Antonio Stiftung)
Maria Kanitz (Antisemitismusforscherin, Institut für Neue Soziale Plastik)
Ben Salomo (deutsch-israelischer Rapper, Autor und politischer Bildner)
Ronya Othmann (Autorin, Journalistin)

Niemand will Antisemit:in sein. Erst recht nicht in Subkulturen und Bewegungen mit einem progressiven, emanzipatorischen Selbstbild. Judenhass goes Underground – ob Rap gegen Rothschild, DJs for Palestine oder Punks Against Apartheid. BDS, die Boykottkampagne gegen den jüdischen Staat, will nahezu jedes Anliegen kapern, von Klassenkampf bis Klimagerechtigkeit. Altbekannte Mythen tauchen in alternativer Form wieder auf, bei Pride-Demos, auf der documenta oder beim Gedenken an den Terror von Hanau. Und viele Jüdinnen:Juden fragen sich, wo ihr Platz in solchen Szenen sein soll.
Auch in Hamburg müssen diese Debatten geführt werden: Kampnagel lädt eine Antisemitin als Keynotespeakerin ein, die besten Plätze vor der Bühne von FFF Großdemonstrationen werden von stalinistischen Israelhasser:innen gekapert und an der HfbK durfte Ruangrupa ihr plumpes Weltbild verbreiten und sich weiter weigern, im Judenhass ein Problem zu sehen. Mit der Ausrede, Antisemitismus sei ein rechtes Phänomen, wird oft jegliche Kritik abgeblockt – eine Selbstreflexion findet nicht statt. Mit unseren Gästen wollen wir ausgehend vom Sammelband „Judenhass Underground“ die blinden Flecken im eigenen Milieu besprechen.

Nicholas Potter ist ein britischer Journalist und schreibt für Medien wie die taz, Tagesspiegel, Haaretz und die Jüdische Allgemeine. Er ist Mitherausgeber des Buches „Judenhass Underground“ über Antisemitismus in emanzipatorischen Subkulturen und sozialen Bewegungen. Er arbeitet als Referent für Antisemitismus bei der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin.

Maria Kanitz ist Antisemitismusforscherin und arbeitet beim Institut für Neue Soziale Plastik, wo sie das Projekt jüdischer kulturklub ostberlin leitet. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf der Auseinandersetzung mit (israelbezogenem) Antisemitismus im Kunst- und Kulturbetrieb. Sie ist Co-Herausgeberin des Sammelbands „Klaviatur des Hasses – Antisemitismus in der Musik“, (Nomos-Verlag, 2022).

Ben Salomo ist Rapper und Singer-Songwriter. Der in Israel geborene Musiker und Autor war der erste bekennende Jude in der deutschen Rapszene und darüber hinaus der Gründer des Erfolgsformats „Rap am Mittwoch“. In seiner Musik verarbeitet Ben Salomo seine jüdische und israelische Identität selbstbewusst in seinen Texten. Für sein Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Ronya Othmann ist deutsch-kurdische Autorin und Journalistin aus Leipzig. Sie erhielt u. a. den MDR-Literaturpreis und den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. 2018 war sie Teil der Jury des Internationalen Filmfestivals in Duhok in der Autonomen Region Kurdistan, Irak. In der taz schrieb sie für die Kolumne OrientExpress, seit 2021 schreibt sie in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung die Kolumne Import Export.


Mit freundlicher Unterstützung der Sozialbehörde Hamburg.

Präsentiert von Innenrevision Kulturbetrieb & Hamburger Initiative gegen Antisemitismus

LESUNG: re:claim – VERÄNDERUNG IST DAS WAS EINZIGE BLEIBT

Datum: 23.05.2024 19:30 bis 23.05.2024 23:00
Ort: Buchhandlung im Schanzenviertel, Schulterblatt 55, Hamburg

Buchpräsentation am 23. Mai 2024 mit Jot Vetter bei den Kolleg/innen der Buchhandlung im Schanzenviertel.

Zum Buch:
Veränderung ist das Einzige, was bleibt: lässt du dich drauf ein oder ziehst du weg, wenn deine Stadt von Wildtieren und Pflanzen eingenommen wird?
Die Stadt Zürich in naher Zukunft, bewohnt von Wildtieren, überwuchert von Pflanzen.
Ja, Menschen sind auch noch da. Ein Leben, in dem die Veränderung das Einzige ist, was bleibt, Freiräume neu gestaltet werden und die Politik die Kontrolle über die zugewanderten Tierbürger*innen verloren hat. Aber wer ist hier zugewandert und wer alt eingesessen? Wer profitiert und wer bleibt auf der Strecke? Bleiben alte Machtstrukturen bestehen?
In der Neuerzählung von Franz Hohlers Die Rückeroberung (1982) werden die Verhältnisse neu gemischt und die Rollen neu verteilt. Mittendrin Sam, Adri und Mo deren Leben in einem besetzten Haus mitten im Zürcher Kreis 5 durch die Ereignisse ins Wanken gerät.
Wenn Wolfsangriffe und mutierende Pflanzen zum Alltag werden, wie verändern sich zwischenmenschliche Beziehungen? Schauen Menschen nur noch für sich oder stärkt sich das solidarische Miteinander?

Jot Vetter … geboren in Zürich, lacht, lebt, illustriert in Hamburg und befasst sich in diesem Rahmen mit Zeichnungen, Comic, Handlettering, Grafik und Medienillustration. Gelernter Schrift- und Reklamengestalterin (Werbetechniker*in) seit 2003. Arbeitet selbstständig im Bereich Grafik/Illustration und zeichnet Comics – freut sich über jeden sonnigen Tag im Norden.

Indiebookday 2024

Am 16. März ist Indiebookday und diesen schönen Tag begehen wir mit einer Wand voller Bücher von Comiczeichnerinnen, die alle beeinflusst sind von Anke Feuchtenberger – alle verlegt in unabhängigen Verlagen. Ihr Buch „Genossin Kuckuck“ ist selbst dieses Jahr frisch für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik nominiert – als erstes Comic überhaupt. Wir versuchen mit dieser Auswahl einen kleinen Einblick zu geben, wie groß ihr Einfluss speziell auf die Hamburger Comicszene ist. Alle hier vorgestellten Künstlerinnen haben ihr Handwerk bei ihr gelernt und verfeinert. Wahrscheinlich passt auch eher das Bild eines Flußdeltas, wenn man weiter darüber nachdenkt, wen und was diese außergewöhnliche Künstlerin alles beeinflusst hat.

Worum geht’s beim Indiebookday?

Ihr liebt schöne Bücher.
Am Indiebookday könnt Ihr das allen zeigen. Es geht ganz einfach:

Bestellt Euch zum 16.03.2024 über eine Buchhandlung Eures Vertrauens ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen.
Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat) oder einem Blog Eurer Wahl mit „#indiebookday“. Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.

Schon der erste Indiebookday 2013 bekam in den deutschsprachigen Ländern große Aufmerksamkeit. 2014-2019 kamen dann auch Teilnehmer in UK, Italien, den Niederlanden, Portugal und sogar Brasilien dazu. 2020 bis 2022 fand der Indiebookday wegen Corona zumeist online statt, 2023 dann wieder vermehrt in den Buchhandlungen. Wir sind gespannt auf 2024!

Hashtag: #indiebookday

Zum Hintergrund

Es gibt viele kleine tolle Verlage, die mit viel Herzblut und Leidenschaft schöne Bücher machen. Aber nicht immer finden die Bücher ihren Weg zu den Lesern. Der Indiebookday kann da für ein bisschen Aufmerksamkeit sorgen.

Gratis Comic Tag für Kids 2024

Am 11. Mai gibt es wieder einen Gratis Comic Tag, diesmal mit einer besonderen Ausgabe, bei der ausschließlich Comics für Kids zu haben sind.
Die beteiligten Comic-Verlage produzieren eigens für diesen Tag Comic-Hefte, die in den teilnehmenden Läden gratis erhältlich sind. Eine kunterbunte Auswahl von 21 Comics – von Superhelden, franko-belgische Abenteuern, über bekannte Figuren aus dem Disney-Universum bis hin zu ganz neuen Independent Comic-Figuren – erwartet euch.
Und auch wenn im Mittelpunkt dieses Mal Kinder-Comics stehen, so dürfen natürlich auch junge und junggebliebene Leser*innen die Gratis-Comics abstauben.
Zu unseren Öffnungszeiten zwischen 11 und 18 Uhr verschenken wir die Hefte solange der Vorrat reicht. Damit alle eine Chance haben, Hefte zu ergattern, haben wir die Mitnahme auf vier Hefte pro Person begrenzt.
Wir freuen uns auf Euch.

Alle Infos zum Gratis Comic Tag unter diesem Link.

Diese Comics sind zu haben:

Hamburger Literaturpreise 2024

Auch dieses Jahr schreibt die Behörde für Kultur und Medien 12 Literaturpreise in 8 Kategorien, darunter Comic, mit einer Gesamtsumme von 84.000 Euro aus.
Bewerbungen sind bis 30. Juni 2024 einzureichen.
Die Vergabe des Comic-Preises wird vom Hamburger Comicfestival e. V. begleitet, der 2024 den Autor Jonas Engelmann, Verleger des Mainzer Ventil Verlags, in die Jury entsendet.
Die Teilnahmebedingungen für die Kategorie Comic finden sich weiter unten auf dieser Seite – die komplette Ausschreibung unter diesem Link.

Sechs mit je 8.000 Euro dotierte Preise werden in einem anonymen Vergabeverfahren in den Kategorien Roman, Erzählung, Lyrik/Drama/Experimentelles, Kinder- und Jugendbuch vergeben. Dazu kommt ein nicht anonym vergebener Preis für einen Comic, der ebenfalls mit 8.000 Euro dotiert ist. Für literarische Übersetzungen sind drei Preise zu je 4.000 Euro ausgeschrieben. Zwei ebenfalls mit 8.000 Euro dotierte Preise werden für das »Buch des Jahres« (Roman, Erzähl- oder Gedichtband) und den Sachbuchpreis der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS vergeben. Insgesamt ist für die 12 Literaturpreise eine Preissumme von 84.000 Euro ausgeschrieben.

Kategorie »Comic«

Auszeichnung: 1 Preis à 8.000 Euro
Vergabe: nicht anonym

Ausgezeichnet wird ein Comic, eine Graphic Novel bzw. eine erzählerisch komplexe Bildgeschichte mit einem Umfang von mindestens 48 Seiten. Eingereicht werden können Arbeitsproben aus unfertigen oder abgeschlossenen Werken, die bis zur Preisverleihung (9.12.2024) unveröffentlicht sind.
Die Vergabe des Comic-Preises wird vom Hamburger Comicfestival e. V. begleitet, der 2024 den Autor Jonas Engelmann, Verleger des Mainzer Ventil Verlags, in die Jury entsendet.

Über den Online-Dienst der Behörde für Kultur und Medien (BKM) einzureichen:
persönliche Angaben
Arbeitsbiografie
Exposé
Arbeitsproben als PDF: 5 bis 30 fertig erstellte Seiten, falls gewünscht bis zu 20 weitere
Storyboardseiten
Bitte beachten: Daten-Upload max. 20 MB

Webseite der Hamburger Literaturpreise

Comic Workshop zum Thema Storytelling

Datum: 11.05.2024 15:00 bis 11.05.2024 15:00
Ort: Zentralbibliothek · Hauptdeck, E1

Anmeldung unter diesem Link.

In diesem Comicworkshop setzen wir eigene Erlebnisse aus dem alltäglichen Stadtleben in Comics um. Wir gehen davon aus, dass Ereignisse und Beobachtungen nicht spektakulär sein müssen, um erzählenswert zu sein. Wir machen heitere Zeichenübungen und arbeiten gemeinsam an individuellen Comics. Dafür nutzen wir nur einfache, analoge Werkzeuge: Bleistifte, Buntstifte, Filzer und Papier. Material ist vorhanden und muss nicht mitgebracht werden. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, einzige Voraussetzung ist die Lust am Geschichten erzählen.

Dieser Workshop richtet sich an alle interessierten Menschen ab 16 Jahren. Der Eintritt ist frei.

Die Hamburger Comiczeichnerin Helena Baumeister war einige Jahre lang im Leitungsteam des Comicfestival Hamburg aktiv. Für ihr Comic-Debüt „oh cupid“ erhielt sie 2021 den Hamburger Literaturpreis als „Bester Comic“.

Bubette stellt aus!

Datum: 04.05.2024 19:00 bis 19.05.2024 22:00
Ort: Galerie Gemüse, Lange Straße 3, 20359 Hamburg

Das Duett Bubette besteht mit diesem Namen seit Frühling 2021. Helena Baumeister und Jill Pastore haben sich in ihrem Illustration-Studium an der HAW Hamburg kennengelernt und zeichnen zusammen.
Mit links und mit rechts; mit Filzern, Bleistift, Tinte und Acryl. Jill & Helena zeichnen gleichzeitig, abwechselnd und parallel. Eine Figur wird angefangen und von der Anderen fertig gezeichnet, ein Fleck wird durch den Pinselstrich der Nächsten zu einem Hut. Ein Kreis wird zum Bauch. Ein Blatt wird um 180 Grad gedreht.
Am 4. Mai lädt das Duett sehr herzlich zur Eröffnung der Bubette Ausstellung in der Galerie Gemüse ein. Es locken ungewöhnliche Formate, leckere Drucke und sogar eine tolle Überraschung!

Ausstellung vom 5. bis 19. Mai 2024
Eröffnung: 4. Mai 2024 um 19 Uhr

Comics an der Schnittstelle zwischen Reportage und Autofiktion: Begegnung mit Jérémie Dres

Datum: 17.04.2024 19:00 bis 17.04.2024 20:30
Ort: Institut français Hamburg, Heimhuder Straße 55, 20148 Hamburg

Jérémie Dres lebt und arbeitet zur Zeit in Hamburg. In seinen Werken vermischen sich Autofiktion und dokumentarische Comics. Er hat mehrere Graphic Novels gechrieben, darunter Nous n’irons pas voir Auschwitz (Cambourakis, 2011), Si je t’oublie Alexandrie (Steinkis, 2016) und Le jour où j’ai rencontré Ben Laden (Delcourt, 2021). Parallel dazu erstellt er kurze Comics-Reportagen für die Presse in Zeitschriften wie XXI, Neon, Phosphore oder Muze
Das Treffen am 17. April wird sich auf seine Werke Nous n’irons pas voir Auschwitz und Si je t’oublie Alexandrie sowie auf die Themen Reportage und Autofiktion in Comics konzentrieren.

Nous n’irons pas voir Auschwitz ist die erste Graphic Novel von Jérémie Dres. Auf den Spuren ihrer verstorbenen Großmutter erforschen der Autor und sein Bruder ihre Wurzeln in Polen. Diese familiäre Suche ermöglicht es ihnen, die heutige polnisch-jüdische Gemeinschaft kennenzulernen. Durch eine Vielzahl von Begegnungen – mit der jungen Generation polnischer Künstler in Warschau, mit einem progressiven amerikanischen Rabbiner oder auch mit dem Historiker Jean-Yves Potel – entsteht in dieser intimen Erzählung ein modernes und kontrastreiches Bild der neuen jüdischen Gemeinschaft in Polen. Über eine einfache Erinnerungsarbeit hinaus wird das, was die beiden Brüder entdecken, ihre Identität tiefgreifend bereichern, Licht in die jüdisch-polnischen Beziehungen bringen und die Vorurteile, die ihnen in ihrer Kindheit vermittelt wurden, insbesondere den Antisemitismus, in Frage stellen. 

Nachdem er in Nous n’irons pas voir Auschwitz den polnischen Zweig seines Stammbaums erforscht hat, verspürte Jérémie Dres das Bedürfnis, mehr über seine ägyptischen Wurzeln zu erfahren, und reiste mit seiner Mutter nach Alexandria, um dort Nachforschungen anzustellen. Daraus entstanden ist Si je t’oublie Alexandrie im Jahr 2018.

Moderation: Dr. Sébastien Rival, Institut für Romanistik
Dolmetscherin: Svenja Huckle

Veranstaltung in französischer Sprache mit konsekutiver Übersetzung ins Deutsche.
Eintrittspreis: 5 € (nur Abendkasse)

Comicbuchpreis Berthold Leibinger Stiftung

Der Comicbuchpreis geht in eine neue Runde. Bewerbungen sind bis 30. Juni 2024 möglich.
Der Preis wird seit 2014 jährlich für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic vergeben, dessen Fertigstellung absehbar ist.
Der Comicbuchpreis ist mit 25.000 EUR dotiert. Die Preisträgerin/der Preisträger erhält neben dem Preisgeld eine Skulptur und eine Urkunde. Neben dem Preisträgerband würdigt die Jury außerdem bis zu neun weitere gute Bewerbungsarbeiten. Die so ausgewählten Künstlerinnen und Künstler erhalten 2.500 Euro, eine Urkunde und eine kleine Skulptur.

  1. März 2024: Bewerbungsbeginn 2025
  1. Juni 2024: Bewerbungsschluss 2025
  1. April 2024: Preisverleihung 2024

Alle Informationen finden sich auf den Seiten der Berthold Leibinger Stiftung.

© Grafik: Comicfestival Hamburg

Buchrelease „The future is…“ mit Herausgeberin Lilian Pithan und den beteiligten Hamburger Zeichner*innen

Datum: 04.04.2024 17:30 bis 04.04.2024 20:00
Ort: Strips & Stories, Wohlwillstr, 28, 20359 Hamburg

Gemeinsam mit dem Carlsen-Verlag feiern wir das Erscheinen der Anthologie mit Herausgeberin Lilian Pithan, Redakteurin Annina Brell und den Hamburger Zeichner*innen Maren Amini, Whitney Bursch, Kathrin Klingner, Marijpol und Mia Oberländer.

14 Comiczeichnerinnen erzählen, wie sie sich die Welt in 100 Jahren vorstellen

Leben wir in der Zukunft mit Aliens zusammen? Wird KI uns die beste aller Welten erschaffen? Oder können wir der Klimakrise sowieso nicht mehr entrinnen? Fantasievoll und facettenreich spinnen die Kurzcomics aktuelle Debatten um Klima, Gender und Technologie weiter und berichten von schönen, schrecklichen und überraschenden neuen Welten. 

Dabei wagt die Anthologie auch einen Blick in die Zukunft des Comics und gibt einen Überblick über die künstlerischen und erzählerischen Positionen, die die deutsche Comicszene so besonders machen.

Mit Beiträgen von Maren Amini, Whitney Bursch, Bea Davies, Sheree Domingo, Katia Fouquet, Aisha Franz, Melanie Garanin, Peer Jongeling, Kathrin Klingner, Mia Oberländer, Elizabeth „Fungirl“ Pich, Marijpol, Maki Shimizu und Malwine Strauss. Herausgegeben von Lilian Pithan.

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