Lo-Fi Pop aus Berlin. Eintritt frei – Spende für die Band erwünscht.
The Dropout Patrol started as a one girl freetime activity about 10 years ago but is slowly slowly slowly evolving iinto a „real band“ with rougher instrumentation, making people think they could draw comparisons to early Cat Power, Pavement, Songs:Ohia or even Karate, which is crazy. There have been a handful of sloppy recordings and live shows and, well, breaks. ‚The Dropout Patrol‘ is also the name of a book which contains useful tips on how to keep your kids in school.
Jana Punchline – guitar, vocals Mystery Boy – drums Stedie Wonder – bass
Am Abend des 25. November ab 19 Uhr wird LEO LEOWALD, „Grandmaster Macromedia Flash“ der deutschen Comicbloggerszene, melancholischsten Graphic Haikus aus seinem neuen Buch „Stopptanz“ vorlesen. Dazu werden grelle Zwitterwesen aus Mensch und Vogel an die Wände projiziert. Akustisch begleitet wird diese recht erwachsene Veranstaltung von Wunderkind HARALD „SACK“ ZIEGLER, der anschliessend ins Schaufenster rücken wird, um dort mit Loop und Horn die vom Seewetteramt prophezeiten Windverhältnisse zu beeinflussen. Shocking!
Dienstag, 8. November, um 19.30 stellt Jonas Engelmann das Buch „Riot Grrrl Revisited. Geschichte und Gegenwart einer feministischen Bewegung“, erschienen im Ventil Verlag, bei uns im Laden vor und zur Diskussion.
Der Eintritt ist frei.
20 Jahre ist es her, dass Kathleen Hanna & Co. in der zweiten Ausgabe des Bikini Kill-Fanzines mit dem Riot-Grrrl-Manifest zur „Revolution Girl Style Now“ aufriefen. Sie hatten schlicht die Schnauze voll vom bürgerlichen Postfeminismus, der Frauen in der Berufswelt suggerierte, alles erreicht zu haben, und sich damit zufrieden gab, dass in Indiebands jetzt auch mal eine Frau den Bass spielen konnte. Nur den Bass natürlich … In den Neunzigern passierte etwas in der Popkultur, das es vorher noch nicht gegeben hatte: Frauen machten in der Öffentlichkeit so viel Lärm und Radau, dass sogar die Mainstream-Medien Notiz nahmen. Bikini Kill wurden im Radio gespielt. Und zum ersten Mal in der Musikgeschichte waren Frauen die Anführerinnen einer Musikbewegung. Feminismus war wieder in aller Munde, es begann die so genannte Dritte Welle des Feminismus. Auch in Deutschland gab es Anknüpfungen wie Parole Trixie, doch was im Mainstream ankam, waren Girlies und Lucilectric. Zeit also, an Riot Grrrl zu erinnern. Jonas Engelmann stellt das im Juni im Ventil Verlag erschienene Buch „Riot Grrrl Revisited!“ vor und zur Diskussion.
Um ihr gemeinsames Projekt „Dudenbrooks“ vorzustellen, sind Line Hoven und Jochen Schmidt am Freitag, den 4. November 2011, um 19.30 Uhr bei uns im Laden zu Gast. Ursprünglich in der FAZ erschienen, liegt die 26teilige Reihe jetzt als Buch vor. Jochen und Line werden Texte und Graphiken in einem gemeinsamen Gespräch vorstellen! Anschließend gibt es noch die Möglichkeit, sich ein Buch signieren zu lassen.
„Line Hoven und Jochen Schmidt wagen ein erzählerisches Experiment mit Text und Bild. In sechsundzwanzig Teilen entsteht ein Alphabet der literarischen Art.
Wenn Line Hoven davon spricht, wie sie ihre Bilder zeichnet, dann spricht sie vom „Kratzen“. Und das mit Recht, denn die in Hamburg lebende dreiunddreißigjährige Künstlerin arbeitet mit Schabkartons. Das muss man sich so vorstellen: Auf weißem Karton wird eine dicke schwarze Beschichtung aufgetragen, die man mit einem Skalpell wieder abkratzen kann. Man zeichnet also, indem man Weiß unter Schwarz freilegt. Dadurch bekommen die entstehenden Bilder die Anmutung von sorgfältig gearbeiteten Holzschnitten, und mit dieser traditionellen Ästhetik weckt Line Hoven Emotionen bei den Betrachtern, die eine einfache Zeichnung nicht hervorgebracht hätte.
Angeregt von der Oulipo-Bewegung
Und deshalb ist ihr graphischer Stil, der wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint, auch genau der richtige, um einen Zyklus winziger Erzählungen des Berliner Schriftstellers Jochen Schmidt zu illustrieren. Schmidt, Jahrgang 1970, ist ein großer Kenner der französischen Literatur, und so darf man vermuten, dass er für die Grundidee seiner jüngsten Prosa von der Oulipo-Bewegung angeregt worden ist, jener 1960 begründeten Gruppe vor allem französischer Autoren, die das formale Element des Schreibens zum Mittelpunkt ihrer Texterstellung machen. Dazu dienen ihnen feste Vorgaben und Schemata, und einem solchen folgt auch Jochen Schmidt. Er hat zu jedem Buchstaben des Alphabets aus einem handelsüblichen Duden sieben Wörter im Abstand von jeweils vierzig Einträgen herausgeschrieben und um diese Begriffe eine kleine Geschichte erzählt.
Das System
So spielt der Zufall eine wichtige Rolle, aber alles ist ihm keineswegs überlassen. Immer noch behält der Autor die Kontrolle über Thema, Handlung und vor allem die Protagonisten. Schmidt sucht sich dazu zu jedem der sechsundzwanzig alphabetischen Wortgruppen einen mit dem gleichen Buchstaben beginnenden Vornamen, nach dem dann der Protagonist benannt wird. Dadurch besteht jeder seiner Texte aus vier Elementen: dem jeweiligen Buchstaben, dem dazu gewählten Vornamen, den ausgezählten sieben Begriffen und der darum konstruierten Geschichte.
Eine neue Dimension
Und dann kommt Line Hoven ins Spiel. Sie kratzt dazu eine Illustration und sorgt damit für eine zusätzliche inhaltliche Fortschreibung. Denn alles, was in den zwei, drei Sätzen, die Schmidts Prosaminiaturen im Regelfall umfassen, nur angedeutet werden kann, füllt sie in ihren detailreichen Bildern weiter aus. Wissen wir zum Beispiel etwas aus Schmidts Text über das Aussehen des Admirals in der Geschichte zum Buchstaben A? Nein, aber Line Hoven zeichnet diesen Mann. Plötzlich hat er ein Gesicht, einen Habitus, eine Persönlichkeit. Und so bekommt das Ganze immer mehr Inhalt, und der Begriff der Bildergeschichte erreicht eine neue Dimension.
Neologismus
Sechsundzwanzig Folgen lang werden uns kurze Schicksalsmomente erzählt, die unter dem Obertiitel „Dudenbrooks“ stehen – ein Neologismus, der aus dem Duden und den „Buddenbrooks“ gebildet wurde, womit durchaus der Anspruch erhoben wird, dass hier in kleiner Form groß erzählt wird. Woche für Woche ist jeweils ein Buchstabe in der Wochenendbeilage „Bilder und Zeiten“ zu lesen und zu betrachten. Und alle bislang erschienenen stehen hier im Netz. Und wer das Ganze dann auch Weiß unter Schwarz nach Hause tragen will, für den wird ein paar Monate nach dem Abdruck in der Zeitung, also wohl im Herbst 2011, ein Buch mit sämtlichen Geschichten und Bildern beim Berliner Verlag Jacoby & Stuart erschienen.“
Comcifestival Hamburg präsentiert: Small Press Explorer
22. – 24. September 2011
Am Donnerstag, den 22. September, findet bei uns im Laden ab 19 Uhr die Opening Party statt!
Was ist ein Fanzine? Laut Definition ein Magazin, das von Fans für Fans gemacht wird.
Ob der DIY-Gedanke nun als fortlaufende Avantgarde oder nostalgischer Antagonismus gelten darf – die Vielfalt der in Eigenregie produzierten, ohne Verlagsbindung verbreiteten Comichefte ist so gross wie nie, sowohl in Deutschland wie auch international.
“Small Press Explorer” schickt die BesucherInnen auf eine Entdeckungsreise in die Produktionszusammenhänge der unbekannten, fern von kommerziellen Zusammenhängen arbeitenden ZeichnerInnen aus aller Welt.
Das Ganze findet im Rahmen des Reeperbahnfestivals statt. Weitere Infos zu den verschiedenen Ausstellungen finden sich hier: Small Press Explorer.
Am Freitag, den 16. September ab 19 Uhr, feiern wir mit den für diese Ausgabe redaktionell verantwortlichen Simon Schwartz und Ludmilla Bartscht und vielen weiteren beteiligten KünstlerInnen das Erscheinen des neuen Strapazins! Thema der Ausgabe ist „Dating Day“!
Im Editorial heisst es:
„Eine Kontaktanzeige ist wie ein Schlüsselloch, durch das man von beiden Seiten einen winzigen Blick auf eine unbekannte Person werfen kann. Dieser Mensch hat sich selbst in ein paar Worte gepresst. Ein Konzentrat, eine DNA, erfüllt von Sehnsüchten, Bedürfnissen und Ansprüchen. Gibt es jemanden, der das Potenzial dieses Konzentrats erkennt? Findet sich ein Mensch, der diesen Code richtig entschlüsseln kann? Reagieren Männer und Frauen anders auf denselben Text? In dieser Ausgabe finden sich Geschichten, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen. Ausgangspunkt waren zwei Kontaktanzeigen und deren Antworten. Wie und ob diese bearbeitet, wiedergegeben oder abgelehnt wurden, wurde offen gelassen. Ein anderes Augenmerk galt der Auswahl der Künstler und Künstlerinnen. Uns lag viel daran, nicht nur junge und neue Positionen zu zeigen, sondern auch unterschiedlichen Erzählweisen einen Platz einzuräumen. Der Leser bzw. die Leserin muss nun nicht länger mühsam durch ein Schlüsselloch linsen, sondern kann den Fuß durch die geöffnete Tür in vielfältig gestaltete Welten setzen. Viel Freude beim Dating Day!“
Folgende KünstlerInnen – die meisten davon aus Hamburg – haben sich am Strapazin # 104 beteiligt:
Maren Amini, Ludmilla Bartscht, Jul Gordon, Christina Gransow, Judith Mall, Marijpol, Jan Pisarski, Therese Schreiber, Simon Schwartz, Anne Vagt, Joe Villion und Birgit Weyhe
Am Donnerstag, 01. September ab 19:00 Uhr feiern wir gemeinsam mit dem Missy Magazin das Erscheinen des neuen Heftes. Ein Schwerpunkt der neuen Ausgabe ist ein sehr lesenswerter Artikel über Comics:
„Rutsch rüber, Wonderwoman!“ ist ein Streifzug durch die reiche Vergangenheit und spannende Gegenwart weiblicher Comickultur. Ob epische Graphic Novels, lustige Cartoons oder künstlerische Comiczines – Missy präsentiert die besten aktuellen Bildgeschichten / Künstlerinnen und die bewegte Geschichte eines Mediums, das wie kein anderes Unterhaltung und Niveau zu kombinieren weiß.
Martina Lenzin ist eine der 10 spannenden Zeichnerinnen, die im aktuellen Comic-Dossier des Missy Magazin vorgestellt werden und wird als VJ e_mol mit Videos Musik auflegen.
Logik, Widerspruch und Vermittlung. Buchvorstellung und Diskussion mit Stefan Müller aus Frankfurt a.M. Donnerstag, 18.08.2011, 19 Uhr bei uns im Laden. Eintritt frei.
Die Konzeption der Kritischen Theorie ist in der Tradition Hegels und Marxens stehend eng an ein dialektisches Verfahren gekoppelt. Dialektik gilt oft als schwierig und geheimnisumwittert, ebenso wie die Texte der »Frankfurter Schule« und insbesondere die Ausführungen von Theodor W. Adorno in seinem zentralen Werk, der »Negative Dialektik«.
Adorno bricht dort mit den traditionellen Vorstellungen von einer möglichen, positiven Auflösung der dialektischen Widersprüche. Da die Gegenwart gewaltsam eine Identität bzw. Vereinheitlichung herstelle, müsse Gesellschaftskritik gegen diese Vorherrschaft des Identischen ein nichtidentisches Moment geltend machen und die (Selbst-)Widersprüchlichkeit der Gesellschaft offen legen.
Anhand zentraler Kategorien Adornos wird Stefan Müller aus Frankfurt a.M. einen Einblick in die Konzeption der negativen Dialektik geben und Grundprobleme einer dialektischen Verfahrensweise herausarbeiten. Müller stellt damit auch sein im Mai 2011 erschienenes Buch zur Diskussion, dem der Veranstaltungstitel entlehnt ist. Er hat zudem 2009 den Sammelband »Probleme der Dialektik heute« herausgegeben.
Wir freuen uns sehr, euch zusammen mit der Konzertgruppe GUT. das Konzert des Comiczeichners und Musikers Jeffrey Lewis präsentieren zu können. Jeffrey spielt mit Viking Moses und Joey de Marco am 24. Juli abends in der Soulkitchenhalle in Wilhelmsburg.
Einlass: 20 Uhr – Eintritt: 9 €
Wir werden mit einem kleinen Bücherstand vor Ort sein und zwischen den Bands gibt es Live-Zeichnen mit Hamburger ComiczeichernInnen auf der Bühne.
Born and raised Lower East Sider Jeffrey Lewis leads a double-life, as both a comic book writer/artist and a musician (or is that a triple-life?). His band Jeffrey Lewis & The Junkyard also has a schizophrenic existence, ranging between contemplative folk narratives and distortion-fueled garage rock. Live shows incorporate „low budget videos,“ Jeff’s large illustrations displayed to accompany certain songs, such as Jeff’s educational multi-part „History of Communism“ or flights of fancy like „The Creeping Brain.“ In 2001 Jeffrey Lewis signed to Rough Trade Records (The Smiths, The Strokes, Belle & Sebastian, etc) and has since released five albums, in addition to touring the world and performing with Stephen Malkmus & the Jicks, Devendra Banhart, Black Dice, Thurston Moore, The Fall, The Vaselines, Beth Orton, Frank Black, The Fiery Furnaces, Daniel Johnston, Scout Niblett, The Mountain Goats, The Moldy Peaches, Cornershop, The Cribs, Dr. Dog, Kimya Dawson, Adam Green, Akron/Family, Roky Erickson, Au Revoir Simone, Peter Stampfel, and other luminaries.
VIKING MOSES was initiated by Southern Missourian Brendon Massei in 2003. The band has a dynamic, rotating cast of both established and obscure musicians worldwide, and is currently based between Scotland (UK) and Northern Appalachia (USA). More straight forward rock/soul than weird/folk as most of their contemporaries seem to be marketed, Viking Moses’ recordings are very accessible in convention, though live shows normally tend to have an unconventional approach, being hosted in unorthodox venues, often having assembled bands just for the night, using members of support bands or strangers in the audience. Both aspects are delivered with utmost soul, passion, and humility, and always offer fans and strangers an experience which is unique and often contrary to expectation. Massei is loosely associated with the freak/weird folk movement, having gotten early exposure on the „Golden Apples of the Sun„compilation; he also played bass with both Devendra Banhart and Vetiver.However, he takes on not the hearts-and-unicorns fancies of new folk, but rather the more plainspoken, sparse aura of Palace Brothers and Bonnie Prince Billy. It’s no surprise really, since he records chez Paul Oldham in Kentucky.
Singer/songwriter wunderkind Joey DeMarco, from Fredricksburg, Virginia, was discovered by Brendon Massei (Viking Moses) as he was still finishing High School. His perfectly crafted bedroom pop songs and smart, happy/sad lyrics belie his teenage years and forecast a major artistic force to be reckoned with. On his first shows outside the US, he will bring along his debut album on Epiphysis Foundation, gently yet brilliantly produced by Viking Moses himself.
In dieser autobiographischen Graphic Novel erzählt die Autorin von ihrem Coming of age anhand von zwei Hamburg-Aufenthalten: 2004, als Studentin, prägen endlose Parties und komplizierte Beziehungen die Geschichte, 2009 ist sie selbstständige Illustratorin und in einer festen Beziehung. Jetzt dreht sich vieles um Familiengründung und Brotjobs.
Moki wird am 27. Mai ab 19.00 Uhr bei uns im Laden mit einer kleinen Ausstellung ihre neue Silent Novel „WANDERING GHOST“ vorstellen.
Erschrocken muss ein kleines Wesen feststellen, dass es sich über Nacht verändert hat: Es ist groß geworden und hat einen dichten Pelz und einen buschigen Schwanz bekommen. Verwirrt sucht es nach einem Weg, mit dieser Veränderung umzugehen. Das Erwachsenwerden und die Entfremdung von sich selbst stehen im Mittelpunkt von mokis erster längerer Erzählung, wobei sie diesem klassischen Coming-of-age-Stoff durch die Verlegung in eine fantastische Naturwelt neue Facetten abgewinnt. Den äußeren und inneren Reifeprozess ihrer Figur schildert Moki allein durch die Kraft der Bilder.
Die 1982 geborene Malerin moki hat der Hamburger Kunst- und Galerienszene in den letzten Jahren mit großer Produktivität und detailverliebtem Gestus wichtige Impulse gegeben. Ihre Affinität zu Comics drückt sich nicht nur darin aus, dass sie ab und an auch selbst Bildgeschichten zeichnet. Sie bedient sich vielmehr Motiven aus dem Comic-Kontext und bringt diese in einen neuen Zusammenhang. mokis Bilder sind per se erzählerisch, sie laden den Leser ein zu einem gemeinsamen Spaziergang mit unheimlichen Wald- und Wiesenbewohnern, vorbei an Berghängen, Wasserfällen, hinein in die tiefsten Höhlen und auf in die luftigsten Höhen.
Auf der Frankfurter Buchmesse 2006 erhielt moki für „Asleep in a foreign place“ (Kiki Post) den Sondermann-Preis als „Bester Newcomer des Jahres“.
Neben zahlreichen nationalen und internationalen Einzelausstellungen, unter anderem in Barcelona, Kopenhagen, Prag, San Francisco und Los Angeles, war moki auch an einer Vielzahl von Gruppenausstellungen, unter anderem in China und Japan, beteiligt.
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