Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus

Datum: 19.03.2026 18:00 bis 19.03.2026 20:00
Ort: IfKI, Palmaille 96, 22767 Hamburg

Buchvorstellung und Diskussion mit Rainer Mühlhoff über KI und die autoritäre Wende – wir sind mit einem Büchertisch dabei.

Elon Musk und Donald Trump kündigen massenhaft Verwaltungsmitarbeitern, um einen KI-Staat zu errichten. Tech-CEOs verkaufen künstliche Intelligenz als Heilsbringer für die größten Probleme der Menschheit, obwohl die entsprechende Industrie auf Ausbeutung und Menschenverachtung beruht.
Warum lässt sich die Öffentlichkeit durch Spekulation über Erlösung oder Auslöschung durch KI von den erheblichen Schäden durch KI in unserer Gegenwart ablenken? Wie erkennen wir die zunehmend faschistischen Tendenzen, die sich im Zusammenspiel von Tech-Industrie und der neuen Rechten bilden?

Zur Person: Rainer Mühlhoff, Philosoph und Mathematiker, ist Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück. Er forscht zu Ethik, Regulierung und kritischer Sozialtheorie in der digitalen Gesellschaft. In seiner interdisziplinären Arbeit untersucht er das Wechselspiel von Technologie, Macht und gesellschaftlicher Veränderung. Zuletzt erschienen sind von ihm: „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“ (Reclam, 2025) und „Die Macht der Daten: warum künstliche Intelligenz eine Frage der Ethik ist“ (Brill, 2023).

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Der Strips & Stories Adventskalender – ZWEI

Unser heutiger Lesetipp ist ein kleines Juwel aus Italien. Die Internierung homosexueller Männern während des Faschismus wurde dort bis heute nicht aufgearbeitet.


Insel der Männer – Luca de Santis & Sara Colaone

mit einem Essay von Andreas C. Knigge

Schreiber&Leser, 18,80 Euro


In Italien wurden von 1938 bis 1943 circa 300 Homosexuelle auf einer Insel im Süden interniert. Es gab kein Gesetz, das dies rechtfertigte, nur mehr oder weniger willkürliche Erlasse auf Bezirksebene.

Dies ist die Geschichte des 75jährigen Antonio, genannt Ninella, der als junger Mann in jenes Lager kam. Nine‘ erzählt von Kummer, Not und Heimweh, aber auch von ausgelassenen Festen, von Kameradschaft und Liebe.

(Klappentext des Verlags)


Leseprobe


Interessante Rezension im Tagesspiegel


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